Abo
  • Services:
Anzeige

1.250 "Porno"-Websites in China geschlossen

Chinesische Kampagne gegen schädliche Inhalte geht weiter

Chinas Behörden haben im Zuge der seit Anfang Januar 2009 laufenden Kampagne gegen unzüchtige Inhalte mehr als 1.200 Websites geschlossen. Nicht alle sind jedoch pornografisch. Grund für die Kampagne ist nach Angaben der Behörden der Schutz der Jugendlichen.

Kurz vor dem Beginn des neuen Mondjahres haben die chinesischen Behörden noch einmal ihren Willen bekräftigt, gegen schädliche Inhalte im Internet vorzugehen, berichtet die offizielle Nachrichtenagentur Xinhua. "Zügellose Pornografie und unzüchtige Inhalte im Internet sind für Jugendliche schädlich. Wir handeln als Antwort auf öffentliche Beschwerden", begründete Liu Zhengrong, stellvertretender Leiter der Internetabteilung des Staatsrats, die Haltung der Behörden. Zu unzüchtigen Inhalten rechnen die Behörden auch Gewalt, Verleumdungen oder andere Informationen, die den Anstand verletzen.

Anzeige

Die Behörden hatten Anfang des Monats eine Kampagne gegen Pornografie und andere vulgäre Internetinhalte ausgerufen. Sie richteten ihre Aufmerksamkeit zunächst auf 19 Angebote, darunter die Suchmaschinen Baidu und Google sowie die drei großen chinesischen Webportale Sohu, Sina und Netease. Sie beschuldigten diese, Nutzern den Zugang zu anstößigen Inhalten zu ermöglichen.

Dabei blieb es aber nicht. Inzwischen haben die Behörden in China 1.250 als illegal bezeichnete Websites geschlossen und laut dem Auslandsrundfunk Radio China International "über 3,3 Millionen gesetzwidrige Angaben im Internet gelöscht". In diesem Zusammenhang wurden auch 41 Personen verhaftet. Insgesamt hat das China Internet Illegal Information Reporting Center (CIIIRC) seit Beginn der Kampagne nach eigenen Angaben 18.000 Beschwerden über pornografische oder andere schädliche Inhalte erhalten.

"Die Kampagne hat das einzige und klare Ziel, das Internet zu säubern und es für die Kinder sicher zu machen", sagte Liu auf der Pressekonferenz. Als ihn ein Freund kürzlich gefragt habe, ob es sicher sei, wenn sein zwölfjähriger Sohn im Internet surfe, habe er sich geschämt, so Liu weiter. "Ich versicherte ihm, dass wir über die Feiertage nicht ruhen werden, damit alle ängstlichen Eltern beruhigt sein können." Am 26. Januar 2009 beginnt das Jahr des Büffels. Das Neujahrsfest nach dem traditionellen Mondkalender ist das größte Fest des Landes, zu dem Millionen Menschen zu ihren Familien fahren.

China hatte laut China Network Information Center (CNNIC) Ende Dezember 2008 298 Millionen Internetnutzer. Die Zahl der Nutzer ist gegenüber dem Vorjahr um knapp 42 Prozent gewachsen. Über 108 Millionen von ihnen sind Jugendliche unter 19 Jahren.

Allerdings scheint es, dass Chinas Behörden mit sauberem Internet nicht nur ein Netz ohne Pornografie meinen. So wurde etwa nach dem Bericht der Bürgerrechtsorganisation Global Voices auch die Blogplattform Bullog.cn geschlossen. Die Behörden begründeten die Maßnahme damit, dass auf Bullog viele negative Kommentare zu aktuellen Ereignissen veröffentlicht worden seien. Mitte Dezember 2008 war bekanntgeworden, dass Behörden wieder mehr Websites zensieren, darunter auch eine Reihe chinesischsprachiger Angebote westlicher Medien.

Die Zensurmaßnahmen dürften mit der schwierigen aktuellen Lage zusammenhängen. Durch die Rezession verlangsamt sich das chinesische Wirtschaftswachstum, das das Land dringend braucht. Wenn die Wirtschaft nicht mehr wie bisher wächst, könnten Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit politische Unruhen auslösen, die wiederum die Entwicklung des Landes bremsen.

