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US-Studie: Computerspiele keine Ursache für Schulmassaker

Amerikanischer Forscher legt Metastudie über Gewalt und Computerspiele vor

Sobald es zu Schießereien an Schulen kommt, stehen gewalthaltige Computerspiele unter Generalverdacht. Ein amerikanischer Forscher hat Forschungen über den Zusammenhang von solchen Spielen und Gewalt im Leben in einer Metastudie ausgewertet.

Die Täter des Schulmassakers an der Columbine High School (1999) waren Fans des Ego-Shooters Doom. Seither spekulieren Politiker, Jugendschützer und Massenmedien insbesondere nach ähnlichen Tragödien, welchen Einfluss Computerspiele auf Jugendliche haben - und ob sie zu mehr Gewalt führen. Der amerikanische Verhaltenspsychologe und Kriminologe Christopher J. Ferguson von der Texas A&M International University hat nun im Rahmen einer Metastudie untersucht, was seine Forscherkollegen über die Ursachen von Schulmassakern herausgefunden haben.

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Nach Auffassung von Ferguson gibt es keine Studie, die Zusammenhänge zwischen Computerspielen und einigen der Tragödien nachweist, die immer wieder etwa an amerikanischen Schulen und Universitäten stattfinden. Der Forscher schreibt, insbesondere eine vom Secret Service durchgeführte Studie lege nahe, dass Attentäter sogar weniger Interesse für gewalthaltige Medien und Spiele gehabt hätten als typische amerikanische Jugendliche; allerdings weist Ferguson selbst darauf hin, dass bei nur 41 untersuchten Attentätern die Datenlage recht dünn ist.

Ferguson kommentiert seine Ergebnisse mit dem Hinweis, Politiker, Sozialwissenschaftler und Massenmedien hätten wohl Gründe, angesichts von Gewalt in Spielen so leicht in Hysterie zu verfallen. Schließlich sei die Auseinandersetzung mit den seiner Meinung nach wahren Ursachen schwierig und kontrovers, und viele Probleme seien nicht lösbar. Er kritisiert außerdem, dass viele derjenigen, die Spiele für problematisch im Hinblick auf Gewalt halten, zu alt seien, um sich in die untersuchten Zielgruppen hineinzuversetzen, und keine eigenen Erfahrungen mit der Rezeption von Spielen hätten.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit setzt sich Ferguson auch mit anderen Studien zum Thema "Computerspiele und Gewalt" auseinander. Er beschreibt kurz die beiden gängigen Forschungsmethoden: Zum einen ist das die experimentelle Methode, bei der etwa Studenten ein gewalthaltiges Spiel spielen und danach ihre Aggression gemessen wird. Zum anderen geht es um Studien, in denen Wissenschaftler Spieler befragen und ihr Verhalten auswerten. Beide Methoden, so Ferguson, hätten bislang keine eindeutigen Ergebnisse geliefert. Mal käme heraus, dass Computerspiele zu Gewalt im echten Leben führen, mal würden die Forscher keinen Zusammenhang oder sogar Hinweise darauf finden, dass gewalthaltige Titel Aggressionen abbauen.


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ReginaW 12. Jul 2009

Herr Pfeiffer bekommt sein Geld von der Bundesregierung.

Trinova 27. Jan 2009

Danke erstmal fuer den Link. Ist schoen zu lesen wenn sich mal wer ernsthaft damit aus'n...

IT-Freud 27. Jan 2009

Genau richtig. Nur dass die Gewalt eben auch in einem Computerspiel geschehen kann. Aber...

huahuahua 27. Jan 2009

Schuld an den Massakern ist weder die Spieleszene, noch sind es Actionfilme, was ich mir...

wand 27. Jan 2009

Zitat: "Das eine Institut macht hü, das andere hott. Da weiss man ja gar nicht mehr, was...



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