Telekom will keine Internetsperren ohne Gesetzesänderung

Innenministerium beklagt erhebliche Probleme bei Vertragsverhandlungen

Die Deutsche Telekom und mehrere andere deutsche Internet Service Provider wollen sich nicht auf die Regierungsverträge zu Internetsperren verpflichten lassen. Die Firmen wollen zuerst mehr Rechtssicherheit durch eine Gesetzesänderung.

Anzeige

Die seit Mitte Januar 2009 tagende Arbeitsgruppe für Internetsperren der Bundesministerien für Inneres und Familie und der acht Internet Provider kämpft mit Schwierigkeiten, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger unter Berufung auf einen internen Vermerk des Bundesinnenministeriums. Es gebe "nicht durchgängig die Bereitschaft zum Blockieren kinderpornografischer Seiten auf vertraglicher Basis". Auch das von Brigitte Zypries (SPD) geführte Bundesjustizministerium sei für die Schwierigkeiten mitverantwortlich, heißt es weiter. Zypries vertritt die Auffassung, die Einzelverträge verstießen gegen das grundgesetzlich zugesicherte Fernmeldegeheimnis und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

In ihren fünf Treffen sei die Arbeitsgruppe nicht entschieden weitergekommen. Mit Vodafone und Kabel Deutschland hätten Bundesregierung und Bundeskriminalamt sich danach in Einzelgesprächen einigen können. Mit der Telekom sei die Verhandlungslage dagegen "erheblich schwieriger", da der Konzern "zunächst weitreichende Zugeständnisse der Bundesregierung" fordere, so das Bundesinnenministerium weiter. Dazu zähle die Zusage für eine Gesetzesinitiative, womit der Bonner Konzern Rechtssicherheit sucht.

"Die meisten Anbieter sind kooperativ. Diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, eine Blockadehaltung einnehmen, schmeißen eine Nebelkerze nach der anderen", sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Wer ihrem Plan widerspreche, wolle "weiterhin uneingeschränkt die Vergewaltigung von Kindern zeigen lassen", so die Ministerin wörtlich.

Auch Sorgen um die Errichtung einer Zensurinfrastruktur im Internet durch die Bundesregierung seien unbegründet. Es ginge ausschließlich um die Sperrung von Kinderpornografie, sagte von der Leyen der Zeitung.


Chatlog 24. Mär 2009

Glaub mal die weiss schon was sie tut. Und Papa ist bestimmt ganz stolz auf sie.

Tach 24. Mär 2009

2009 wird gerade geschrieben. Neue Moeglichkeiten. Mit neuen, vom Totalitarismus...

Abseus 23. Mär 2009

wie gegen leihen ist es ok? profis sollten dürfen?????????????

Abseus 23. Mär 2009

was is das denn für eine dämliche Aussage!?

Abseus 23. Mär 2009

du musst tor ja erst benutzen wenn das "stopschild kommt! nicht das ich dafür wäre das...

Kommentieren


Netzsperren / 25. Mär 2009

Heiße Phase bei Netzsperren

Compyblog / 23. Mär 2009

Zensur-Blubber

hep-cat.de / 23. Mär 2009

Internetsperren am Mittwoch im Kabinett



Anzeige
  1. IT Manager (m/w)
    Seaarland Shipmanagement GmbH & Co. KG, Hamburg (Reisebereitschaft)
  2. Qualitätssicherungs-Verantwo- rtliche/r IT-Projekte
    Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart
  3. Oracle Datenbankentwickler (m/w)
    ckc ag, Region Braunschweig
  4. Softwareentwickler Java (m/w)
    Payment Network AG, Wetzlar bei Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 22:07 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 18:09 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Samsung Galaxy Tab 2: 7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung
Samsung Galaxy Tab 2
7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

Samsung hat mit dem Galaxy Tab 2 ein weiteres Android-Tablet vorgestellt. Es ist das erste Tablet von Samsung, auf dem gleich Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich läuft und das den russischen Ortungsdienst Glonass unterstützt.

  1. Ice Cream Sandwich HTC bringt erste Updates auf Android 4.0 erst Ende März
  2. Notizprogramm Microsofts Onenote nun auch für die Android-Plattform
  3. Android-Verbreitung Ice Cream Sandwich und Donut sind gleichauf

Test X-Plane 10: Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern
Test X-Plane 10
Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern

Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.


WOA: Windows 8 für ARM im Detail
WOA
Windows 8 für ARM im Detail

Mit Windows on ARM (WOA) will Microsoft ein neues System mit einer ganz neuen Art von PCs etablieren. Damit Windows 8 auf ARM performant läuft und lange Akkulaufzeiten ermöglicht, musste Microsoft einige Kompromisse machen.

  1. Windows 8 auf ARM Microsoft zeigt Office 15

Zum Artikel