Konkurrenten hinterfragen VDSL-Öffnung der Deutschen Telekom

Isoliertes Bitstrom-Angebot führt zu weniger Wettbewerb

Der Bundesverband Breitbandkommunikation hält das Angebot der Deutschen Telekom zur Öffnung ihres VDSL-Netzes für Konkurrenten für zwiespältig. Telekommunikationsunternehmen, die ihr Netz auf der Basis der Teilnehmeranschlussleitung weiter ausbauen, würden benachteiligt, während die Telekom ihr Glasfasernetz nur für reine Weiterverkäufer öffne.

Anzeige

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) hält die Offerte der Deutschen Telekom zur Öffnung ihres VDSL-Netzes für erklärungsbedürftig. "Bisher enthält das Angebot der Telekom noch keine Optionen für Wettbewerber, die ihr Netz auf der Basis der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) weiter ausbauen und den Kunden so eigene VDSL-Angebote unterbreiten wollen", kritisiert Breko-Chef Rainer Lüddemann. Die Gespräche, die der Verband mit der Telekom führe, seien bislang noch ohne Ergebnis.

Nötig sei ein akzeptables Angebot für den Zugang zu den Kabelverzweigern und zu Leerrohren. Diese Option müsse den Wettbewerbern mit eigener Netzinfrastruktur zeitgleich mit dem VDSL-Bitstrom-Angebot zur Verfügung gestellt werden. Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich die Telekom den VDSL-Wettbewerb aussuche, den sie haben wolle, "nämlich lediglich einen Resale-Wettbewerb auf ihrem eigenen Netz", so Lüddemann weiter.

Die Telekom hatte am 2. März 2009 angekündigt, den Wettbewerbern Zugang zu ihrem VDSL-Netz zu gewähren. Der Konzern öffnet sein VDSL-Netz freiwillig, vermutlich auch, um einem Eingriff der Bundesnetzagentur zuvorzukommen. Zugleich wird es für Konkurrenten damit weniger attraktiv, die eigene Infrastruktur auszubauen, was für die Telekom langfristig von Vorteil sein dürfte.

Zugleich will der Bonner Konzern mehr Gewicht auf Partnerschaften mit kleinen und größeren VDSL-Netzbetreibern legen. So wurde am heutigen Montag eine Partnerschaft mit dem bayerischen Telekommunikationsanbieter M-Net verkündet, um einen flächendeckenden Netzausbau mit Glasfaser in Augsburg gemeinsam zu bewältigen. Die Kunden sollen so Bandbreiten von 100 MBit/s bekommen.

Weiter bemängelt der Breko, dass sich die Telekom mit den Preisen ihres VDSL-Angebots in Widerspruch zu ihrer gleichzeitig erhobenen Forderung nach einer Anhebung des Entgeltes für den Zugang zur TAL befinde. Wenn die Telekom einen VDSL-Bitstrom für 30 Euro und weniger anbiete, müsse das Zugangsentgelt für die TAL unter 9 Euro, vom Kabelverzweiger sogar unter 5 Euro sinken, so Lüddemann weiter. Anderenfalls führe das sogenannte Öffnungsangebot der Telekom zu "erheblichen Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten infrastrukturbasierter VDSL-Anbieter", warnte der Verbandschef.


Reper 10. Mär 2009

Danke mir, ein Beitrag der mir aus dem herzen spricht. Nicht einfach auf die "üblichen...

NetCologne 10. Mär 2009

Wer in Köln lebt und Glück hat dort zu leben wo NETCOLOGNE Glasfasernetze baut, der kann...

mir 10. Mär 2009

Prinzipiell ist die Ausgliederung des Netzes aus der Telekom der einzige sinnvolle Weg...

OMGWTF 10. Mär 2009

Beim VDSL-Aufbau stimm ich dir zu. Da hatte sich ja die Telekom quer gestellt. Aber...

dada 10. Mär 2009

Es geht doch genau um die Anbieter die in den Netzausbau investieren was die Telekom...

Kommentieren


Finanzen Ratgeber Blog / 09. Mär 2009

Telekom und M-Net kooperieren beim VDSL-Ausbau in Augsburg



Anzeige

  1. Junior Fleet IT Systems Manager (m/w)
    TUI Cruises GmbH, Hamburg
  2. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  3. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige
nicht verzweifeln

  1. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  2. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  3. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  4. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  5. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  6. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  7. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  8. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  9. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  10. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

    •  / 
    Zum Artikel