Abo
  • Services:
Anzeige

Welchen Datenschutz braucht die Informationsgesellschaft?

Eine Konferenz in Berlin sucht Antworten

Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, halten ganz andere Daten für persönlich und schützenswert als die Generation ihrer Eltern. Wie muss Datenschutz im 21. Jahrhundert aussehen? Verbraucherschützer und IT-Branchenvertreter, Unidozenten und Blogger haben zwar Ideen, aber keine Lösung.

Am Ende bleibt Ratlosigkeit. Auf die Frage nach der Zukunft des Datenschutzes in der Informationsgesellschaft konnte auf der Konferenz "Datenschutz in der Informationsgesellschaft", die nach 2008 gestern zum zweiten Mal in Berlin stattfand, niemand eine mehrheitsfähige Antwort geben. Nicht die Amtsträger des Datenschutzes, nicht die Politiker, Google nicht und auch nicht die Internetaktivisten.

Anzeige

Konsensfähig war allenfalls die Einschätzung des Datenschutzexperten Alexander Roßnagel von der Universität Kassel, dass der Datenschutz in einer "strukturellen Krise" steckt. Das bundesdeutsche Datenschutzrecht reflektiere die Datenverarbeitung der 1970er Jahre, nicht des Internetzeitalters. Die Rahmenbedingungen änderten sich schneller als der Gesetzgeber die Regularien anpassen könne.

Darüber, wie dieser Krise zu begegnen sei, gingen die Meinungen weit auseinander. Alexander Roßnagel und Thilo Weichert vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) möchten gemeinsam mit den Verbraucherzentralen am Leitmotiv der informationellen Selbstbestimmung festhalten. Roßnagel plädierte für einen allumfassenden Ansatz: "Datenschutz muss überall und jederzeit wirken." Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei das neu im Bundesdatenschutzgesetz verankerte Datenschutzaudit.

Nichts weniger als eine Revolution

Dieter Kempf vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) sprach sich dagegen für nicht weniger als eine Revolution im Datenschutz aus. Das Bundesdatenschutzgesetz gleiche einem "juristischen Museum" und sei nicht zukunftsfähig. Ein ganz neuer Ansatz ist laut Kempf nötig. Und er hatte auch gleich einen Vorschlag parat: Künftig sollten Daten nicht mehr nach dem Zweck ihrer Erfassung, sondern nach ihrem Inhalt klassifiziert und nach einem abgestuften Opt-in-/Opt-out-Modell behandelt werden.

Personenbezogene Daten wie die individuelle Schuhgröße könne ruhig jeder wissen, findet Kempf. Und auch eine Grippe müsse doch nicht geheim gehalten werden. Anders sei es hingegen mit der Information, dass jemand regelmäßig ein bestimmtes Medikament einnehmen muss. Diese Information sollte in der Regel von der Werbewirtschaft nicht frei gehandelt werden dürfen, es sei denn, der oder die Betroffene hätte per Opt-in-Erklärung eingewilligt.

Zugleich warnte Kempf die Politik angesichts der nicht enden wollenden Datenskandale in der Wirtschaft vor Aktionismus. Die Politik dürfe in ihrem Bestreben, Verbraucher vor Datenmissbrauch zu schützen, "nicht über das Ziel hinausschießen".

Welchen Datenschutz braucht die Informationsgesellschaft? 

eye home zur Startseite
spanther 12. Feb 2009

Das glaubst aber auch nur du :D Dann müssen die nämlich wie Drogenhändler extreme Panik...

2laky 12. Feb 2009

Es gibt zwar Gesetze gegen den Missbrauch von Daten, aber keine Gesetze, die dir das...

Alex Keller 12. Feb 2009

Der User/Benutzer deklariert seine Informationen mit einem "Wasserzeichenstempel", der...

Datenschützer-XYZ 11. Feb 2009

(k.T.)

Datenschützer-XYZ 11. Feb 2009

Datenschutz ist nicht "veraltet". Nur weil ein höheres Wirtschaftliches Interesse...


Petes Fachinformatrix / 12. Feb 2009

Wie sieht neuer Datenschutz aus?



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Karlsruhe
  2. über JobLeads GmbH, Wuppertal
  3. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, München, Frankfurt/Main


Anzeige
Top-Angebote
  1. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Xbox One Special Edition Controller je 37,00€, Game of...
  2. für je 11,99€
  3. 22,46€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  2. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  3. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen


  1. Project Mortar

    Mozilla möchte Chrome-Plugins für Firefox unterstützen

  2. Remedy

    Steam-Version von Quantum Break läuft bei Nvidia flotter

  3. Videostreaming

    Twitch Premium wird Teil von Amazon Prime

  4. Dark Souls & Co.

    Tausende Tode vor Tausenden von Zuschauern

  5. Die Woche im Video

    Grüne Welle und grüne Männchen

  6. Systemd.conf 2016

    Pläne für portable Systemdienste und neue Kernel-IPC

  7. Smartphones und Tablets

    Bundestrojaner soll mehr können können

  8. Internetsicherheit

    Die CDU will Cybersouverän werden

  9. 3D-Flash-Speicher

    Micron stellt erweiterte Fab 10X fertig

  10. Occipital

    VR Dev Kit ermöglicht Roomscale-Tracking per iPhone



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Canon vs. Nikon: Superzoomer für unter 250 Euro
Canon vs. Nikon
Superzoomer für unter 250 Euro
  1. Snap Spectacles Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor
  2. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  3. Bildbearbeitungs-App Prisma offiziell für Android erhältlich

Autonomes Fahren: Die Ethik der Vollbremsung
Autonomes Fahren
Die Ethik der Vollbremsung
  1. Autonomes Fahren Komatsu baut Schwerlaster ohne Führerstand
  2. Postauto Autonomer Bus baut in der Schweiz einen Unfall
  3. Sebastian Thrun Udacity will autonomes Auto als Open-Source-Modell anbieten

Besuch bei Dedrone: Keine Chance für unerwünschte Flugobjekte
Besuch bei Dedrone
Keine Chance für unerwünschte Flugobjekte
  1. In the Robot Skies Drohnen drehen einen Science-Fiction-Film
  2. UTM Nokia lässt Drohnen am Flughafen steigen
  3. Project Wing Google fliegt Burritos aus

  1. Re: Na das sind Probleme: "du machst aber alles...

    JouMxyzptlk | 17:12

  2. Re: Das Spiel auf eigene Faust erkunden und die...

    JouMxyzptlk | 17:07

  3. Re: So eine Verschwendung von Steuergeldern

    divStar | 16:59

  4. Re: endlich wird's den deutschen autobauern mal...

    Ach | 16:52

  5. Re: Ein Beispiel woraus man lernen könnte

    RipClaw | 16:49


  1. 13:15

  2. 12:30

  3. 11:45

  4. 11:04

  5. 09:02

  6. 08:01

  7. 19:24

  8. 19:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel