DirectX-10 per Software - Hoffnung für Intels Larrabee

Windows 7 soll 3D-Schnittstelle ohne DX10-Grafikkarte emulieren

Unter dem Namen "WARP10" entwickelt Microsoft für die nächste Version von Windows eine Emulation von DirectX-10, die auf der CPU die Funktionen einer 3D-Karte nachbildet. Zwar ist auch auf sehr schnellen Prozessoren die erzielbare Framerate bisher bescheiden, aber in Zukunft sollen DirectX-Programme dadurch auf weit mehr Plattformen laufen.

Anzeige

Wer beim Namen "WARP10" an Star Trek oder an die "Wrapper" denkt, die Softwareschichten in andere verpacken, liegt nicht ganz falsch. Die Abkürzung steht aber für die "Windows Advanced Rasterization Platform". Der Name ist Programm: Microsoft führt neben DirectX und OpenGL eine weitere Schnittstelle für 3D-Anwendungen ein.

WARP kann dabei die Funktionen einer 3D-Karte mit DirectX-10-Funktionen wie dem Shader Model 4.0 auch auf x86-Prozessoren nachbilden - und zwar auf allen, wie Microsoft in einer Beschreibung von WARP in seinem Entwicklernetz MSDN schreibt. Zwar unterstützt WARP Intels Befehlssatzerweiterung SSE bis zur Version 4.1 und wird damit laut Microsoft deutlich schneller als ohne SSE, aber der durch WARP erzeugte Code soll auf jeder 32-Bit-CPU laufen.

Damit wäre es dann beispielsweise erstmals möglich, für PCs entwickelte High-End-Spiele auch auf simpler Hardware wie einem Handheldgerät oder einem Netbook genau so darzustellen, wie die Designer sich das gedacht haben. WARP erreicht das, indem zur Laufzeit aus den DirectX-10-Befehlen der Anwendung optimierter Code je nach den Fähigkeiten der CPU erzeugt wird. Die Anwendungsprogrammierer müssen also keinen zusätzlichen Codepfad einbauen.

Am schnellsten läuft ein Spiel unter WARP mit SSE4, was AMDs aktuelle Phenom-Prozessoren und Intels Penryns mit 45-Nanometer-Strukturen beherrschen. Ältere Erweiterungen wie AMDs "3DNow!" kann WARP nach den bisherigen Informationen von Microsoft nicht nutzen.

Die dabei erzielbare Leistung ist für eine reine Emulation einer komplexen 3D-Schnittstelle beachtlich, aber zum Spielen kaum zu gebrauchen. Microsoft zeigt das mit Benchmarks des sehr fordernden DX-10-Spiels Crysis. Selbst Intels aktueller High-End-Prozessor Core i7 kommt bei 3 GHz und mit acht virtuellen HyperThreading-Kernen nur auf gut sieben Bilder pro Sekunde. Dafür hatte Microsoft 800 x 600 Pixel und den niedrigsten Detailgrad des Spieles (Low) eingestellt.

DirectX-10 per Software - Hoffnung für Intels Larrabee 

Yeeeeeeeha 30. Nov 2008

FYI: Jede DirectX-Version seit DX3 hatte einen Software Reference Rasterizer, eben eine...

adsgfh 30. Nov 2008

Mit Linux geht das schon lange

james bond 30. Nov 2008

hallo.wi kliken

kle 29. Nov 2008

nein, das wird dadurch nicht möglich, da für das funktioniern des Programmes zwingend das...

asl 29. Nov 2008

einfach mal auf den link im text bei "turbo mode" klicken und nachlesen?

Kommentieren




Anzeige
  1. Consultant / Projektmanager (m/w) im Geo-IT-Umfeld
    con terra GmbH, Münster
  2. Business Analyst (m/w)
    DB HR Solutions GmbH, Eschborn
  3. Android- und iOS-Entwickler/in
    mdv - mentz datenverarbeitung gmbh, München
  4. (Senior) Software Testspezialist (m/w)
    santix AG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bibliotheca Augusta

    Bibliothek stellt Buchscans unter Creative-Commons-Lizenz

  2. 802.11ac

    Erster Chipsatz für WLAN mit 1,7 GBit/s

  3. Windenergie

    Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

  4. Amazon

    App-Shop für Android als Browser-Version gestartet

  5. Atari

    Rollercoaster Tycoon ab 3,5 Millionen US-Dollar im Angebot

  6. Legale Privatkopien

    "EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"

  7. Ausprobiert

    Das neue Google Maps ist beeindruckend schnell

  8. Geforce GTX-780

    Nvidias Titan LE schlägt Radeon HD 7970 für 649 Euro

  9. Jugendschutz

    Filterprogramme statt Sendezeitbegrenzung

  10. Hacks for Sale

    Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android: Updates für Google Drive und Chrome
Android
Updates für Google Drive und Chrome

Google hat die Android-Apps Drive und Chrome aktualisiert. Die Google-Drive-App im aktualisierten Erscheinungsbild bringt eine Bildvorschau, eine Scanfunktion und eine Downloadmöglichkeit. Chrome bringt einen Vollbildmodus und eine Verlaufsfunktion innerhalb eines Browsertabs.

  1. Google Ein Cloud-Speicher für alle Dienste
  2. Microsoft Office Web Apps führen Echtzeitzusammenarbeit ein
  3. Extension Office-Dateien direkt in Chrome betrachten

Superkondensator: Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit
Superkondensator
Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.

  1. Silverback-Gorilla Akku als Steckdosenersatz für Notebooks
  2. Akku Kleiner Akku mit großer Leistung
  3. Paul Scherrer Institut Lithium-Ionen-Akkus haben doch einen Memory-Effekt

Seattle Campus: Amazon baut sich einen Wald in riesigen Glaskugeln
Seattle Campus
Amazon baut sich einen Wald in riesigen Glaskugeln

Nach einem Entwurf des Architekturbüros NBBJ will Amazon eine extravagante neue Konzernzentrale bestehend aus drei riesigen Gewächshauskugeln und Bürohochhäusern errichten.

  1. Amazon Coins Amazon bringt virtuelle Währung auf Kindle Fire
  2. Cloud Drive Photos Amazon schickt Fotos auf dem iPhone in die Cloud
  3. Quartalsbericht Amazon gibt 3,2 Milliarden Dollar für Lager und Filme aus

Zum Artikel