Twitter-Grüße aus Bagdad

US-Abgeordneter twittert über geheime Reise in den Irak

Der republikanische Kongressabgeordnete Pete Hoekstra hat am Wochenende aus dem Irak getwittert. Das Problem: Der Besuch der Delegation des US-Repräsentantenhauses war streng geheim.

Anzeige

Pete Hoekstra, republikanischer Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus, war kaum aus dem Flugzeug ausgestiegen, da nahm er schon seinen Blackberry zur Hand und fing an, zu twittern. Er sei gerade gelandet, schrieb er, und freue sich, dass er zum ersten Mal vor Ort sein Smartphone nutzen könne. Er sei schon das elfte Mal hier.

Zwei Stunden später erfuhren seine Follower, dass er gerade mit dem Hubschrauber die grüne Zone erreicht hatte. Es scheine "ruhiger, weniger chaotisch als das letzte Mal hier", so sein erster Eindruck.

Das Pikante an den Twitter-Posts war, dass Hoekstra nicht aus dem Urlaub an einem exotischen Ferienort berichtete, sondern von der Dienstreise von Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses in die irakische Hauptstadt Bagdad. Aus Sicherheitsgründen war Stillschweigen über die Delegationsreise vereinbart worden. Nach Angaben von Congressional Quarterly wurden einige ausgewählte Medien über die Reise informiert, verpflichteten sich aber, erst darüber zu berichten, wenn die Abgeordneten den Irak wieder verlassen haben.

Dabei hätte es Hoekstra eigentlich besser wissen sollen: Er war früher Vorsitzender des House Permanent Select Committee on Intelligence, dem er bis heute als führendes Mitglied angehört - es handelt sich um den Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses.

Vor einigen Monaten noch hatte der Geheimdienst der US-Armee in einem Thesenpapier auf die Gefahren durch Dienste wie Twitter hingewiesen. Eines der darin entworfenen Szenarien lautete, Terroristen könnten den Twitter-Feed eines US-Soldaten abonnieren und so Informationen für spätere terroristische Aktionen sammeln.

In der Nacht zum Montag mitteleuropäischer Zeit macht sich Hoekstra wieder auf den Weg in die Heimat. Die Situation im Irak "verbessert sich signifikant", notierte er zufrieden, im Gegensatz zu der in Afghanistan, die Probleme aufwerfe. Viel zu besprechen, wenn ich am späten Montagabend nach Hause komme." Unter anderem wohl, wie ein Abgeordneter auf die Idee kommt, aller Welt von einer Reise zu berichten, die um seiner eigenen Sicherheit willen geheim gehalten werden soll.


huahuahua 17. Feb 2009

So oder so, es ist in jedem Fall völlig dämlich: - entweder die Amis haben das so...

Col. Jack O'Neill 10. Feb 2009

Ja man mag sich gar nicht vorstellen, was da rauskommen würde

moepus 09. Feb 2009

kt

Gwendoline 09. Feb 2009

..wie sich hier wieder eindrucksvoll gezeigt hat. Man will ja seine "Verfolger" bei Laune...

idiotimeinsatz 09. Feb 2009

einer von euch?

Kommentieren


Puhs Blog / 16. Feb 2009

Puh am Sonntag: neunte Ausgabe

Verdattert - Aus dem Gleichgewicht und wieder zurück! / 09. Feb 2009

Vertwittert - als hätte ich es geahnt



Anzeige

  1. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin
  2. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  3. Senior Consultant Reporting (m/w)
    b.telligent, München und Zürich
  4. SAP-Prozessexperte für Master Data, EHS & Label Management (m/w)
    BASF Coatings GmbH, Münster

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  2. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  3. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  4. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  5. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  6. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  7. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  8. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  9. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  10. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO - Heartbleed und die Folgen: TLS entrümpeln
IMHO - Heartbleed und die Folgen
TLS entrümpeln

Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.

  1. Bleichenbacher-Angriff TLS-Probleme in Java
  2. Revocation Zurückziehen von Zertifikaten bringt wenig
  3. TLS-Bibliotheken Fehler finden mit fehlerhaften Zertifikaten

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel