Mark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten Feinde

Ein Gespräch mit dem Canonical-Chef

Linux soll hübscher werden, sagt Mark Shuttleworth. Mit seiner Firma Canonical arbeitet er daran, Ubuntu und Linux überhaupt für die Massen attraktiver zu machen. Mit Golem.de sprach er über Vorbilder für den Linux-Desktop und die Kritik an Canonical und Ubuntu.

Anzeige

Hinweis: Die in diesen Artikel eingebundenen Videos sind im englischen Original und in einer Version mit deutscher Übersetzung verfügbar.

Mark Shuttleworth
Mark Shuttleworth
Mark Shuttleworth möchte, dass Linux sich verbreitet. Doch dafür muss sich das System nicht nur leicht bedienen lassen, es muss auch gut aussehen. Auf der O'Reilly Open Source Convention 2008 (Oscon) hatte Shuttleworth dazu aufgefordert, Linux schöner zu machen. "Wir sind uns einig, dass freie Software in Bereichen wie Look & Feel, Style und Design verbessert werden muss", sagt Shuttleworth. Bei den Desktopprojekten wie KDE und Gnome finde man es derzeit sehr spannend, sich um Design zu kümmern und Freude an der Bedienung aufkommen zu lassen. Die nächste Ubuntu-Version 9.04 werde bereits erste Teile der 2008 angekündigten Arbeit enthalten.

"Aber es ist ein langer Weg zu einem richtig guten Nutzungserlebnis", räumt Shuttleworth ein. Momentan liefen unterschiedliche Aspekte dieser Arbeit getrennt voneinander ab. Dies müsse sich ändern, um allgemeingültige Designgrundsätze zu erarbeiten und den Free-Software-Desktop damit besser zu machen.

MacOS X als Vorbild
Auf der Oscon hatte Shuttleworth Entwickler und Designer aufgerufen, sich an MacOS X zu orientieren. "Es gibt Elemente in MacOS, die uns als gutes Beispiel dienen können". Apple sei sehr gut darin, Bildschirmplatz effizient auszunutzen - das sei auch einer der Leitsätze bei der Arbeit am Linux-Desktop: "Wie kann etwas, was auf kleinen Bildschirmen effizient ist, auch auf großen Displays nützlich bleiben?". Apple mache aber auch in anderen Bereichen vor, wie sich etwas gut lösen lässt. In der Open-Source-Welt sei zwar bereits gute Arbeit geleistet worden und die Techniken seien vorhanden. Es fehle aber die Designarbeit, die diese Techniken vereine.

KDE scheint hier im Vergleich zum Gnome-Projekt derzeit den innovativeren Part innezuhaben. Die KDE-Entwickler arbeiten daran, ihre Vorstellungen des modernen Desktops in KDE 4 umzusetzen und haben dabei mit vielem gebrochen, was die eigenen Nutzer gewohnt waren. Zumindest anfangs ging dieser große Schritt auch zulasten von Stabilität und Benutzerfreundlichkeit. KDE machte sich nicht nur Freunde. "Aber dieser gewagte Sprung erlaubt es ihnen, viele interessante Sachen auszuprobieren, durch die sich das System einfacher nutzen lässt", kommentiert Shuttleworth dieses Thema.

Dass Gnome in diesem Bereich dem Konkurrenten KDE hinterherhinkt, will er so aber nicht gelten lassen. Gnome habe eben lange einen evolutionären Ansatz verfolgt - im Unterschied zum revolutionären, den KDE mit dem Sprung von KDE 3.5 auf KDE 4 eingeleitet hat. Doch mittlerweile hat sich das Gnome-Projekt darauf geeinigt, an Gnome 3 zu arbeiten. Die neue Version werde die grundsätzliche Arbeitsweise mit dem Desktop verändern, sagt Shuttleworth voraus.

Mark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten Feinde 

Bachsau 10. Feb 2010

Ich denke wer beide Oberflächen aktiv verglichen wird, wird sehr schnell merken was KDE...

Bachsau 10. Feb 2010

Du wärst der letzte der wechselt. Weil du hier zwar Sprüche klopfen kannst, aber garnicht...

Bachsau 10. Feb 2010

Kauft euch Cedega.

Bachsau 10. Feb 2010

Und das macht es besser als bisher jede andere Distribution. Da kann ich nur sagen...

Blablablubb 01. Feb 2010

Usabilty hat aber was mit Schriftgrössenanpassung auf Bildschirmgrösse, Fokusverhalten...

Kommentieren


Hagmann's in Sevelen / 12. Mär 2009

Ubuntu Mark Shuttleworth Interview

Innenspur.de / 19. Feb 2009

Ubuntu muss geiler werden



Anzeige

  1. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg
  2. Senior System Architect (m/w)
    PAYBACK GmbH, Munich
  3. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  4. Entwicklungsingenieur (m/w) Systemarchitektur / Systems Engineering
    Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG, Überlingen am Bodensee

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  2. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  3. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  4. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  5. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  6. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  7. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  8. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  9. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  10. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO - Heartbleed und die Folgen: TLS entrümpeln
IMHO - Heartbleed und die Folgen
TLS entrümpeln

Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.

  1. Revocation Zurückziehen von Zertifikaten bringt wenig
  2. TLS-Bibliotheken Fehler finden mit fehlerhaften Zertifikaten
  3. Verschlüsselung E-Mail nur noch mit TLS

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel