Infineon investiert 17 Millionen Euro in Ungarn

Ausbau des Backend-Werkes für elektronische Bauteile mit Staatshilfe

Der angeschlagene Chiphersteller Infineon baut sein Backend-Werk für elektronische Bauteile im ungarischen Cegléd aus. Bis 2012 sollen dort 17 Millionen Euro investiert werden, so das Unternehmen. Das ungarische Wirtschaftsministerium subventioniert den deutschen Konzern mit 1,4 Millionen Euro.

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Infineon hat mit Vertretern des ungarischen Wirtschaftsministeriums einen Vertrag unterzeichnet, laut dem das Ministerium den Ausbau des dortigen Werkes mit 1,4 Millionen Euro fördert. Infineon will bis zum Jahr 2012 nach eigenem Bekunden rund 17 Millionen Euro in Gebäude und Fertigungsequipment investieren. Das Werk Cegléd stellt Standardleistungsmodule her, die in Wechselrichtern für Windkrafträder und Photovoltaik-Anlagen zum Einsatz kommen.

Bis zum Jahr 2012 hofft Infineon im Cegléder Werk das Fertigungsvolumen auf etwa 6 Millionen Stück jährlich zu verdoppeln. Gegenwärtig sind dort 470 Beschäftigte tätig, davon circa 290 in der Montage und Prüfung von IGBT-Modulen (Insulated Gate Bipolar Transistor). Bis ins Jahr 2012 sei geplant, die Anzahl der Beschäftigten in dem Bereich auf rund 500 zu erhöhen. Nach zehn Monaten Bauphase beginne ab April 2009 die Fertigung in den neuen Gebäuden im Cegléder Werk.

Hierzulande drohen Infineon unterdessen am 12. Februar 2009 Proteste vor der Hauptversammlung der Aktionäre in München. Die Tarifverhandlungen zwischen Infineon und der IG Metall waren gescheitert. Einen über sechs Monate gehenden Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen will die Geschäftsführung nicht unterzeichnen. Horst Lischka, Erster Bevollmächtigter der IG Metall München: "Die IG Metall war bereit, über Zugeständnisse zugunsten einer Beschäftigungssicherung zu verhandeln." Infineon habe dieses Angebot ausgeschlagen.

Der Elektronikkonzern war Mitte November letzten Jahres nach dem Tarifabschluss der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg aus dem bayerischen Arbeitgeberverband ausgetreten, um seinen Beschäftigten die Tariferhöhung nicht zahlen zu müssen.

Durch die hohen Verluste im Speicherchipbereich war das Eigenkapital des Konzerns im vergangenen Geschäftsjahr schon um über die Hälfte auf knapp 2 Milliarden Euro geschrumpft. Bis 2010 werden zudem zwei Anleihen im Wert von über 900 Millionen Euro zur Rückzahlung fällig und Kredite mit einem Volumen von 300 Millionen Euro müssen verlängert werden.


Kai B. 12. Feb 2009

Verhälst Dich jetzt aber nicht viel anders.

augenaufunddurch 11. Feb 2009

Deutsche Firmen? Wenn du von Größen (AG) wie Infineon sprichts, dann liegt die...

basta 11. Feb 2009

Ich wäre mir da nicht so sicher, ob die Frimen da wirklich so unterschiedlich sind...

Bedingungsloses... 11. Feb 2009

Bei der Lage würde ich mal übers Bedingungslose Grundeinkommen mit Mwst nachdenken...

Bouncy 11. Feb 2009

ach was, es wird in deutschland ungern in produktionsstandorte für industrielle...

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