Valve will Spieler-Gehirnströme bei Entwicklung auswerten

Gabe Newell denkt über Einsatz von EEG bei der Spielentwicklung nach

Die Half-Life-Macher Valve Software sind dafür bekannt, wissenschaftliche Methoden bei der Spielentwicklung zu verwenden. Studio-Chef Gabe Newell möchte künftig sogar Gehirnströme messen, um Entscheidungen objektiver fällen zu können.

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Gabe Newell, Valve
Gabe Newell, Valve
Macht ein Computerspiel Spaß? Mit der Beantwortung dieser Frage sind oft diejenigen überfordert, die es entwickeln. Weil sie so nah am Produkt sind, stellt sich der sogenannte Tunnelblick ein, und die Wahrnehmung von Gegnern und Leveln ist eine ganz andere als die von unvoreingenommenen Spielern. Gabe Newell, Gründer und Chef von Valve Software, denkt deshalb in seinem Blog auf Edge Online darüber nach, der Zielgruppe künftig direkt ins Gehirn zu schauen.

"Momentan müssen wir an unsere Ergebnisse kommen, indem wir Spieler einfach nur beobachten, und dann raten, welche Dinge sie wie beeinflussen", schreibt Newell. "Aber es gibt neue Technologien, mit denen wir Spieler an EEG-Geräte anschließen und so direkten Zugriff auf ihre körperlichen Reaktionen bekommen". EEG steht für Elektroenzephalografie - eine Diagnosemethode aus der Neurologie, die Gehirnaktivitäten durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche misst. Newell verspricht sich davon, "die Entscheidungen deutlich analytischer zu treffen, mit denen wir versuchen, die Achterbahn der Gefühle für den Spieler zu entwickeln."

Valve hatte bereits bei seinem ersten, 1998 veröffentlichen Ego-Shooter Half-Life stärker als damals üblich wissenschaftliche Methoden für die Spielentwicklung verwendet. So kamen bei der Platzierung von Munitionskisten und Medipacks statistische Auswertungen zum Einsatz. Üblich war damals bei den meisten anderen Teams, dass die Entwickler derlei selbst mühsam in vielen Probespielen von Hand erledigten.

Ganz neu wäre der Einsatz von EEGs bei der Spieleentwicklung nicht. Unter anderem arbeitet das Game and Media Arts Laboratory des schwedischen Blekinge Institute of Technology mit dem Verfahren.


FedoraUser 26. Nov 2008

Führt das denn nicht das ganze Steam ad absurdum? Für Valve geht es doch nur darum einen...

~jaja~ 26. Nov 2008

Mir will ja niemand glauben, dass Steam ein Haufen Scheisse ist, der nur dazu dient die...

Der Kaiser 25. Nov 2008

Mir ging es auch nicht darum das es objektiv ist. Man fragt einfach aus der Zielgruppe...

DonY 25. Nov 2008

Es wäre interessant, was für Gehirnströme da bei Spielern auftreten, wenn sie von solchen...

kikimi 25. Nov 2008

Das ist auch mein stärkster Kritikpunkt an Steam. Ich kann einfach nicht nachvollziehen...

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