Regierungen zensieren mehr im Internet

Weniger Repression in traditionellen Medien, dafür mehr im Internet

Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen hat ihre Bilanz für das Jahr 2008 veröffentlicht. Danach kamen im ausgehenden Jahr weniger Journalisten bei der Ausübung ihrer Arbeit zu Schaden als im Jahr 2007. Dafür häuften sich die Fälle von Internetzensur. In China wurde ein Blogger getötet.

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Das Jahr 2008 war für Journalisten etwas besser als das Vorjahr, berichtet die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) in ihrer Jahresbilanz. Dennoch bleibt ihre Arbeit gefährlich: Im ausgehenden Jahr wurden mindestens 60 Journalisten und ein Medienassistent getötet. 673 Journalisten seien, so ROG, festgenommen, weitere 29 aus politischen oder kriminellen Motiven entführt worden. 929 wurden bedroht oder Opfer von Gewalt.

Auch die Zensur ist zurückgegangen. Im Jahr 2008 stellte die Organisation 353 Fälle fest. 2007 waren es noch 528. Dennoch sei "Zensur noch immer ein regelmäßig eingesetztes Mittel gegen unliebsame Berichterstattung". Die zensierten Medien registrierte ROG mit 132 im Olympiajahr in China. Zensiert wird jedoch auch in anderen Teilen der Welt; in Asien beispielsweise in Birma, Malaysia, im Iran oder Pakistan, in der arabischen Welt in Syrien und Ägypten oder in diversen Nachfolgestaaten der Sowjetunion, darunter in Russland. In Südamerika beschränken Venezuela, Kuba und Brasilien die Pressefreiheit.

Für die Mitarbeiter der traditionellen Medien war die Situation damit etwas besser als im Jahr 2007. Dafür traf es 2008 die Onlinemedien stärker: 59 Blogger wurden 2008 festgenommen, die meisten im Iran (18). Dort zählte ROG zudem 31 physische Übergriffe sowie zehn Verurteilungen. In China wurden zehn Blogger festgenommen, 31 wurden bedroht oder angegriffen. Besonders tragisch ist der Fall des chinesischen Unternehmers und Bürgerjournalisten Wei Wenhua: Als er Anfang Januar 2008 in Tianmen, westlich von Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei, einen Zusammenstoß von Demonstranten mit der Polizei filmte, wurde er von örtlichen Polizisten getötet.

Hinzu kommt, dass zahlreiche Websites in 37 Ländern geschlossen wurden. Spitzenreiter ist hier Syrien: Dort wurden 162 Websites zensiert. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen China mit 93 und der Iran mit 38 zensierten Websites.

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blork42 03. Jan 2009

wie bereinigt ? Es gab live-Video-Streams wie man Handschellen knacken kann :-D

Siga 02. Jan 2009

Wenn man trolle und prolle wegbekäme und konstruktiv diskutieren könnte, wäre das nicht...

gona 02. Jan 2009

tja wenn deutsche über juden kommentieren dann werden wir alle als nazis abgestempelt...

reer 02. Jan 2009

Besonderer Hinweis: Die WELT läßt keine Kommentare mehr zu! Auch der STERN läßt keine...

sgfsdgsfdg 02. Jan 2009

<°(((><<

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