So funktioniert USB 3.0 - nicht alles bleibt kompatibel

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Bis 300 Megabyte pro Sekunde, aber aufwendige Hubs

Bisher muss sich ein USB-2.0-Gerät regelmäßig beim Host melden, sonst gilt es als abgesteckt. Dieses "Polling" kostet Strom und senkt durch ständige Übertragung von Statusmeldungen statt Nutzdaten auch Bandbreite. Bei USB 3.0 kann ein Gerät dem Host aber auch melden, dass es derzeit für Datenübertragungen nicht bereit ist, der Host fragt dann nicht weiter. Erst wenn das Gerät selbst wieder Daten übertragen will, teilt es das dem Host mit.

Zwei Adernpaare für je eine Richtung machen Tempo
Zwei Adernpaare für je eine Richtung machen Tempo
Mobile Geräte können dadurch also in einen Stand-by-Modus schalten, wenn gerade nichts zu tun ist. Fordert der Host aber Daten an, so kann er das Gerät auch aufwecken. Das regelmäßige Polling ist damit abgeschafft, stattdessen können sowohl Geräte wie Host eine Datenübertragung anstoßen. Fragt der Host nach Daten und das Gerät meldet sich nicht, gilt es wirklich als nicht mehr vorhanden.

Neben dem Einsparen von elektrischer Leistung kann ein USB-3.0-Host aber auch mehr Strom als bisher zur Verfügung stellen: 900 Milliampere pro Port statt bisher 500 Milliampere. Das ist beispielsweise für externe Festplatten wichtig. Deren oft mitgelieferte Y-Adapter verletzten nämlich die USB-Spezifikation. Aktuelle 2,5-Zoll-Platten sind aber so sparsam, dass sie an Ports, die wirklich 500 Milliampere liefern, auch mit einem Anschluss funktionieren.

Ein Hub für USB 3.0 enthält einen für USB 2.0
Ein Hub für USB 3.0 enthält einen für USB 2.0
Wie auch die Kabel werden die Hubs für USB 3.0 deutlich komplexer. Kann man USB-2.0-Hubs inzwischen für ein paar Euro kaufen, so dürfte sich das zumindest anfangs für USB 3.0 erledigt haben. Ein USB-3.0-Hub enthält nämlich neben der Logik für den neuen Standard einen kompletten Hub nach Version 2.0. Dadurch lassen sich 2.0- und 3.0-Geräte mischen, die Übertragungen laufen auf verschiedenen Pfaden ab.

Das neue Logo für die Stecker - 'SS' steht für SuperSpeed
Das neue Logo für die Stecker - 'SS' steht für SuperSpeed
All dieser Aufwand ist nötig, um die Übertragungsgeschwindigkeit von 5 Gigabit pro Sekunde alias "SuperSpeed" zu erreichen - gegenüber USB 2.0 mit 480 MBit/s eine Verzehnfachung. Im Sinne der Kompatibilität hat sich jedoch an den Protokollen auf Softwareebene nur wenig verändert. Daher gibt das USB-IF auch derzeit nur Nettodatenraten von 300 Megabyte pro Sekunde an, und nicht einmal 350 Megabyte pro Sekunde, wie man nach den bisherigen 35 Megabyte pro Sekunde von USB 2.0 erwarten würde.

Aber auch darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, die Spezifikation erwähnt an vielen Stellen, dass noch Erweiterungen möglich sind. Mit den ersten Geräten für USB 3.0 rechnet zudem das USB-IF selbst erst Mitte 2009, und erst im Jahr 2010 soll die Verbreitung der neuen Schnittstelle stark wachsen. Zeit wäre es.

 So funktioniert USB 3.0 - nicht alles bleibt kompatibel

Käsebrot 17. Jun 2010

Locker bleiben. Wie kann amn sich nur so künstlich aufregen ? Generell sind doch...

dertester123 04. Apr 2010

Ein Wunder das einige hier noch net von der Brücke gesprungen sind. Freut euch das ein...

Demokratusmaximus 15. Nov 2009

Und? Ich bin mir sicher vor 5 Jahren konnte man mit einem 2 ghz rechner noch vernünftig...

Demokratusmaximus 15. Nov 2009

Also jetzt auf jeden fall!

Neutronium 27. Jul 2009

Die Mini- und Micro-USB-Stecker müssen sicherlich unterschiedlich aussehen, aber für den...

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