iPill - Intelligente Pille dosiert Medikamente

Philips entwickelt intelligente Pille für Behandlung vor Ort

Philips hat eine intelligente Pille entwickelt, die Medikamente direkt an einem Krankheitsherd freisetzt. Über einen pH-Sensor stellt die Sonde fest, in welchem Organ sie sich befindet.

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Kameras, die der Patient verschluckt und die Bilder aus dem Innern seines Körpers liefern, gibt es schon seit mehreren Jahren. Philips hat nun ein System entwickelt, das Krankheiten vor Ort behandelt.

iPill (Foto: Philips)
iPill (Foto: Philips)
Intelligente Pille, iPill, haben die Entwickler ihre etwa 1 x 2,5 Zentimeter große Sonde getauft. Neben einem Tank, in dem sie Medikamente transportiert, enthält sie einen Prozessor, der eine Pumpe steuert, eine Batterie auf Silberoxid-Basis sowie Sensoren, die den pH-Wert und die Temperatur messen. Über einen Funkchip kann die Sonde mit einem Computer außerhalb des Körpers kommunizieren.

Die Reise der iPill durch den Körper des Patienten beginnt ganz konventionell, indem der Patient sie herunterschluckt. Auf natürlichem Weg bewegt sie sich nun durch den Verdauungstrakt. Als Navigationssystem dient der Pille der pH-Wert der Umgebung: Im sauren Milieu des Magens ist er niedrig, steigt aber im Darm stetig an. Die pH-Werte im Dünn- und im Dickdarm unterscheiden sich ebenfalls voneinander, so dass die Sonde über den pH-Sensor weiß, in welchem Organ sie sich befindet. So kann die Pumpe die mitgeführten Medikamente genau an der richtigen Stelle freisetzen. Das kann auf einen Schlag geschehen, permanent während der ganzen Reise durch den Körper oder an verschiedenen, vorher bestimmten Stellen. Für die Steuerung ist der Mikroprozessor verantwortlich.

iPill (Bild: Philips)
iPill (Bild: Philips)
Über den Funkchip sendet iPill zudem Daten wie die Temperatur aus den Innereien an einen Computer. Dieser wiederum kann der Sonde wiederum weitere Steuerungsbefehle erteilen. Der Strom, den die Batterie liefert, reiche für den ganzen Durchgang der Pille durch den menschlichen Körper, sagte Steve Klink, Sprecher von Philips Research, Golem.de. Wiederaufladbar ist die Batterie allerdings nicht - das System ist für den Einwegeinsatz gedacht.

Immer mehr Menschen in der westlichen Welt leiden an chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Es sei zwar möglich, diese medikamentös etwa mit Steroiden zu behandeln, die jedoch in höheren Dosen Nebenwirkungen haben, so Philips. Mit der iPill sei es möglich, die Arzneimittel genau an den Ort der Erkrankung zu bringen. Dadurch könne die Dosierung der Medikamente reduziert werden.

Mit der iPill werde zudem eine neue ganz Behandlungsmethode von Morbus Crohn möglich, erklärte Klink. Gegen die Krankheit sei ein neuer Wirkstoff gefunden worden, der aber im Magen zersetzt werde. Mit der iPill werde es aber möglich sein, das Medikament sicher durch den Magen zu transportieren und erst im Darm freizusetzen.

Neben der iPill entwickelt Philips auch Methoden, um Medikamente über die Blutbahn an einen bestimmten Punkt auszuliefern. Dazu sollen dem Patienten winzige Bläschen von der Größe eines rotes Blutkörperchens injiziert werden, die zur Hälfte mit Sauerstoff, zur Häglfte mit einem Medikament gefüllt sind. Per Ultraschall solle der Arzt ihren Weg durch den Körper verfolgen, so Klink. Seien sie am Ziel angekommen, werden sie zum Platzen gebracht und geben den Wirkstoff frei.


Beowolf 13. Nov 2008

wie h-ißt i-gentlich die neue i-ssorte von i-hrmann?

Cheru 13. Nov 2008

l(i)l

Martin F. 13. Nov 2008

Kauf dir halt einen Monitor mit kleineren Pixeln.

Apple-und-i 13. Nov 2008

Äh, zunächst mal: A380 kommt von Airbus, nicht von Boeing. Und dann: Wie groß sollte denn...

knowledgebase 13. Nov 2008

...das ganze auch optisch in ein verhältnis setzen kann... also ich würde sagen da teil...

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