Münchner Spielekongress: Gipfeltreffen der Spielekiller

Anzeige

Ähnlich ausfallend äußerten sich auch andere Anwesende, auch, weil Fromm sogar den Bezug zwischen Strategiespielen und der Judenverfolgung im Dritten Reich herstellte, die er mit dem hebräischen Begriff "Shoah" bezeichnete. Es gehe angesichts der Shoah nicht an, so Fromm, dass man in Kriegsspielen heute noch Giftgas einsetzen könne. Zudem seien das "Kriegsspiele, die unter dem Begriff 'Strategie' geführt würden". Einer seiner letzten Sätze der Rede lautete: "Hier wird mit virtueller Gewalt schmutziges Geld verdient."

Die KFN-Studie soll bis 2012 laufen
Die KFN-Studie soll bis 2012 laufen
Fromm sprach sich, wie schon die meisten seiner Vorredner, für härtere gesetzliche Regelungen aus, forderte jedoch keine generellen Verbote. Vielmehr müsse es bei der Bewertung von Spielen immer um eine "Einzelfalldiskussion" gehen.

Insgesamt dürfte der Münchner Kongress das gerade von CSU-Politikern immer wieder geforderte Herstellungs- und Verbreitungsverbot von besonders harten Spielen wieder auf die Agenda gebracht haben - und das scheint auch das primäre Ziel der Veranstaltung gewesen zu sein.

Dass diese Vorlage von einer Seite der Wissenschaft an die Politik reibungslos funktioniert, zeigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Noch während der Veranstaltung verbreitete sein Ministerium eine Pressemitteilung. Herrmann begrüßte darin die vorgelegten Studien. Auch er fordert schon seit längerem ein Verbot dieser Spiele. Die Ergebnisse zeigten, dass "der regelmäßige Konsum von Killerspielen und Gewaltvideos ein entscheidender Risikofaktor für eine latente Gewaltbereitschaft" sei, sagte Herrmann. "Es ist unerträglich, dass hunderttausende Kinder und Jugendliche oft mehrere Stunden täglich Gewalt verherrlichende Computerspiele konsumieren."

Für Herrmann kann es deshalb nur eine Konsequenz geben: mehr Gewalt verherrlichende Spiele und Medien zu indizieren oder, im Falle von Killerspielen "wie 'Grand Theft Auto IV' oder 'Der Pate - Don Edition', in denen der Spieler auf extrem grausame und brutale Art Menschen niedermetzelt", ein Verbot auszusprechen. Er werde seine Bemühungen in diese Richtung fortsetzen, kündigte der Minister an. "Die jüngsten Ergebnisse bestätigen uns in unserer Absicht." [von Werner Pluta und Nico Ernst]

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Regine Pfeiffer 24. Jan 2009

Hallo , kein einziges Forum hat den Hintergrund für meine Äußerung über EA...

Fryhstyxei 07. Dez 2008

Welch gebildetes Wesen Du bist. Erwin Huber, CSU ist der wohl größte Killerspielhasser...

FedoraUser 28. Nov 2008

Das habe ich mir auch gleich gedacht, wie ich angefangen habe den Thread zu lesen...

Sephiroth 28. Nov 2008

Tjaja, so ist das. Aber diese Menschen muß es ja auch geben. Einen vom Zaun abreißen, was...

Fogo 28. Nov 2008

Hach ja... so einen an der Klatsche wie ihr beiden hätte ich auch gerne mal. Gemütlich...

Kommentieren


TechBanger.de / 23. Nov 2008

News-Recycling am Wochenende

Einzelspieler / 21. Nov 2008

Kongress der Hilflosen



Anzeige
  1. Senior Web Developer (m/w)
    Zieltraffic AG, München
  2. Mitarbeiter Batch-Prozesse (m/w)
    HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
  3. Softwareentwickler Java (m/w)
    Payment Network AG, Wetzlar bei Frankfurt
  4. IT Servicetechniker (m/w) Prozess- und Steuerungssoftware
    Marel Food Systems über Mercuri Urval GmbH, Großraum Osnabrück

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige

Die neuesten Browsergames auf browserhits.de


Meistgelesen
  1. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  2. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  3. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  4. Google

    Wir haben den größten DNS-Dienst

  5. Ron was wrong, Whit is right

    RSA-Schlüssel unsicherer als gedacht


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 209 | letzter Beitrag 11:35 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 114 | letzter Beitrag 11:34 Uhr

Mehr


  1. Apple-TV

    Tim Cook gibt Hinweise zum Apple-Fernseher

  2. Rockstar Games

    GTA 5 nutzt angeblich Sprachanimationen von Speech Graphics

  3. MITx

    MIT bietet ersten Onlinekurs an

  4. Apps für Windows 8

    Es darf jeden Namen nur einmal geben

  5. Jonathan Schwartz

    Ex-Sun-Chef analysiert die letzten Tage von Sun Microsystems

  6. Sicherheitslücke

    Groupware Horde enthält Backdoor

  7. Zynga

    2,9 Millionen zahlende Kunden bei Castleville & Co.

  8. Cloud-Smartphone

    Acer bestätigt Cloud Mobile mit Android 4

  9. Ron was wrong, Whit is right

    RSA-Schlüssel unsicherer als gedacht

  10. Bioware

    Kurz die Welt retten in der Demo zu Mass Effect 3



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Proview Technology: Ausfuhrverbot soll Apple von iPad-Herstellern abschneiden
Proview Technology
Ausfuhrverbot soll Apple von iPad-Herstellern abschneiden

Mit einem neuen Vorstoß will Proview Technology verhindern, dass Apple iPads von seinen Auftragsherstellern in China bezieht. Das taiwanische Unternehmen will ein Import- und Exportverbot des iPads für China beantragen und hat bereits erste Beschlagnahmungen erreicht.

  1. Dockingstation iPad wird zum Scanner
  2. Tablet Rechnungshof überprüft iPad-Kauf der CDU-Fraktion
  3. Skitch Webseiten und Karten mit dem iPad bemalen

Document Foundation: Libreoffice 3.5 ist fertig
Document Foundation
Libreoffice 3.5 ist fertig

Die Document Foundation hat Libreoffice 3.5 veröffentlicht. Alle Komponenten der Office-Software haben Verbesserungen erhalten, mit denen sich die jeweiligen Anwendungen besser bedienen lassen sollen.

  1. Freies Office IBM wird Apache Openoffice unterstützen

Thermosensor: Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar
Thermosensor
Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

US-Forscher haben einen neuartigen Infrarotsensor entwickelt. Vorbild war der Flügel eines Schmetterlings, dessen Strukturen infrarotes Licht so reflektieren, dass es sichtbar wird.

  1. Lidar Laserbilder zeigen Auswirkungen eines Erdbebens
  2. Wearables Die Textilfaser wird zum Stromspeicher
  3. Forschung Daten mit Hitze schneller speichern

Zum Artikel