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Pulitzer öffnet sich OnlinejournalistenRenommierter Journalistenpreis künftig auch für Onlinepublikationen
Das ist wohl die endgültige Anerkennung des Onlinejournalismus: Das Pulitzer Board hat angekündigt, in Zukunft auch Beiträge aus Publikationen, die ausschließlich im Internet erscheinen, zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass auch Onlinejournalisten künftig einen der begehrten Pulitzer-Preise bekommen können.
Seit 2006 können zwar online erschienene Beiträge aus gedruckten Medien eingereicht werden. Reine Onlinemedien waren bislang jedoch von den Pulitzer-Preisen ausgeschlossen. Bedingungen sind, dass es sich um reine Textbeiträge handelt und dass die Publikation mindestens wöchentlich erscheint. Das hat mit der Tradition der Pulitzer-Preise zu tun, die ausschließlich an Tages- und Wochenzeitungen vergeben wurden. Allerdings dürfen die Beiträge multimediale Elemente wie interaktive Grafiken oder Videos als Gestaltungsmittel enthalten. "Das ist ein wichtiger Schritt, der sowohl unseren Einsatz für die amerikanischen Zeitungen als auch unseren Willen, das erhebliche Wachstum des Onlinejournalismus zu berücksichtigen, widerspiegelt", kommentierte Sig Gissler, Verwalter der Preise. Die neuen Regeln erkennen die Rolle des Internets an und unterstreichen "den beständigen Wert der Worte und der ernsthaften Berichterstattung." Der Pulitzer-Preis wird seit 1917 jährlich für hervorragende journalistische und publizistische Leistungen vergeben, derzeit in 21 Kategorien. 14 Preise werden an Journalisten verliehen, unter anderem für Dienste an der Öffentlichkeit, für Berichterstattung im In- und im Ausland, für Kommentare, Karikaturen und Fotos. Die sieben publizistischen Kategorien umfassen unter anderem die Gattungen Romane, Theaterstücke und Sachbücher. Der ausschließlich an Medien in den USA vergebene Preis gilt als der renommierteste der Welt. (wp)
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