Abo
  • Services:
Anzeige

Lycos Europe ist am Ende

Was nicht verkauft werden kann, wird geschlossen

Lycos Europe, einst größtes europäisches Internetportal, ist am Ende. Die Suche nach einem neuen Großaktionär war erfolglos, Firmenchef Christoph Mohn will nun versuchen, den Großteil des Geschäftsbetriebes zu verkaufen und den Rest zu schließen. Die meisten der rund 700 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

Das Internetunternehmen Lycos Europe ist mit seiner seit Mai 2008 laufenden Suche nach einem neuen Geldgeber oder Käufer gescheitert. Zu der Zeit wurde die Firma - abzüglich der Bargeldbestände - noch mit 50 Millionen Euro bewertet. Der Vorstand will nun versuchen, Teile des Geschäfts zu schließen und andere zu verkaufen. Das gab das Unternehmen bekannt. "Diese Analyse hat ergeben, dass ein vollständiger Verkauf des Unternehmens keine vertretbaren Perspektiven bietet", umschreibt Firmenchef Christoph Mohn die Tatsache, dass kein Käufer für das Unternehmen gefunden wurde, das aus einem Joint-Venture des Medienkonzerns Bertelsmann mit der US-amerikanischen Firma Lycos hervorging.

Anzeige

"Trotz umfassender Restrukturierungsmaßnahmen war es nicht möglich, mit dem bestehenden Geschäft auf absehbare Zeit profitabel zu werden", erklärt der Sohn des Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn weiter.

Mohn will nun das Domaingeschäft, das Shoppinggeschäft sowie das dänische Portal veräußern, sofern ein "angemessener Preis erzielbar ist". Mit diesen Sparten generiert die Firma etwa zwei Drittel ihres gesamten Umsatzes. Das unprofitable Webhosting- und Portalgeschäft, inklusive der Sales-Abteilung, soll abgewickelt werden. "Die entsprechenden Beschlüsse werden voraussichtlich im Dezember einer außerordentlichen Hauptversammlung zur Zustimmung vorgelegt", heißt es weiter.

Dies werde zwangsläufig dazu führen, dass der wesentliche Teil der rund 700 Beschäftigten den Arbeitsplatz verliert. In den Geschäftsfeldern, die geschlossen werden sollen, sind insgesamt rund 500 Menschen beschäftigt, davon rund 230 bei der deutschen Tochtergesellschaft Lycos Europe mit Sitz in Gütersloh. "Das Management bedauert diese schmerzliche Entscheidung sehr", sagt Mohn. Der Hauptversammlung soll vorgeschlagen werden, dass die Aktionäre Ende Dezember 2008 aus dem Restvermögen 50 Millionen Euro ausgezahlt bekommen. Bertelsmann und Mohn selbst hielten zur Jahresmitte 2008 über verschiedene Querbeteiligungen 32,1 Prozent der Lycos-Europe-Anteile. Der spanische Telekommunikationsbetreiber Telefónica besaß weitere 32,1 Prozent der Aktien.


eye home zur Startseite
OR 28. Nov 2008

Ist eins der Sahneschnittchen, soll verkauft werden, falls sich auf die schnelle kein...

dundee77 27. Nov 2008

Tom's Hardware schreibt, dass Lycos der Exklusivvermarkter für Computerbase ist und hat...

qp 26. Nov 2008

1. Dein Vergleich hinkt; Du kannst kein Golf2 mit einem Golf6 oder ein Nokia 3130 mit...

BAReFOOt 26. Nov 2008

Durchfüttern? Mit der Seite? LOL. Hätte Vatti Mohn von Bertelsmann nicht Millionen da...

CyberMob 26. Nov 2008

Die guten alten Zeiten, bevor T-Online auf PPP als Einwahlverfahren umstellte. *kicher*




Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Braunschweig
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  3. über OPTARES GmbH & Co. KG, Großraum München
  4. T-Systems International GmbH, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1.299,00€
  2. (u. a. Asus GTX 1070 Strix OC, MSI GTX 1070 Gaming X 8G und Aero 8G OC)
  3. (Core i5-6500 + Geforce GTX 1060)

Folgen Sie uns
       


  1. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  2. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  3. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie

  4. Gigabit-Breitband

    Google Fiber soll Alphabet zu teuer sein

  5. Google-Steuer

    EU-Kommission plädiert für europäisches Leistungsschutzrecht

  6. Code-Gründer Thomas Bachem

    "Wir wollen weg vom Frontalunterricht"

  7. Pegasus

    Ausgeklügelte Spyware attackiert gezielt iPhones

  8. Fenix Chronos

    Garmins neue Sport-Smartwatch kostet ab 1.000 Euro

  9. C-94

    Cratoni baut vernetzten Fahrradhelm mit Crash-Sensor

  10. Hybridluftschiff

    Airlander 10 streifte Überlandleitung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lernroboter-Test: Besser Technik lernen mit drei Freunden
Lernroboter-Test
Besser Technik lernen mit drei Freunden
  1. Kinderroboter Myon Einauge lernt, Einauge hat Körper
  2. Landwirtschaft 4.0 Swagbot hütet das Vieh
  3. Künstliche Muskeln Skelettroboter klappert mit den Zähnen

Mobilfunk: Eine Woche in Deutschland im Funkloch
Mobilfunk
Eine Woche in Deutschland im Funkloch
  1. Netzwerk Mehrere regionale Mobilfunkausfälle bei Vodafone
  2. Hutchison 3 Google-Mobilfunk Project Fi soll zwanzigmal schneller werden
  3. RWTH Ericsson startet 5G-Machbarkeitsnetz in Aachen

No Man's Sky im Test: Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
No Man's Sky im Test
Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
  1. No Man's Sky für PC Läuft nicht, stottert, nervt
  2. No Man's Sky Onlinedienste wegen Überlastung offline
  3. Hello Games No Man's Sky bekommt Raumstationsbau

  1. Re: Ich empfehle an dieser Stelle: The Truth...

    Proctrap | 01:56

  2. Re: Und der Rest ist Zuckerwatte

    johnsonmonsen | 01:47

  3. Re: iOS, na klar!

    plutoniumsulfat | 01:17

  4. Re: Diebstahl leicht gemacht

    plutoniumsulfat | 01:12

  5. Re: Oder einfach USB kabel

    plutoniumsulfat | 01:08


  1. 15:33

  2. 15:17

  3. 14:29

  4. 12:57

  5. 12:30

  6. 12:01

  7. 11:57

  8. 10:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel