Gewerkschaft für chinesischen Einstieg bei Qimonda

IG Metall sieht Inspur-Beteiligung als letzte Chance

Die Arbeitsnehmerorganisation IG Metall hat die sächsische Regierung aufgefordert, eine Beteiligung des chinesischen Serverherstellers Inspur an dem insolventen deutschen Speicherchiphersteller Qimonda zu unterstützen. Microsoft ist an Inspur beteiligt.

Anzeige

Die IG Metall sieht in einer Teilübernahme Qimondas durch den Serverhersteller Inspur die letzte Chance für den Erhalt des Unternehmens. "Es geht nur darum, dass die sächsische Regierung über ihren Schatten springt und Qimonda rettet oder nicht", sagte Wigand Cramer, IG-Metall-Beauftragter für die Halbleiterbranche, dem Sender MDR Info.

Das sei kein schwieriges Problem, sondern erfordere nur etwas Mut. "Der Zeitpunkt für kühne Entscheidungen" sei gekommen. Die sächsische Regierung solle das mögliche Engagement Inspurs begrüßen und nicht als feindliche Übernahme betrachten.

Inspur (ehemals Langchao) ist ein im Jahr 2000 gegründeter chinesischer Server- und Softwarehersteller und Dienstleister für IT-Services. Die Produktion und Entwicklung ist in der Millionenstadt Jinan in der Provinz Shandong angesiedelt. Seit 2005 ist Microsoft mit circa 25 Millionen US-Dollar an der Firma beteiligt. Bei Servern erhebt Inspur den Anspruch auf die Marktführerschaft unter den nationalen chinesischen Anbietern. Das Unternehmen hat die Verhandlungen mit Qimonda bestätigt. Inspur wolle für circa 2,5 Milliarden Euro eine neue Chipfabrik in Shandong errichten.

Cramer: "Wenn denn jemand noch Geld in Zeiten der Wirtschaftskrise hat, dann sind es sicher die Chinesen." Inspur habe ein langfristiges strategisches Interesse, eigene DRAM-Technologie zu besitzen und sei nicht nur kurzfristig an Patenten interessiert.

Wenn die Verbindung nach China nicht klappen sollte, dürfte bei "Qimonda aus Insolvenz- und Liquiditätsgründen nicht mehr viel zu machen sein", betonte Cramer. Der chinesische Konzern strebt einen Minderheitsanteil an Qimonda an. Weitere Beteiligungen müssten vom Bundesland Sachsen, Bayern und aus Portugal kommen, wo Qimonda 1.000 Menschen beschäftigt. Der Speicherchiphersteller mit Standort in Dresden hatte angekündigt, seine Produktion einzustellen, da bisher kein Investor gefunden wurde.

Laut Cramer sei für Infineon und Qimonda viel Steuergeld geflossen. "Ein Drittel der Chipindustrie in Sachsen haben die Steuerzahler bezahlt", sagte er der Berliner Zeitung. Diese Investition könnte nun mit einem relativ geringen Betrag gesichert werden.


Hans de Beer 26. Mär 2009

China ist schlauer ,wo es was aufzukaufen gibt ist Geld da.Wenn Rechnungen bezahlt werden...

Hansdiewurstist... 19. Mär 2009

Läckaaa, das werden wir wohl alle lernen müssen!

Fritzensenn 19. Mär 2009

Wer die Chinsesen? Oder wir Deppen in Europa? Immer schön gen China, das Pardies...

mnvmdhbv 19. Mär 2009

wird zeit, dass wir reis essen lernen...

l kjhbdoiöbhj 19. Mär 2009

haben die deppen nichts dazugelernt?

Kommentieren


Stefan Jung / 19. Mär 2009

Rückt die Rettung näher?



Anzeige
  1. Teamleiter (m/w) für die Entwicklung der Programmer Verifikation
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. Software Engineer (m/w)
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe
  3. Testmanager / Teamleiter für Verbundtests von Werkzeugketten (m/w)
    dSPACE GmbH, Paderborn
  4. Referent (m/w) - Technischer Marktzugang
    Siemens AG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 02:39 Uhr

Mehr


  1. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  2. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  3. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  4. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  5. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  6. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  7. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  8. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  9. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  10. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Paypal: Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren
Paypal
Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

Zahlenden Nutzern der im Juni 2011 geschlossenen Filmplattform Kino.to drohen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge Strafverfahren. Rechtsanwalt Udo Vetter befürchtet sogar Hausdurchsuchungen, "wenn die Strafverfolger sich auf glattes Parkett begeben". Noch im Februar 2012 will die GVU zudem gegen den Kino.to-Nachfolger Kinox.to Strafanzeige erstatten.

  1. Kino.to-Prozess Kein Unterschied zwischen Streaming und Herunterladen
  2. Kino.to Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien
  3. Kino.to Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Desktop-Roadmap: Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor
Desktop-Roadmap
Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

Mozilla hat seine Roadmap für die Desktopversion von Firefox aktualisiert und plant demnach für 2012 zahlreiche Neuerungen. Firefox bekommt ein Login, soll als Metro-Version für Windows 8 umgesetzt werden, Nutzer besser vor Tracking schützen und schneller werden.

  1. Browser Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen
  2. Firefox Neue Seite für neue Tabs
  3. Firefox Updates in aller Stille

  1. Re: Trivialpatent - gehört wegen zu geringer...

    Der Kaiser! | 06:00

  2. Re: Patente sind toll, oder?

    Der Kaiser! | 05:57

  3. Und warum...

    Blablablublub | 05:55

  4. Re: Gema will Informationen über ACTA...

    LetTheBirdsFlyFree | 05:39

  5. Re: Und ich dachte erst, Canonical hätte mal mehr...

    EqPO | 05:32


  1. 06:01

  2. 18:20

  3. 18:13

  4. 17:41

  5. 17:36

  6. 16:57

  7. 16:51

  8. 15:59


Zum Artikel