Zudem gibt es 2009 zwei wichtige Jubiläen: Die Volksrepublik China feiert am 1. Oktober ihr 60-jähriges Bestehen. Am 4. Juni jährt sich zum 20. Mal die Niederschlagung der Studentenproteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Experten erwarten deshalb, dass die chinesischen Behörden in nächster Zeit eher noch strenger zensieren werden.


eye home zur Startseite
EDDIE75 24. Okt 2009

hi leute , ich möchte aus meiner sicht mal gerade diese dinge schildern . vor ab zu mir...

DerSam 02. Apr 2009

Das ist richtig, aber der Zugang zum Internet (zumindest zuhause) kann nur durch eine...

Der Kaiser! 28. Jan 2009

Sicher? Wie sehen die Langzeitwirkung von zu viel Masturbation aus?

Werwiewas 27. Jan 2009

Genau aus diesem Grund konsumiert betreffende Bevölkerungsschicht auch Pornos zur...

Herb 26. Jan 2009

Nur hässliche und/oder frigide Frauen haben Angst vor Pornos. Weiß man(n). Übrigens...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Hanseatisches Personalkontor Bodensee, Raum Konstanz/Bodensee
  2. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  3. Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt
  4. T-Systems on site services GmbH, Leinfelden-Echterdingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 199,00€
  2. 0,90€
  3. 3 Monate gratis testen, danach 70€ pro Jahr

Folgen Sie uns
       


  1. Spionage im Wahlkampf

    Russland soll hinter neuem Hack von US-Demokraten stecken

  2. Comodo

    Zertifikatsausstellung mit HTML-Injection ausgetrickst

  3. Autonomes Fahren

    Mercedes stoppt Werbespot wegen überzogener Versprechen

  4. Panne behoben

    Paypal-Lastschrifteinzug funktioniert wieder

  5. Ecix

    Australier übernehmen zweitgrößten deutschen Internetknoten

  6. Die Woche im Video

    Ab in den Urlaub!

  7. Ausfall

    Störung im Netz von Netcologne

  8. Cinema 3D

    Das MIT arbeitet an 3D-Kino ohne Brille

  9. AVM

    Hersteller für volle Routerfreiheit bei Glasfaser und Kabel

  10. Hearthstone

    Blizzard feiert eine Nacht in Karazhan



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Verbindungsturbo: Wie Googles Rack TCP deutlich schneller machen soll
Verbindungsturbo
Wie Googles Rack TCP deutlich schneller machen soll
  1. Black Hat 2016 Neuer Angriff schafft Zugriff auf Klartext-URLs trotz HTTPS
  2. Anniversary Update Wie Microsoft seinen Edge-Browser effizienter macht
  3. Patchday Microsoft behebt Sicherheitslücke aus Windows-95-Zeiten

Headlander im Kurztest: Galaktisches Abenteuer mit Köpfchen
Headlander im Kurztest
Galaktisches Abenteuer mit Köpfchen
  1. Hello Games No Man's Sky braucht kein Plus und keine Superformel
  2. Hello Games No Man's Sky droht Rechtsstreit um "Superformel"
  3. Necropolis im Kurztest Wo zum Teufel geht es weiter?

Elementary OS Loki im Test: Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein
Elementary OS Loki im Test
Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein
  1. Linux-Distribution Ubuntu diskutiert Ende der 32-Bit-Unterstützung
  2. Dells XPS 13 mit Ubuntu im Test Endlich ein Top-Notebook mit Linux!
  3. Aquaris M10 Ubuntu Edition im Test Ubuntu versaut noch jedes Tablet

  1. Re: Sind die Nutzer alle zu Blöd den "Downloads...

    KrasnodarLevita... | 02:29

  2. Re: Zu Teuer (wie immer)

    HagbardCeline | 01:48

  3. Re: Sind 31000 ¤ jetzt viel oder wenig?

    DonDöner | 01:35

  4. Re: Das beste an Win7 gibts nicht mehr in Win10

    slead | 01:22

  5. Re: Der einzige Grund für einen Telekom Vertrag

    quineloe | 01:13


  1. 14:22

  2. 13:36

  3. 13:24

  4. 13:13

  5. 12:38

  6. 09:01

  7. 18:21

  8. 18:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel