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Entertainment / 21.11.2008 / 10:07 Trackback     Versenden     Druck 
Münchner Spielekongress: Gipfeltreffen der Spielekiller Seiten

Münchner Spielekongress: Gipfeltreffen der Spielekiller

KFN, Fromm und Hopf fordern mehr Verbote

Der erste internationale Kongress "Computerspiele und Gewalt" hat am 20. November 2008 in München stattgefunden. Neben einigen differenzierten Meinungen aus der Wissenschaft gab es vor allem aufgeregte Eltern und viel Schelte für die USK. Der Tenor: Das gegenwärtige System für den Jugendschutz funktioniert nicht, mehr Verbote müssen her.

Geladen hatten die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München und der Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung der Ludwig-Maximilians-Universität. Schon in der Einladung (PDF) war die Marschrichtung klar vorgegeben, offenbar ging es weniger um eine offene Diskussion des Veranstaltungsthemas "Computerspiele und Gewalt", sondern: "Actionspiele sind unglaublich schnell und fixieren den Spieler auf Exzesse des virtuellen Tötens und Orgien der Gewalt, die einer sensiblen und humanen Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen entgegenwirken. Abstumpfung ist nur ein Effekt von Gewalt in Computerspielen."

Gentile (2.v.r) kritisiert Ratings
Gentile (2.v.r) kritisiert Ratings
Folglich kamen auch überwiegend Wissenschaftler und Journalisten zu Wort, die einen zumindest mittelbaren Zusammenhang zwischen Computerspielen und Abstumpfung und Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen sahen. Am differenziertesten zeigte sich noch Douglas Gentile, Professor am Media Research Lab der Universität des US-Bundesstaates Iowa. "Wir müssen von der Vorstellung wegkommen, dass Spiele entweder gut oder böse sind", sagte Gentile im Anschluss an seinen Vortrag.

Darin hatte er anhand einer eigenen Studie dargelegt, dass Eltern die Systeme zur Alterseinstufung nicht verstünden und nicht umsetzten. 40 Prozent der von ihm befragten Eltern in den USA kennten die dortigen Ratings für Computerspiele entweder gar nicht oder wüssten nicht, auf welchen Regeln sie basieren. Gewalthaltige Spiele einfach aus den Läden zu verbannen, sei jedoch keine Lösung: "Wenn wir Spiele nur verbieten würden, gäben wir den Eltern ein trügerisches Gefühl der Sicherheit". weiter...
Münchner Spielekongress: Gipfeltreffen der Spielekiller Seiten

Kommentar-Übersicht / Kommentieren:
Hintergrundinfos EA "Schweinefirma"  (Regine Pfeiffer, 24.01.09 17:26)
Re: Auch ich sags : Schweinefirmen !!! (Fryhstyxei, 07.12.08 12:35)
Re: Auch ich sags : Schweinefirmen !!! (FedoraUser, 28.11.08 16:14)
Re: Auch ich sags : Schweinefirmen !!! (Sephiroth, 28.11.08 15:02)
Re: Die Lösung wäre so einfach... (Fogo, 28.11.08 14:55)
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Verbietet den Wahlkampf oder ich erschiess’ Euch (blogoperium.de, 29.11.08 15:44)

Re: Will ich den ernsten Menschen fur die Bildung der Familie kennenlernen (bitbunnys.de, 28.11.08 17:21)

Münchner Spielekongress - Die Hetzjagd auf “Killerspiele” geht weiter (Heavy Metal Grinder, 23.11.08 21:44)

News-Recycling am Wochenende (TechBanger.de, 23.11.08 10:28)

Kongress der Hilflosen (Einzelspieler, 21.11.08 14:30)

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