Betreff: "Barack Obama ist eine Frau"

Trend Micro legt Zahlen zu Schadensursachen für 2008 vor

Die meisten Computerschädlinge laden sich Nutzer selbst herunter, berichten die Forscher des Sicherheitsspezialisten Trend Micro. Sicherheitslücken in Software spielten hingegen 2008 nur eine untergeordnete Rolle.

Anzeige

"Social Engineering" darf Platz 1 in der Trend-Micro-Rangliste von Schadensursachen für sich in Anspruch nehmen. Über die Hälfte aller Internetnutzer weltweit ließ sich demnach durch Vortäuschungen dazu verführen, Schädlinge auf den heimischen Computer selbst herunterzuladen. Mit Schuld daran war auch die Präsidentenwahl in den USA.

Millionen Internetsurfer ließen sich durch E-Mail-Betreffzeilen wie "Obama will Beziehungen zu Kuba und Venezuela verbessern", "McCain zwingt Obama zum Rücktritt" und "Barack Obama ist eine Frau" auf mehr oder weniger glaubwürdig aussehende Websites locken. Dort wurden ihnen Videonachrichten angeboten, die allerdings ein sogenanntes "Update" des jeweiligen Mediaplayers erforderlich machen sollten. Wer das Update installieren wollte, lud sich dann ein Schadprogramm herunter. Den Schwerpunkt bildete in der Schadensstatistik Nordamerika, wo fast zwei Drittel (63 Prozent) aller Schadensfälle durch solche Downloads entstanden. In Asien und Australien hingegen waren es lediglich rund 42 Prozent.

Platz 2 in der Statistik belegten Schädlinge, die durch andere Malware heruntergeladen wurden. Erst auf Platz 3 folgen bösartige E-Mail-Anhänge, die von den Nutzern selbst geöffnet wurden. Nur in fünf Prozent der von Trend Micro erfassten Schadensfälle bildeten offene Sicherheitslücken in installierter Software das Einfallstor für einen Angriff.

Die geringe Zahl von nur fünf Prozent ist erstaunlich, hatten doch die Forscher von Secunia, einem weiteren Sicherheitsspezialisten, kürzlich ermittelt, dass auf rund 70 Prozent aller PCs mehr als sechs Programme mit offenen Sicherheitslücken installiert sind. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass Angriffe per "Social Engineering" leichter zu erzielen sind als solche, die Firewalls und Antivirenprogramme überwinden müssen, um Sicherheitslücken in Software auszunutzen. Und solange Millionen Nutzer herausfinden wollen, ob Barack Obama tatsächlich eine Frau ist, wird sich daran nicht viel ändern. [von Robert A. Gehring]


12rgf 10. Dez 2008

... unter Windows! Bei allen anderen (naja fast allen) macht das wie gesagt der...

melog 10. Dez 2008

Jedes gute Programm kümmert sich selbst um seine Updates.

wiZ-art 10. Dez 2008

Ein apt-get install w32-codecs (oder so aehnlich) hat bei mir immer geholfen. Und mit dem...

LarusNagel 10. Dez 2008

Wenn jemand für mein Ubuntu ein *.deb Packet auf seiner WebSeite anbietet, dann bin ich...

Jay Äm 10. Dez 2008

Genau! Da man erst gar nicht herausfindet, welches Update man benötigt, ohne sich durch...

Kommentieren


granad sein Block! / 20. Dez 2008

Achtung, Barack Obama ist eine Frau!



Anzeige
  1. Software-Entwickler (m/w) für Embedded Systeme
    Ultratronik GmbH, Gilching
  2. Teamleiter Social Media (m/w)
    Unitymedia KabelBW GmbH, Köln
  3. Referent SAP ERP HCM (m/w)
    Buchen IndustrieService GmbH, Köln
  4. Senior Consultant SAP BO/PC (m/w)
    Plaut Deutschland GmbH, keine Angabe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sony

    Firmware-Update für Playstation 3 verursacht Probleme

  2. Osram

    Mini-LEDs für stromsparende LCDs mit Quantenpunkten

  3. Flugdrohne

    GPS für AR.Drone 2.0 ermöglicht autonome Flüge

  4. 40 gefährliche Sicherheitslücken

    Aktueller Patch von Oracle nur für Java 7

  5. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  6. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  7. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  8. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  9. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  10. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sharp: Hocheffiziente Solarzelle mit 44 Prozent Wirkungsgrad
Sharp
Hocheffiziente Solarzelle mit 44 Prozent Wirkungsgrad

Sharp hat eine Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 44,4 Prozent entwickelt. Dafür wird eine dreischichtige Stapelsolarzelle mit einer Linse eingesetzt. Das Sonnenlicht wird auf die Zelle fokussiert.

  1. Solar Impulse Solarflugzeug fliegt nach Dallas
  2. Solar Impulse Solarflugzeug startet zur USA-Tour
  3. Sonnenenergie Spezielle Solaranlage liefert Strom und Wasser

Computerspiele: Atari-Gründer warnt vor Onlinezwang
Computerspiele
Atari-Gründer warnt vor Onlinezwang

Der Atari-Gründer Nolan Bushnell warnt die Spielebranche: Sie tue nichts, um dafür zu sorgen, dass heutige Spiele auch in Zukunft verfügbar bleiben. Besonders der heute oft übliche Onlinezwang mache ihm Sorgen.


Verlängerung der Löschphase: Denic will Domain-Grabbing verhindern
Verlängerung der Löschphase
Denic will Domain-Grabbing verhindern

Die Denic will bei der Löschung von Domains eine Übergangsfrist einführen. Im Februar waren einige Firmendomains versehentlich gelöscht und zur Registrierung freigegeben worden.

  1. Domainrecht Schweizer Switch schaltet Domain wegen Malware ab

Zum Artikel