Interview: Elektromotoren sind geil
Golem.de: Eines dieser Projekte ist Better Place. Ist der Mindset dafür geeignet?
Tumminelli: Grundsätzlich ja. Wir freuen uns über jedes Projekt im Bereich Elektromobilität, da es hilft, das Bewusstsein für die Machbarkeit zu fördern. Aber derzeit verfolgt jedes eine eigene Philosophie. Bei Better Place könnte der Akkutausch ein kleines Problem darstellen. Der Akku ist eine hochwertige und sensible Komponente des Automobilbaus. Seine Qualität spielt für die Leistung des Elektroautos eine wahrnehmbare Rolle. Wenn ein Fahrer, der sehr sorgfältig mit Auto und Akku umgeht, zur Tauschstation kommt und dort einen Akku erhält, der nicht so gut behandelt wurde, merkt er den Unterschied sofort. Es ist fraglich, ob ein Fahrer bereit ist, einen so wichtigen Bestandteil seines Autos mit anderen zu tauschen.

Mindset
Größeres Potenzial sehen wir bei den Berliner Projekten von RWE und E.ON, da sie eine offene Infrastruktur schaffen, die mit jedem Auto und jeder Batterie genutzt werden kann. Wir unterstützen offene Standards, weil wir glauben, dass ihnen die Zukunft gehört.
Marktnische oder Markteroberung
Golem.de: Sie treten gegen riesige Unternehmen an. Wie wollen Sie sich auf dem Markt gegen die großen Automobilhersteller behaupten?
Tumminelli: Wir wollen uns gar nicht behaupten, sondern gehen das ganz in Ruhe an. Wir hoffen, in fünf Jahren 50.000 Autos zu verkaufen. Damit können wir die großen Hersteller nicht angreifen. Was sind für VW schon 10.000 Autos im Jahr?
Natürlich ist der finanzielle Return im unternehmerischen Sinne wichtig. Aber uns ist es auch wichtig, auf den Markt zu kommen und den Paradigmenwechsel zu unterstützen.

Mindset
Das ist eine strategische Frage. Wir schaden der Automobilindustrie damit nicht, und ich glaube auch nicht, dass sie uns behindern will. Wenn ich im Vorstand von einem der großen Hersteller säße, würde ich möglicherweise die Jungs von Mindset beobachten, ihnen sogar bei ihrem Projekt helfen. Und wenn das dann richtig gut läuft, dann würde ich das Unternehmen kaufen. Das ginge aber auch schon heute, wir sind offen für Kooperationen.
Golem.de: Warum bauen die großen Hersteller Elektroautos nicht selbst?
Tumminelli: Sie könnten schon, aber sie wollen nicht wirklich. Hersteller wie Toyota oder VW rechnen in Stückzahlen von Hundertausenden oder Millionen. Die Akkutechnik ist aber im Moment noch nicht so weit, dass es ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis für solche Stückzahlen gibt.
Ein anderer Grund ist ein kultureller: Die Kompetenz der Automobilhersteller ist Motorenkompetenz. Die Automobilindustrie lebt vom Motorenbau. Das bedeutet für die Hersteller aber, in dem Moment, wo sie umstellen auf Elektroautos, müssen sie nicht nur ihre Fahrzeuge, sondern auch ihre Vorstände verändern. Letzteres dürfte sehr viel schwieriger sein.
Dazu kommt, dass die Elektroautos weitgehend wartungsfrei sind. Es reicht, ab und zu die Bremse zu kontrollieren. Alles andere lässt sich mit dem Laptop erledigen. Das Auto muss also nicht mehr jedes Jahr in die Inspektion. Das ist ein neues Geschäftsmodell für die Hersteller, die über ihre Vertragshändler mit der Wartung der Autos Geld verdienen.
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Hallo zusammen, sammelt hier jemand schöne, alte Elektromotore? Tolle Raritäten und...
Ihr seid zu faul.
Ah, da sind wieder etliche Schlaumeier unterwegs,die das Geschwafel vom sauberen...
Dafür ist es im Vergleich zu dem was im Kohlekraftwerk an CO2 emittiert wird sehr wenig...
Wieso wird immer wieder behauptet, Atomkraftwerke wären umweltfreundlich? Nur weil sie...
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