Foxit stellt E-Book-Reader mit eigener PDF-Lesesoftware vor

Suche nach deutschem Vertrieb läuft noch

Der für seine schnelle PDF-Lesesoftware bekannte Hersteller Foxit will einen E-Book-Reader verkaufen. Das Gerät basiert auf elektronischem Papier mit E-Ink-Technik. Mit der eigens für das eSlick entwickelten Software soll es sich angenehm lesen lassen.

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eSlick von Foxit
eSlick von Foxit
Der Hersteller von PDF-Software, Foxit, wird Verkäufer von E-Book-Lesegeräten. Mit dem eSlick genannten Gerät kann der Nutzer auf einem 6-Zoll-Display mit 600 x 800 Pixeln elektronische Bücher lesen. Für Bilder in Büchern bietet das Display vier Graustufen an.

Der erste Eindruck des E-Book-Readers war gut. Die Bedienoberfläche wirkt aufgeräumt und nicht so überladen wie beim zwei Jahre alten Sony PRS-505, den Golem.de kürzlich getestet hat. Allerdings fehlen die vielen Direkttasten. Das macht der eSlick von Foxit aber durch eine schnelle Bedienoberfläche wieder wett. Das Drehen des Bildschirms erfordert deutlich weniger Eingaben im Menü als beim PRS-505. Der Berliner E-Book-Reader txtr regelt das allerdings noch eleganter über einen Bewegungssensor, so dass automatisch zwischen Hoch- und Querformat gewechselt werden kann.

 

Die Eleganz eines Sony-Readers, dessen Gehäuse aus gebürstetem Aluminium ist, erreicht eSlick, dessen Gehäuse aus farbigem Plastik ist, jedoch nicht.

eSlick von Foxit
eSlick von Foxit
Zur Veröffentlichung soll der eSlick nur wenige Formate beherrschen. Dazu gehört auch das PDF-Format. Foxit hat dafür die eigene PDF-Engine auf das Embedded-Linux-System des E-Book-Readers portiert. Der eSlick soll funktionsseitig dasselbe können wie die PDF-Reader-Software des Herstellers. 32 MByte RAM und die mit 400 MHz getaktete ARM-CPU setzen dem allerdings Grenzen.

Außerdem soll eSlick auch Textdateien lesen können. Die beigelegte Software wandelt Dateien, die druckbar sind, in PDFs um. Mit der nächsten großen Softwareversion soll auch das ePub-Format unterstützt werden. Der Sony Reader und txtr beherrschen dieses Format bereits.

Bücher werden entweder im 128 MByte großen internen Speicher gelagert oder können über einen SD-Card-Schacht zugeführt werden. Dieser kann mit SDHC-Karten jedoch nichts anfangen. Auf eine entsprechende Unterstützung wird vorerst verzichtet - aus Kostengründen, und weil SD-Karten genug Kapazität bieten, so Foxit. Eine SD-Card mit 2 GByte will Foxit dem Gerät beilegen.

eSlick von Foxit
eSlick von Foxit
Laut Foxit soll der Reader zwischen 7.000- und 8.000-mal Blättern mit einer Akkuladung (Lithium Ionen) ermöglichen. Zur Musiklaufzeit konnte Foxit noch nichts sagen. Unterstützt wird derzeit nur das MP3-Format.

Der eSlick ist laut Hersteller 180 Gramm schwer und 188 x 118 x 9,2 mm groß.

Die ersten eSlicks sollen Ende März 2009 in den USA erscheinen. Sie können laut Foxit auch aus Europa bestellt werden. Der Hersteller wies auf der Cebit aber darauf hin, dass im Servicefall das Gerät dann in die USA geschickt werden muss. Foxit sucht derzeit einen Vertrieb für Deutschland und rechnet damit, das Gerät bis zum Juni 2009 auch auf dem deutschen Markt anzubieten.

eSlick von Foxit
eSlick von Foxit
Aufgrund der begrenzten Stückzahl werden die Geräte allerdings vor allem im Onlinehandel auftauchen. In den USA soll das Gerät für 259 US-Dollar angeboten werden. Voraussichtlich hohe Versandkosten nach Europa und Steuern müssen zu diesem Preis hinzugerechnet werden.

Foxit denkt darüber nach, im Laufe des Jahres 2009 weitere Geräte zu veröffentlichen. Mehr Arbeitsspeicher, SDHC-Unterstützung und auch eine andere Displaytechnologie sind denkbar.


8bit 18. Jan 2011

Zitat: Worum es Dir ging war mir schon klar. Aber es lässt sich nicht für alle Sprachen...

AlexK 24. Mär 2009

Ganz allgemein sind mir alle verfügbaren EBook-Reader eher unsympathisch. Das hat...

Vergesser... 09. Mär 2009

Entwicklungs- und Testkosten vergessen? Da stecken sicher noch mehr Kosten drin, also nix...

Wissenschaftler 09. Mär 2009

Das ist schön für dich. Aber gerade da, wo ich so ein Ding nutzen wöllte, gibt es...

nate 09. Mär 2009

Wenns denn nur 1 Euro wäre. Ich würde ja eher vermuten, Foxit hatte die Wahl zwischen...

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