Debian 5.0: Ein erster Blick auf Lenny

Grafische Paketverwaltung
Debian wirkt dem Problem zudem aktiv entgegen. Mit Lenny nimmt auch das Debian-Volatile-Projekt ganz offiziell seine Arbeit auf. Volatile bietet Updates für Software, die sehr schnell veraltet, etwa Spamfilter und Virenscanner. So sollen Administratoren mit Debian Stable arbeiten können und dennoch alle Änderungen erhalten, damit solche Programme funktionsfähig bleiben. Funktionale Änderungen oder veränderte Konfigurationen soll es nicht geben.
Systeminterna
Im Kern basiert Debian nun auf dem Kernel 2.6.26 und enthält jetzt auch die Virtualisierungslösung KVM. Xen ist auch weiterhin verfügbar, jetzt in der Version 3.2.1. Außerdem findet sich NTFS-3G in Debian, womit Lese- und Schreibzugriff auf NTFS-Partitionen möglich ist. Auf Notebooks ist Frequency Scaling automatisch aktiv. Als X-Server kommt X.org 7.3 zum Einsatz - aktuell ist X.org 7.4. Die enthaltene X.org-Variante verbessert die automatische Konfiguration des X-Servers und unterstützt bei einigen Intel- und ATI-Chipsätzen RandR 1.2, um beispielsweise automatisch die richtige Auflösung festzulegen. Die Glibc ist in der Version 2.7 enthalten.
Da Debian GNU/Linux gern auf Servern eingesetzt wird, bringt auch die Version 5.0 Anwendungen für diesen Einsatzbereich mit. Exemplarisch seien der Webserver Apache 2.2.9 und das Datenbanksystem MySQL 5.0.51a genannt. Apache 1.x ist in der aktuellen Debian-Version nicht mehr zu finden. PostgreSQL liefert Debian in der Version 8.3 mit, das Serverüberwachungssystem Nagios in der Version 3, was die Entfernung der Version 2 zur Folge hatte. Als System-Log-Daemon wird jetzt Rsyslog genutzt.
Entwickler können auf den GCC 4.3 und Perl 5.10 zurückgreifen. Das enthaltene PHP 5.2.6 wurde mit dem Suhosin-Hardening-Patch versehen. Andere Pakete in Debian wurden mit den GCC-Hardening-Funktionen erstellt, um das System sicherer zu machen. Zudem ist Python 2.5 jetzt der Standard-Python-Interpreter. Die Versionen 2.6.x und 3.0 finden Python-Programmierer nicht in Debian.

Alternative Oberfläche: LXDE
Debian 5.0 erscheint ohne Unterstützung für den Kernel 2.4.x und nicht mehr für die Sparc32-Architektur. Damit steht Lenny für insgesamt zwölf Prozessorarchitekturen von x86 beziehungsweise x64 bis hin zu zSeries-Mainframes zur Verfügung.
Fazit:
Das Debian-Projekt hält an seinen Werten fest. Wie bisher ist die neue Stable-Variante darauf ausgelegt, ein stabiles und ausführlich getestetes System zu bieten. Das zeigt sich schon an der Entscheidung, das ältere KDE 3.5 anstelle des weniger getesteten KDE 4.x mitzuliefern. Auch wenn der OpenSSL-Fehler in Debian am Ruf der Distribution gekratzt hat, wird das System diesem Anspruch noch immer gerecht.
Durch teilweise aktuelle Softwareauswahl und einen einfachen Installer ist Lenny auch für Einsteiger attraktiv. Wer allerdings neuere Software und regelmäßige Updates auf neue Versionen sucht, sollte zu einer anderen Distribution greifen - oder als erfahrener Nutzer den Debian-Testing-Zweig verwenden. Ihre Stärken spielt die Distribution auch weiterhin vor allem im Serverbereich aus.
Debian GNU/Linux 5.0 steht per Bittorrent, Jigdo und HTTP zum Download bereit. Neben kompletten CD- und DVD-Sätzen gibt es auch Images, um die Distribution über das Netzwerk zu installieren. Eine Live-CD gibt es ebenfalls.






nein, apt-get upgrade funktioniert bei weitem nicht so gut wie einige Spinner immer...
Äh ... mit Fedora ist jeder, der "immer das neueste" haben will TOTAL verloren. Die...
Fakt ist, dass SuSe schon immer ein anfängerfreundliches Linux war und ist, selbst der...
ich fand meinen Ansatz besser http://forum.golem.de/read.php?30614,1641139,1641139#msg...
Heitmann unser im Golemforum, geheiligt werde dein getrolle. Dein Reich komme. Dein...
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