Warner Music zieht seine Videos von Youtube ab

Verhandlungen mit Eigner Google gescheitert

Die Warner Music Group hat den Youtube-Eigner Google aufgefordert, die Videos des Musikkonzerns von der Plattform abzuziehen. Seit Samstag, dem 20. Dezember 2008, verschwinden die ersten Clips von Madonna, Metallica, den Red Hot Chili Peppers oder Kid Rock von dem Videoportal.

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Die Verhandlungen für die Lizenzierung der Videoclips der Warner Music Group mit Youtube sind gescheitert. Das gab Youtube in einem Blog-Posting bekannt. "Wir können Bedingungen einfach nicht akzeptieren, unter denen eine faire Kompensation der Künstler, Komponisten, Musikkonzerne und Verlage nicht möglich ist", erklärte Warner Music seinerseits.

Die Musikfirmen sind an den Werbeeinnahmen Youtubes beteiligt, die rund um ihren Content erzielt werden, den die Nutzer der Plattform hochladen. Warner Music ist das drittgrößte Musiklabel neben Sony Music Entertainment, EMI und Universal. Unter anderem Led Zeppelin, Madonna, Metallica, Eric Clapton, REM, Red Hot Chili Peppers und Grateful Dead sind bei Warner Music unter Vertrag.

Youtube, die weltgrößte Videoplattform, zählte im Oktober 2008 über 100 Millionen Besuche (Visits). Der Reichweitenmarktforscher Tubemogul geht davon aus, dass Musikvideos mindestens acht Milliarden Zugriffe bei Youtube generieren. Von den zehn beliebtesten Videos aller Zeiten bei Youtube sind sechs Musiktitel.

Der Youtube-Betreiber drückte sein Bedauern darüber aus, dass einige Warner-Music-Videos für die Nutzer nun blockiert sind: "Manchmal, wenn es nicht möglich ist, akzeptable Bedingungen zu vereinbaren, trennen sich die Wege ehemals erfolgreicher Geschäftspartner", heißt es im Unternehmensblog.

Die vier großen Musikkonzerne hatten sich vor zwei Jahren mit Youtube geeinigt. Sie erhalten eine feste "Streaminggebühr" für jeden Abruf ihrer Inhalte und einen Anteil an den Werbeeinnahmen. Der Vertrag von Warner Music mit Youtube läuft nach den Angaben des Musikkonzerns in "einigen Monaten" aus.

Warner erzielte im letzten Geschäftsjahr, das im September 2008 endete, 639 Millionen US-Dollar mit digitalen Vertriebsformen. Weniger als ein Prozent davon spielte die Partnerschaft mit Youtube ein, sagte ein hochrangiger Manager aus dem Warner-Music-Umfeld der New York Times. Die Lizenzvereinbarungen mit MySpace Music und AOL sollen jedoch weiterlaufen.

Rio Caraeff, Chef von Universal Musics Digitalsparte, sagte dem US-Branchendienst CNET, mit der Youtube-Partnerschaft seien in diesem Jahr "zig Millionen" generiert worden. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Einnahmen um 80 Prozent.


OGCee 06. Jan 2009

...kriegen von mir keinen Cent mehr! Entweder ich bezahle den Künstler und seine Crew...

Beele111 27. Dez 2008

Also, ich finde ja, das ein Unternehmen das für über 1 Mrd. $ an Google verkauft wurde...

blubbbbi 24. Dez 2008

nein stiummt nicht! stream mitschnitte sind erlaubt, genauso wie du im radio mit einer...

AHa 24. Dez 2008

Zitat "Und warum soll ich mir noch Musik "kaufen" wenn ihr jeden Kunden für einen...

Ihre E-Mail: 23. Dez 2008

"Warner Music ist das drittgrößte Musiklabel neben Sony Music Entertainment, EMI und...

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Heinkas News / 23. Dez 2008

Musik-Videos im WWW vor dem AUS?



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