CDU: Gegner von Internetsperren fördern Kinderpornografie

Kritiker von Access Blocking auf einer Ebene mit "skrupellosen Geschäftemachern"

Die CDU/CSU-Fraktionsvizechefin Ilse Falk hat die Gegner von Internetsperren per Access Blocking beschuldigt, Kinderpornografie zu fördern. Kritiker handelten verantwortungslos und stellten "die Interessen skrupelloser Geschäftemacher über den Schutz der Kinder", sagte Falk wörtlich.

Anzeige

Wer mit "fadenscheinigen Argumenten" und Störfeuern versuche, die Pläne von Bundesfamilienministerin von der Leyen (CDU) für Internetsperren gegen Kinderpornografie zu torpedieren, handele verantwortungslos und stelle die "Interessen skrupelloser Geschäftemacher über den Schutz der Kinder". Das hat Ilse Falk (CDU), die Vizechefin der christsozialen Bundestagsfraktion, am 16. Februar 2009 in Berlin erklärt. "Ihre Blockade gefährdet auch nicht das Grundrecht auf Kommunikation", sagte Falk.

Professor Hannes Federrath (Universität Regensburg) betonte dagegen bei der Expertenbefragung des Unterausschusses Neue Medien des Deutschen Bundestages die Nutzlosigkeit adressbezogener und DNS-Sperren. Sogar Jürgen Maurer, Direktor beim Bundeskriminalamt, der jede Form der Sperrungen befürwortet, räumte ein, dass Internetsperren allenfalls Zufallsbekanntschaften mit Kinderpornografie auf Servern im Ausland verhindern könnten.

Man müsse den Kampf gegen Kinderpornografie mit allen Mitteln führen, legte Guido Brinkel vom Bitkom bei dem Anlass dar. Er brachte aber auch Befürchtungen zum Ausdruck, dass einmal errichtete Internetsperren auch "Begehrlichkeiten wecken könnten, diese gegen Urheberrechtsverstöße und Glücksspiel einzusetzen".

Bernd Carstensen, Sprecher des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK), hatte im Interview mit Golem.de eine bessere technische Ausstattung zur Identifizierung von Täter und Opfer und Ausbildung und Einsatz von mehr spezialisierten Internetfahndern und Kinderporno-Ermittlern in der Kriminalpolizei gefordert. Experten treten zudem dafür ein, den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie weltweit unter schwerste Strafen zu stellen und den Verfolgungsdruck massiv zu verstärken. In fast der Hälfte aller Staaten ist das gegenwärtig nicht der Fall.

Die SPD-Medienexperten Monika Griefahnn und Jörg Tauss hatten ebenfalls in Zweifel gezogen, ob Zugangserschwernisse oder Sperrverpflichtungen geeignete Mittel seien. Sperrungen allein, die nicht Teil einer "Gesamtstrategie" zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt sind, seien "nur ein Schritt, der für sich allein zu kurz gesprungen ist", kritisierten die Abgeordneten.


frank der rächer 21. Mär 2010

mich stört es schon lange wie blöde menschen sein können,jahrhunderte wurden menschen bei...

Wilfried Steinmayr 28. Feb 2009

Wie es dem informierten Bürger immer wieder auffällt ist der "alte Zirkel" der unser...

Burkhard Tomm... 22. Feb 2009

Hallo, bis jetzt hab` ich mich ja nicht so arg aufgeregt. Das kommt ehrlich gesagt...

Leberwurst2 21. Feb 2009

Ist nicht von _mir_ .... Neee .... _EINER_ der TROLLE hat jetzt diesen nick .... mein...

Leberwurst 20. Feb 2009

Das höre ich gerne finde auch das du gut argumentierst :-) Danke habe ich gerade gemacht

Kommentieren


hep-cat.de / 16. Feb 2009

Access Blocking

Andreas’ Journal / 16. Feb 2009

CDU diffamiert Zensurgegner

campino2k / 16. Feb 2009

Dumm und gefährlich

datenhafen / 16. Feb 2009

Geht gegen Serverbetreiber vor!

Poofy's personal blog and site / 16. Feb 2009

Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.



Anzeige
  1. SAP BW Business Analyst (m/w)
    Fresenius Medical Care Asia-Pacific Limited, Hong Kong (China)
  2. SAP-Entwickler (m/w)
    WIEGEL Verwaltung GmbH & Co KG, Nürnberg
  3. Prüfer/-in für die IT-Revision
    Kreissparkasse Tübingen, Tübingen
  4. Leiter Bereich IT (m/w)
    Barmherzige Brüder Trier e.V., Koblenz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  2. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  3. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  4. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  5. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  6. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  7. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  8. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1

  9. Samsung

    Mehr als 10 Millionen Galaxy S4 in Rekordzeit verkauft

  10. Drosselung

    Piratenchef fordert Verstaatlichung der Netze der Telekom



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphones: Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei
Smartphones
Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei

Im ersten Quartal 2013 wurden erstmals mehr Smartphones mit Windows Phone als mit der Blackberry-Plattform verkauft, berichten die Marktforscher von IDC. Damit widersprechen sie den Analysen von Gartner, die Blackberry weiter auf dem dritten Platz sehen.

  1. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  2. Snapzoom Mit dem Smartphone durchs Fernglas gucken
  3. Handymarkt Über ein Viertel aller verkauften Handys sind von Samsung

Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
XPS 10 und Surface
Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter
  3. Windows-Tablet Microsoft wird neue Surface-Serie ankündigen

Zum Artikel