Conficker-Wurm ist trotz Microsoft-Patch nicht totzukriegen

Anzeige

Am 24. Februar 2009 hat Microsoft nun auch Patches für Windows XP, Windows 2000 und Windows Server 2003 veröffentlicht (KB967715). Bereits in der Nacht zum 25. Februar 2009 deutscher Zeit wurde das Update für Windows XP auch per Windows Update automatisch verteilt.

Aber auch die Conficker-Programmierer bewegen sich. Wie das Stanford Research Institute (SRI) in einer ausführlichen Analyse der aktuellen Conficker-Varianten berichtet, wurde der Code des Schädlings inzwischen gründlich überarbeitet. Die Version "Conficker B++", von Microsoft auch "Conficker.C" genannt, kann nicht nur von festen Domains Code nachladen, sondern über eine durch den Wurm geöffnete Backdoor auch direkt.

Die Autoren können somit infizierte PCs direkt mit neuen Versionen ihrer Schadsoftware beschicken. Frühere Varianten des Wurms waren auf Webserver angewiesen, eine Vielzahl dieser Domains hat Microsoft inzwischen aber unter seine Kontrolle gebracht oder abschalten lassen.

Schwer einzuschätzen ist nach wie vor die Verbreitung der Conficker-Varianten. Das SRI hat über mehrere Tage mit einem Honeynet die Zahl der Angriffe beobachtet und kam auf über 10,5 Millionen IP-Adressen, von denen aus sich Conficker verbreiten wollte. Die Sicherheitsanalytiker gehen davon aus, dass sich dahinter mindestens eine Million Rechner verbergen. Antivirenhersteller hatten schon bei den ersten Versionen des Wurms vor mehreren Millionen Infektionen gewarnt.

Dass ständig neue Varianten des recht komplexen Programms auftauchen ist immerhin ein Hinweis darauf, dass hinter Conficker gut organisierte Strukturen stecken könnten. Wurmautoren bieten die von ihnen infizierten "Zombie-PCs" oft gegen Bezahlung an, etwa, wenn DoS-Attacken gegen missliebige Unternehmen und Organisationen gefahren werden sollen. Bisher gibt es aber keine Berichte über größere Ausfälle von Internetinfrastruktur, die sich auf Conficker zurückführen ließen.

Alle gängigen Antivirenprogramme erkennen den Wurm seit mehreren Wochen, in der Regel auch in allen Varianten. Wer zudem stets alle sicherheitskritischen Windows-Updates einspielt, muss sich zumindest über eine Infektion über das Netzwerk keine Sorgen machen. Ein aktueller Virenscanner mit eingeschalteter On-Access-Überwachung sollte auch das Autorun-Programm auf USB-Sticks erkennen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, da sich die neuen Conficker-Varianten selbst aktualisieren können und so vielleicht in künftigen Versionen doch von einem infizierten PC aus das lokale Netz angreifen könnten.

 Conficker-Wurm ist trotz Microsoft-Patch nicht totzukriegen

johannes121 13. Mär 2009

Deshalb sollte man auf Servern auch grundsätzlich kein Windows laufen haben. Es ist ja...

Bedrohter 06. Mär 2009

Da kann ich Dir nur voll zustimmen! Man stelle sich mal vor: die Regierung lässt sich...

Diplom... 01. Mär 2009

Du weißt doch, dass Admins zum großen Teil keine universitäre Ausbildung genossen haben...

maxi17 01. Mär 2009

Naja, wer einen Virus auf seinem Rechner installiert ist selber Schuld. Auch dann ist die...

Server... 26. Feb 2009

Dieser Zweck beweist eine unvollstaendige Compilerprogrammierung. Damals hatte ich...

Kommentieren


SMS-Worldwide.eu / 29. Mär 2009

Virus-Alarm zum 1 April

PenZiuM.de / 25. Feb 2009

Conficker B++ (Downadup) entdeckt



Anzeige
  1. SW-Entwickler / Consultant im Bereich Modelbasierte Entwicklung (m/w)
    Continental AG, Regensburg
  2. Software-Entwickler (m/w) für das Themengebiet Industry Software
    Siemens AG, Erlangen
  3. Software-Entwickler (m/w) embedded Systems
    EUROIMMUN AG, Dassow
  4. Informatiker/in bzw. Ingenieur/in (FH/DH) für angewandte Informatik / Informations­technik
    Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Samsung XE300

    Google Chromebox versehentlich ausgeliefert

  2. Bundesregierung

    Deutsche Geheimdienste können PGP entschlüsseln

  3. Soziale Pornos

    Facebook verliert Klage gegen Faceporn

  4. Lockheed Martin

    US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett

  5. USB-Sticks und Speicherkarten

    Pauschalabgaben sollen von 10 Cent auf knapp 2 Euro steigen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 376 | letzter Beitrag 23:08 Uhr

  2. Kommentare: 216 | letzter Beitrag 15:00 Uhr

  3. Kommentare: 199 | letzter Beitrag 23:53 Uhr

  4. Kommentare: 176 | letzter Beitrag 23:15 Uhr

  5. Kommentare: 168 | letzter Beitrag 23:47 Uhr

Mehr


  1. Apple, Foxconn und Sharp

    Displayfabrik für Smartphones und Tablets

  2. Bang! Lamp

    Eine Design-Lampe zum Abknallen

  3. Rüstung

    Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen

  4. AVM

    Beta-Firmware gegen Fritzbox-Sicherheitslücke

  5. Miniaturisierung

    Gigabyte will leichtestes Notebook der Welt bauen

  6. Datenschutz

    TV- und Radio-Apps geben Daten von Apple-Nutzern weiter

  7. PGP vs. Geheimdienste

    "PGP ist weiterhin sicher"

  8. Tiberium Alliances

    Command & Conquer beendet Browser-Beta

  9. Double Fine

    Ron Gilbert schickt Spieler in The Cave

  10. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Linux in Unternehmen: "Die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei"
Linux in Unternehmen
"Die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei"

Open Source muss sich als Konzept nicht mehr behaupten, sagt Johannes Loxen auf dem Linuxtag 2012. Stattdessen müssen sich OSS-Projekte jetzt den üblichen Marktmechanismen stellen - und damit rechnen, dass proprietäre Software für Kunden manchmal die bessere Lösung ist.

  1. Linuxtag 2012 Vortragsprogramm veröffentlicht

Linux Mint 13: Maya kommt mit Mate, Cinnamon und MDM
Linux Mint 13
Maya kommt mit Mate, Cinnamon und MDM

Linux Mint 13 alias "Maya" bietet Nutzern zwei alternative Desktops zur Auswahl an, die den Machern zufolge zu den besten derzeit verfügbaren Desktops zählen und perfekt in Linux Mint integriert sind.

  1. Kubuntu Blue Systems statt Canonical als Sponsor
  2. Linux Mint LXDE-Abkömmling von Lisa 12 veröffentlicht
  3. Linus Torvalds Linux-Erfinder schimpft über zu viel Sicherheit in Opensuse

Windows 8: Internet Explorer 10 angeblich mit integriertem Flash
Windows 8
Internet Explorer 10 angeblich mit integriertem Flash

Der Internet Explorer 10 könnte unter der neuen Metro-Oberfläche von Windows 8 Adobe Flash doch unterstützen, obwohl die Metro-Version des IE keine Plugins unterstützen wird.

  1. Microsoft Verwirrung um Update auf Windows Phone 8
  2. Microsoft Windows 8 heißt Windows 8 und kommt in vier Editionen
  3. Test-Video Fluch und Segen der Windows 8 Consumer Preview

Zum Artikel