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Onlineanmeldung für USA-ReisenAb heute müssen sich USA-Reisende online für die Reise registrieren
Die digitale Anmeldung über das elektronische Reisegenehmigungssystem (Electronic System for Travel Authorization, ESTA) soll die grünen Karten, die Reisende früher im Flugzeug ausfüllen mussten, ersetzen.
Der Reisende muss Personendaten wie Name, Adresse und Geburtstag sowie Daten seines Reisepasses angeben. Zudem wollen die US-Behörden wissen, welchen Flug der Reisende nimmt und wo er in den USA unterkommt. Die beiden letzteren Angaben sind allerdings freiwillig. Schließlich muss der Reisende die Fragen beantworten, die auch schon auf der grünen Karten gestellt wurden: Ob er drogenabhängig ist, an einer ansteckenden Krankheit, etwa einer Geschlechtskrankheit, Tuberkulose oder Lepra, leidet, vorbestraft, Terrorist, Spion oder Naziverbrecher ist, ob er einem US-Bürger das Sorgerecht für ein Kind verweigert hat oder ob ihm früher schon einmal die Einreise in die USA verweigert wurde. Das System gleicht die Personalien "mit den relevanten Datenbanken der Strafverfolgungsbehörden" ab. Die Überprüfung dauert laut US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) im Normalfall nur einige Sekunden. Das System kann die Einreise genehmigen, ablehnen oder bearbeiten. Im letzteren Fall muss der Antragsteller sich bis zu drei Tage gedulden, bis er das Ergebnis der Prüfung auf der Website abrufen kann. Verweigert das im Juli 2008 vorgestellte Programm hingegen die Einreise, muss der Antragsteller ein Visum für die Reise in die USA beantragen. Allerdings bedeutet von ESTA angenommen zu werden nicht, dass der Reisende tatsächlich die USA betreten darf. Die Genehmigung berechtige "lediglich zur visumfreien Anreise in die Vereinigten Staaten". Über die Einreise entscheide ein Beamter der Zoll- und Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection), der den Reisenden "gemäß dem Programm für visumfreies Reisen (Visa Waiver Program) oder aus jedem anderen Grund nach geltendem US-Recht für nicht einreiseberechtigt befinden kann". Der ESTA-Antrag ist laut DHS zwei Jahre gültig und kann bei einer erneuten Einreise in die USA aktualisiert werden. Der Reisende muss den Antrag auch nicht selbst ausfüllen, sondern kann einen Dritten damit beauftragen. Die Anträge können jederzeit vor Antritt der Reise gestellt werden. Das DHS rät jedoch dazu, "den Antrag so früh wie möglich zu stellen". Wer den Antrag nicht ausfüllt, dem drohen im besten Fall "Verzögerungen bei der Grenz- und Zollabwicklung", im schlimmsten die Verweigerung der Einreise, und das nicht erst in den USA selbst: Der Reisende könne laut DHS bereits am Betreten des Flugzeugs gehindert werden. Die Daten bleiben laut DHS "für die Dauer der jeweiligen ESTA-Genehmigung aktiv". Das sind im Normalfall zwei Jahre, oder entsprechend kürzer, wenn der Reisepass vorher abläuft. Anschließend speichert das DHS die Daten für ein weiteres Jahr im Ministerium und weitere zwölf Jahre in einem Archiv. Derzeit ist die Nutzung von ESTA kostenlos. Allerdings sei es möglich, dass in Zukunft eine Gebühr für die Nutzung erhoben werde, so das DHS. (wp)
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