Abo
  • Services:
Anzeige

Spam und DDoS: BBC demonstriert, was Botnetze können

Journalisten der BBC zeigen Gefahren von Cyberkriminalität

Redakteure der BBC-Sendung Click haben ein Botnetz eingerichtet, um zu demonstrieren, wie einfach es ist, Spam zu verschicken oder mit einer DDoS-Attacke einen Server in die Knie zu zwingen. Die Sendung wird am morgigen Samstagvormittag ausgestrahlt.

"Ich verlange eine Erklärung", "Sie haben uns gesehen", "Hilfe, ich habe meine MSN-Nutzerkennung verloren" - wer hat in letzter Zeit nicht Spammails mit unterschiedlichen Betreffzeilen bekommen, die aber alle den gleichen Inhalt haben? Die BBC-Sendung Click ist diesem Phänomen nachgegangen und hat gezeigt, was mit Botnetzen alles möglich ist.

Anzeige

Für den Test setzten die Redakteure ein eigenes Botnetz auf. Sie erwarben die Kontrolle über knapp 22.000 Rechner über einen Chatraum im Internet. Es sei nicht so einfach gewesen, den Kontakt herzustellen und das Geschäft abzuschließen, berichten die Journalisten. Die Bedienung des Botnetzes war es dafür umso mehr: Die Software habe eine sehr nutzerfreundliche Oberfläche in 13 Sprachen. Spammails ließen sich mit wenigen Mausklicks konfigurieren und verschicken.

Die Journalisten richteten zwei Mailaccounts bei Hotmail und Google ein, die sie mit Spam bombardierten. Der Auftrag: Jeder Botrechner soll 500 E-Mails an die beiden Mailaccounts schicken. Um Spamfilter auszutricksen, generiere das System für jede Mail eine eigene Betreffzeile, erklärt Jacques Erasmus, Forschungschef beim Sicherheitsunternehmens Prevx Security, der das Experiment der BBC unterstützte: Im Betreff kommen nicht mehr die bekannten Potenzmittel in den merkwürdigsten Schreibweisen mit Zahlen, Sonder- und Leerzeichen vor, sondern vernünftige Sätze. Das liegt daran, dass das System Google nutzt. Der Spammer gibt eine Reihe von Schlüsselwörtern vor. Das System sucht bei Google nach diesen Wörtern und erstellt daraus die Betreffzeilen. Der Inhalt der Spammails ist immer der gleiche.

Nach einigen Minuten trafen die ersten Mails in den beiden Postfächern ein. Nach einigen Stunden waren es mehrere tausend. Tatsächlich hatte jede Nachricht eine andere Betreffzeile, weshalb ein großer Teil der Mails trotz Spamfilter in der In-Box landete.

Botnetze lassen sich allerdings nicht nur für den Spamversand nutzen. Auch Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) lassen sich damit durchführen. Das haben die BBC-Mitarbeiter ebenfalls ausprobiert. Sie attackierten einen eigens von Prevx dafür eingerichteten Server. Zur Überraschung aller Beteiligten reichten die Seitenaufrufe von nur 60 Rechnern aus, um den Server in die Knie zu zwingen.

Bei der Aktion ließen die Click-Mitarbeiter Vorsicht walten. So seien sie bei Spamversand moderat vorgegangen, um die Internetverbindung der infizierten Rechner nicht zu überlasten. Wären sie weniger rücksichtsvoll gewesen, hätten sie auch deutlich mehr Spammails verschicken können. Nach der Recherche deaktivierten sie das Botnetz sofort. Anschließend benachrichtigen sie die Besitzer, dass ihre Computer mit Malware infiziert sind, und erklärten ihnen, wie sie die Rechner künftig absichern sollten. Das Programm war so konfiguriert, dass es keine Daten auf den befallenen Computern ausspionierte.

Die BBC zeigt den Bericht über die Aktion am morgigen Samstag, dem 14. März 2009, um 12:30 mitteleuropäischer Zeit (11:30 englischer Zeit) in der Sendung Click. Click ist eine wöchentliche, 30 Minuten lange Computersendung der BBC, die in Großbritannien über BBC News ausgestrahlt wird und international über BBC World News.


eye home zur Startseite
Mal anders 16. Mär 2009

Wo man ein Rechner kauft ist doch völlig unerheblich. Auto bleibt Auto und rechner bleibt...

AntiSpywareHers... 15. Mär 2009

wenn es so einfach ist, die befallenen hosts zu warnen und remote eine spyware...

El Marko 13. Mär 2009

nt



Anzeige

Stellenmarkt
  1. S&L Netzwerktechnik GmbH, Mülheim-Kärlich
  2. Universität Passau, Passau
  3. LEITWERK AG, Appenweier, Freiburg oder Karlsruhe
  4. GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 127,90€
  2. 114,90€
  3. 94,90€ statt 109,90€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft
  2. Sicherheitsrisiken bei der Dateifreigabe & -Synchronisation
  3. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM


  1. Up- und Download

    Breites Bündnis ruft nach flächendeckender Gbit-Versorgung

  2. Kurznachrichtendienst

    Twitter bewertet sich mit 30 Milliarden US-Dollar

  3. Microsoft

    Besucher können die Hololens im Kennedy Space Center nutzen

  4. MacOS 10.12

    Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra

  5. IOS 10.0.2

    Apple beseitigt Ausfälle der Lightning-Audio-Kontrollen

  6. Galaxy Note 7

    Samsung tauscht das Smartphone vor der Haustür aus

  7. Falcon-9-Explosion

    SpaceX grenzt Explosionsursache ein

  8. Die Woche im Video

    Schneewittchen und das iPhone 7

  9. 950 Euro

    Abmahnwelle zu Pornofilm-Filesharing von Betrügern

  10. Jailbreak

    19-Jähriger will iPhone-7-Exploit für sich behalten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oliver Stones Film Snowden: Schneewittchen und die nationale Sicherheit
Oliver Stones Film Snowden
Schneewittchen und die nationale Sicherheit
  1. US-Experten im Bundestag Gegen Überwachung helfen keine Gesetze
  2. Neues BND-Gesetz Eco warnt vor unkontrolliertem Zugriff auf deutschen Traffic
  3. Datenschützerin Voßhoff Geheimbericht wirft BND schwere Gesetzesverstöße vor

Fitbit Charge 2 im Test: Fitness mit Herzschlag und Klopfgehäuse
Fitbit Charge 2 im Test
Fitness mit Herzschlag und Klopfgehäuse
  1. Fitbit Ausatmen mit dem Charge 2
  2. Polar M600 Sechs LEDs für eine Pulsmessung
  3. Xiaomi Mi Band 2 im Hands on Fitness-Preisbrecher mit Hack-App

Osmo Mobile im Test: Hollywood fürs Smartphone
Osmo Mobile im Test
Hollywood fürs Smartphone
  1. Osmo Mobile DJI präsentiert Gimbal fürs Smartphone
  2. Hasselblad DJI hebt mit 50-Megapixel-Luftbildkamera ab
  3. DJI Flugverbotszonen in Drohnensoftware lassen sich ausschalten

  1. Re: ist ja fast wie in der Bibel ...

    Fuchs | 17:35

  2. Re: O2 läuft prima

    grünebanane | 17:33

  3. Re: 40 Millionen Kunden ohne LTE1800?

    grünebanane | 17:29

  4. Re: Tischtennisbälle...

    nixidee | 17:13

  5. Re: Kommt drauf an

    RipClaw | 17:11


  1. 15:10

  2. 13:15

  3. 12:51

  4. 11:50

  5. 11:30

  6. 11:13

  7. 11:03

  8. 09:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel