Web statt Windows

Anzeige

Wozu das Ganze?

Das Web wandelt sich. Stand früher die Anzeige von Inhalten im Vordergrund, wird das Web und damit der Browser zunehmend zur Plattform für Applikationen. Diese laufen unabhängig vom Betriebssystem, stehen an jedem Rechner mit allen Daten bereit und können darüber hinaus offline genutzt werden. Das Betriebssystem rückt dabei in den Hintergrund, es ist egal, ob Windows, MacOS X oder Linux läuft - etwas, das Microsoft sicher weniger gefällt. Noch steht diese Entwicklung am Anfang, verschiedene Ansätze konkurrieren miteinander oder ergänzen sich.

Da sind zum einen Lösungen, um Web und Desktop miteinander zu verschmelzen - von eher proprietären Ansätzen wie AIR oder Silverlight bis hin zu offenen wie Prism oder Titanium, die eher einen Browser mit Desktopanbindung darstellen.

Social Networks, allen voran Facebook und Initiativen wie OpenSocial, stellen zudem einen Container für webbasierte Applikationen zur Verfügung, die die Brücke zu Nutzerdaten und den Kontakten der Nutzer schlagen. Mit Initiativen wie Facebook Connect oder Googles Friend Connect bleiben Applikationen dabei nicht auf die großen Seiten als Container beschränkt, jede Website kann nun Applikationen beherbergen und Nutzer miteinander vernetzen.

Während Facebook mit mittlerweile 140 Millionen aktiven Nutzern einen zentralistischen Ansatz hat, setzen andere auf Zusammenarbeit und offene Protokolle als Basis einer dezentralen Infrastruktur, beispielsweise OpenID und OAuth, die 2008 zahlreiche neue Unterstützer fanden. Auch Yahoo mischt hier kräftig mit und versucht sich neu zu erfinden, was sich unter anderem im Y!OS niederschlägt, einer Art Betriebssystem für das Web.

Das bedeutet nicht, dass Desktopapplikationen in den kommenden Jahren verschwinden. Es entwickelt sich eine neue, reichweitenstarke Plattform für komplexe Anwendungen, die durchaus in Konkurrenz zu Microsoft Windows steht. Das Betriebssystem stellt in diesem Szenario nur noch grundlegende Funktionen bereit, auf denen ein Browser aufsetzt.

In einigen Bereichen hat sich das Web als Anwendungplattform längst einen festen Platz erkämpft. Ein gutes Beispiels dafür ist das Thema Webmail, das bei vielen Nutzern schon seit Jahren den lokalen E-Mail-Client ersetzt. Zudem sind im Unternehmensumfeld in den vergangenen Jahren viele Anwendungen in den Browser gewandert.

Natürlich gilt dies nicht für jede Form von Anwendung. Aber für typische Office-Applikationen, erst recht für den Heimgebrauch, für die elektronische Steuererklärung und heimische Finanzverwaltung, für die Verwaltung der eigenen Fotosammlung samt Bearbeitungsfunktionen, für Lernsoftware und so manches Spiel könnte das Web die bessere Plattform sein.

 Web statt Windows

martinval 14. Jan 2009

Aber das ist doch völlig subjektiv. Wie jeder eben will. Und wenn ich die Programmlogik...

tomtom 07. Jan 2009

Mit Zunahme von Netbooks und Co. wird auch die Akzeptanz für Online-Anwendungen steigen...

firlefranz 06. Jan 2009

blabla

@ 06. Jan 2009

k.T.

flo.gessner 06. Jan 2009

Die Idee Desktop Anwendung in Web Anwendungen zu migrieren oder bei Neuentwicklung auf...

Kommentieren


zahlenzerkleinerer / 05. Jan 2009

Das Web statt Betriebssystem



Anzeige
  1. Experte Business Intelligence - MicroStrategy (m/w)
    Sparda-Datenverarbeitung eG, Nürnberg
  2. First- / Second-Level-Support IT (m/w)
    echion Corporate Communication AG, Augsburg
  3. SAP Berater (m/w)
    REALTECH Services GmbH, Walldorf
  4. Softwareentwickler Logistik- und Prozessautomation (m/w)
    Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Samsung XE300

    Google Chromebox versehentlich ausgeliefert

  2. Bundesregierung

    Deutsche Geheimdienste können PGP entschlüsseln

  3. Soziale Pornos

    Facebook verliert Klage gegen Faceporn

  4. Lockheed Martin

    US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett

  5. IMHO

    Warum ich nicht Diablo 3 spiele


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 374 | letzter Beitrag 21:54 Uhr

  2. Kommentare: 216 | letzter Beitrag 15:00 Uhr

  3. Kommentare: 196 | letzter Beitrag 21:54 Uhr

  4. Kommentare: 174 | letzter Beitrag 21:13 Uhr

  5. Kommentare: 165 | letzter Beitrag 21:45 Uhr

Mehr


  1. Apple, Foxconn und Sharp

    Displayfabrik für Smartphones und Tablets

  2. Bang! Lamp

    Eine Design-Lampe zum Abknallen

  3. Rüstung

    Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen

  4. AVM

    Beta-Firmware gegen Fritzbox-Sicherheitslücke

  5. Miniaturisierung

    Gigabyte will leichtestes Notebook der Welt bauen

  6. Datenschutz

    TV- und Radio-Apps geben Daten von Apple-Nutzern weiter

  7. PGP vs. Geheimdienste

    "PGP ist weiterhin sicher"

  8. Tiberium Alliances

    Command & Conquer beendet Browser-Beta

  9. Double Fine

    Ron Gilbert schickt Spieler in The Cave

  10. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Redesign: Facebook bastelt an einer veränderten Chronik
Redesign
Facebook bastelt an einer veränderten Chronik

Das Aussehen der Facebook-Profile könnte sich demnächst ändern. Während die ganze Welt den Börsenstart des Unternehmens verfolgt, arbeitet Facebook heimlich, still und leise an einem Redesign der Chronik.

  1. Umsatzwarnung Facebook offenbar selbst an schwachem Börsenstart schuld
  2. Absturz an der Börse Facebook überbewertet?
  3. Geschenke-App Facebook kauft Karma

Reflecta iPad-Scan: Apple-Tablet als Einzugsscanner
Reflecta iPad-Scan
Apple-Tablet als Einzugsscanner

Mit dem Reflecta iPad-Scan wird Apples Tablet zum Einzugsscanner - sofern eine Steckdose in der Nähe ist. Die Scanauflösung beträgt 300 dpi.


Leap Motion: Präzise 3D-Steuerung mit Fingern, aber ohne Berührung
Leap Motion
Präzise 3D-Steuerung mit Fingern, aber ohne Berührung

Ein kleines Gerät soll die Interaktion mit dem Computer revolutionieren, verspricht das Startup Leap Motion: Leap erlaubt eine millimetergenaue Steuerung des Computers mit der Hand, ohne dass dieser dabei berührt wird.


Zum Artikel