Catalyst 9.1: Bugfixes und Support für OpenGL 3.0

Neuer Grafiktreiber von AMD ohne die üblichen Spielebeschleunigungen

Gerade noch rechtzeitig hat AMD die Januarausgabe seiner Grafiktreiber für Radeon-Karten veröffentlicht. Leistungssteigerungen bei Spielen standen diesmal nicht auf dem Programm, stattdessen wurde nach Angaben des Herstellers OpenGL 3.0 für Windows und Linux vollständig umgesetzt.

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Da die Versionsnummern der Treiber für ATI-Karten dem Schema "Jahr.Monat" folgen, ist der Catalyst 9.1 recht spät erschienen. Bisher kamen die neuen Treiber meist zur Mitte des Monats auf die Downloadserver. Dass AMD diesmal länger brauchte, liegt offenbar an der Implementierung von Open GL 3.0. Wie das Unternehmen verspricht, enthalten sowohl die Treiber für Windows XP und Vista als auch für Linux eine vollständige Implementierung der neuen Grafikschnittstelle.

AMD listet in den Release Notes zwölf Extensions für OpenGL 3.0 auf, eine davon "GLSL 1.3". Das ist im eigentlichen Sinne keine Extension, sondern ein Hinweis darauf, dass die gleichnamige Shader-Sprache mit den neuen Treibern verwendet werden kann. Wie schon bei DirectX unterliegen Shader-Programme nun auch mit OpenGL weit weniger Beschränkungen, unter anderem können sie fast beliebig lang sein.

Die Release Notes verzeichnen diesmal nicht die gewohnten Leistungszuwächse bei Spielen. Für aktuelle Titel wie FallOut 3, FarCry 2 und GTA IV hatte AMD bereits mit einem Betatreiber zum Erscheinen von Nvidias GTX-295 einige Optimierungen erstellt. Diese sollen sich auch im Catalyst 9.1 befinden, sind bisher aber nicht dokumentiert.

Sehr wohl verzeichnet ist die Behebung einiger lästiger Bugs. So dauerte das Initialisieren des Grafiktreibers, sobald der Vista-Desktop erschienen ist, auf CrossFire-Systemen mit dem Catalyst 8.12 einige Sekunden. Der Rechner schien dabei abgestürzt zu sein, reagierte aber kurz darauf wieder.

Mit manchen Karten - die Modellnummern nennt AMD nicht - soll der Grafiktreiber auch beim Laden abgestürzt sein, wenn Vista64 mit mehr als 4 GByte RAM verwendet wurde. Andere beinahe antike Fehler wurden noch nicht behoben. So startet beispielsweise Doom3 nicht, wenn auf einem CrossFire-System Anti-Aliasing im Grafiktreiber eingeschaltet ist.

Auch die nicht quelloffenen Linux-Treiber von AMD beherrschen jetzt OpenGL 3.0. Sie funktionieren nach Angaben des Herstellers auch unter Ubuntu 8.10. Zudem lässt sich jetzt auch unter Linux Chipsatzgrafik mit einer gesteckten Karte gemeinsam zum Rendern nutzen, was AMD "Hybrid CrossFireX" nennt. Wie auch bei Nvidia ist diese Kopplung jedoch auf langsamere Karten begrenzt: Mit den Chipsätzen 780D und 780G kann nur eine Karte der Serien 2400 oder 3400 gekoppelt werden. Modernere Karten laufen mit diesen Chipsätzen zwar auch, aber nicht per CrossFireX.

Die neuen Treiber stehen für Windows XP, Vista, Vista64 sowie Linux auf den Downloadseiten von AMD zur Verfügung.


spanther 03. Feb 2009

Im Schnitt schon aber die Intel Chips haben ja auch weniger Leistung. Sie sind zudem...

nate 02. Feb 2009

Nur dass es ihnen nicht gelingt. nVidias und ATIs Chipsätze leisten bei gleichem...

DrAgOnTuX 02. Feb 2009

1. Sie verfolgen vielleicht nicht den selben Ansatz, möchten aber in den selben Markt...

wrtwrtwre 01. Feb 2009

Genau das meine ich. Alles was Shader 3 braucht schmiert hier nach ca. 30min ab. Ständig...

X-Ray 01. Feb 2009

wie kommste darauf, das keine agp karten mehr hergestellt werden ? du solltest mal...

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