Die fünf Open-Source-Mythen
Black Duck über Open-Source-Software
Das US-Unternehmen Black Duck räumt auf - mit fünf Mythen, die rund um die Entwicklung freier Software entstanden sind. Die Erkenntnisse bezieht Black Duck aus eigenen Untersuchungen. Das Unternehmen bietet Lizenz-Management-Software an.
Black Duck hat unter anderem die Software ProtexIP im Programm, die Softwareentwicklungsfirmen dabei helfen soll, sich bei verwendeten Quelltexten an deren Lizenzbestimmungen zu halten. Im Rahmen der eigenen Knowledge Base sammelt das Unternehmen den Code von derzeit über 170.000 Open-Source-Projekten. Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse will das Unternehmen nun fünf gängige Mythen rund um Open-Source-Entwicklungen beseitigen.
So stimme es keinesfalls, dass Open Source immer nur als reiner Quelltext erscheine. Der Anteil von Quelltext liege bei 15 Prozent dessen, was Open-Source-Entwickler veröffentlichen. Viermal so viele Binarys wie Source-Dateien gebe es. Aber auch Skripte, Grafiken, Dokumentationen und Ähnliches gehören laut Black Duck zu dem, was veröffentlicht wird.
Die Annahme, freie Software komme hauptsächlich in der IT-Infrastruktur in Form von Linux und MySQL zum Einsatz, ist laut Black Duck ebenfalls falsch. Vor allem kämen Komponenten zum Einsatz, keine kompletten Anwendungen, die dann wiederum in anderen Anwendungen verwendet werden. Als Beispiel nennt Black Duck Apache Log4j, das in über 5.500 Projekten zum Einsatz kommen soll.
Es seien auch nicht nur ein paar Milliarden Codezeilen frei verfügbar, so Black Duck. Dies sei eine Größenordnung zu klein - eher seien mehrere zehnmilliarden Zeilen im Internet zu finden. Über 90 Prozent des freien Quellcodes werde in C, C++, Java, Javascript und C# geschrieben.
"Echte Programmierer kommentieren ihren Quelltext nicht", lautet ein weiterer Mythos. Tatsächlich komme bei Open-Source-Projekten eine Kommentarzeile auf vier Zeilen Quelltext. Am meisten werde Java-Code kommentiert - mehr als eine Kommentarzeile pro zwei Zeilen Quelltext, so Black Duck. Der am wenigsten kommentierte Code sei in Boo geschrieben.
Der letzte Mythos bezieht sich auf die GPLv3. Die im Juni 2007 veröffentlichte Lizenz für freie Software werde weitgehend ignoriert, so die Annahme. Black Duck zählt allerdings mehr als 6.300 Projekte, die die neue Lizenz angenommen haben. Damit habe die GPLv3 die Apache-Lizenz, die CPL sowie die Mozilla- und MIT-Lizenzen hinter sich gelassen. Insgesamt wird die GPL nach Angaben von Black Duck von etwa 70 Prozent aller Open-Source-Projekte verwendet.






Die Aussage ist ja lediglich dass Freie Projete nicht _nur_ aus Code bestehen und _nur_...
Ich werde da jetzt erstmal 40000000000 Zeilen unnützen, undokumentierten Source...
Zustimmung! Texte, Bilder, Dokumentationen sind Open Content
q.e.d.
Ach ja?! Und du bist wohl der Ober-IT-Checker oder was?! Geh halt zu Heise wenns dir...
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