Golem.de
 
Suchen bei Golem.de
Videos
Kingdoms of Amalur Reckoning - Debut Trailer Kingdoms of Amalur Reckoning - Debut Trailer
Stellenmarkt

SAP-BI-Berater (m/w)
Tönsmeier Dienstleistung GmbH & Co. KG, Porta Westfalica

JAVA Software-Entwickler (m/w)
TESIS DYNAware GmbH, München

Senior P&I Consultant - Application Manager CORDYS (m/w)
Siemens Financial Services GmbH, München

Detailsuche
Newsletterabo
Verwandte Themen

Wissenschaft, Technologie

Verwandte Artikel
Letzte Meldungen

O2: Kombiangebot aus Handyvertrag und Alice-DSL-Anschluss kommt

Lost in Space: 28 Millionen US-Dollar für Raumfahrer Lord British

Gnome: Desktop soll ins Web

Spieletest Starcraft 2: Mehr Einzelspielerstrategie geht nicht

Blackberry 6: Erste Geräte kommen erst im Herbst

Motorola: Der Smartphone-Absatz ist gestiegen

Steve Ballmer: Windows-7-Tablets in Vorbereitung

Microsoft: Linux Integration Services 2.1 prüft Herzschlag

Eclipse SDK 4.0: Entwicklungsplattform mit neuer Benutzerschnittstelle

Nokia: Ovi Browser für S40-Handys tut es Opera Mini gleich

Google und Adobe: Chrome ab sofort mit integriertem Flash-Player

Mozilla: Updates für Firefox Home und Sync

Sysadminday: Feiert den Icon-Dieb!

Blog-Software: Wordpress 3.0.1 beseitigt Fehler

Echtzeit-Kompression: IBM kauft Storwize

Microsoft: Beta des Internet Explorer 9 im September 2010

Web Timing: Wie schnell lädt eine Website?

Freier Media-Player: VLC 1.1.2 veröffentlicht

Mac-kompatibel: Webcam zum Mitnehmen

15 Minuten: Youtube erhöht Upload-Limit

Digitales Rückteil: Sinar baut DSLRs zu Fachkameras um

Panasonic: 3D-Filme selbst drehen

WiFi-Gate: Britischer Datenschützer entlastet Google

Yes, we can: FBI soll Verkehrsdaten ohne Richterbeschluss bekommen

LTE-Mobilfunk: O2 startet Ende des Jahres Netze in Halle und München

Alien Arena 2010: Mehr Licht und Schatten

App-Genome-Projekt: Android-App sammelt persönliche Daten und gibt sie weiter

Rakudo Star: Perl 6 ist benutzbar

Elektromobilität: Blink - der iPod unter den Ladesäulen

Großbritannien: Sky sendet ab Oktober in 3D

Weitere News


Haben wir etwas übersehen? Dann Mail an news@golem.de.

HOME

Wissenschaft / 12.11.2008 / 14:26Trackback    Teilen    Druck 

Das Kaukraftwerk fürs Hörgerät

Energy-Harvesting-System für Hörgeräte gewinnt Strom aus Kieferbewegungen

Chemnitzer Forscher entwickeln ein System, das Kieferbewegungen in elektrische Energie wandeln soll. Das Energy-Harvesting-System soll Hörgeräte mit Strom versorgen.

Wir tragen immer mehr mobile Geräte mit uns herum, die alle mit Strom versorgt werden wollen. Forscher suchen nach Möglichkeiten, Akkus anders wieder aufzuladen als mit einem Ladegerät. Energy Harvesting werden solche Verfahren zur Erzeugung elektrischer Energie aus der Umgebung genannt.

"Unter Energy Harvesting versteht man die Versorgung eines Systems mit Energie aus seiner unmittelbaren Umgebung. Im Gegensatz zu den allgemein bekannten Energiequellen der Natur wie Licht und Wind rücken hier vor allem Vibrationen, Temperaturunterschiede, Luftströmungen und mechanische Bewegungen in den Fokus der Betrachtungen", erklärt Olfa Kanoun, die an der TU Chemnitz eine Forschungsgruppe zu diesem Thema leitet. Dabei werden beispielsweise das Hemd, der Schuh oder das Knie zum Kraftwerk.

Olfa Kanoun und ihr Team (Foto: Heiko Kießling)
Olfa Kanoun und ihr Team (Foto: Heiko Kießling)
Die Chemnitzer Gruppe entwickelt derzeit ein System, das Strom für Hörgeräte erzeugen soll. Die Idee: Der Träger lädt die Akkus bei Essen, denn die Energie wird durch die Bewegungen des Kiefers erzeugt. Der Kiefer sei als Energiequelle sehr gut geeignet, weil die Energie dort gewandelt werde, wo sie auch gebraucht wird, erläutert Kanoun. Ist das Konzept fertig, wollen die Chemnitzer das System zusammen mit einem Industriepartner umsetzen.

Das Kaukraftwerk stellt die Wissenschaftler jedoch noch vor Herausforderungen. So darf der elektromechanische Wandler, der aus den Vibrationen des Kiefers Strom erzeugt, nur etwa die Größe eines Stecknadelkopfes haben, damit er in ein Hörgerät passt. Ein anderes Problem, mit dem sich die Forscher derzeit intensiv beschäftigen, ist das Energiemanagement. Das ist nötig, damit der Generator die unregelmäßigen Kieferbewegungen in eine konstante Spannung wandelt.

Nach Angaben der Wissenschaftler hört jeder zehnte Deutsche schlecht, 20 Prozent der Schwerhörigen trügen ein Hörgerät. Ein Hörgerät verbrauche bis zu 60 Batterien im Jahr. "Allein in Deutschland werden rund 1,6 Milliarden Batterien jährlich verwertet. Auch wenn man nur einen Teil dieser einsparen könnte, würde man nicht nur einen wesentlichen Beitrag für die Umwelt leisten, sondern auch die Mobilität, Flexibilität und den Komfort für die Anwender deutlich verbessern können", sagt Kanoun

Auf der Suche nach einer geeigneten Energiequelle hatten die Chemnitzer Forscher zunächst nach der Stelle des menschlichen Körpers gesucht, die die meiste Energie abgibt. Dazu hatten die Wissenschaftler Probanden mit Sensoren an Händen, Kiefer und Beinen ausgestattet und sie bei verschiedenen Tätigkeiten wie Lesen, Essen und Laufen beobachtet. "Mit den gemessenen Bewegungen haben wir dann ein theoretisches Modell für einen entsprechenden Energiewandler aufgestellt, um abschätzen zu können, durch welche Bewegung die größte Energie abgefangen werden kann", so Kanoun. Zu ihrer Überraschung stellten die Forscher fest, dass nicht, wie sie erwartet hatten, aus den Vibrationen bei Laufbewegungen, sondern aus den Bewegungen des Kiefers beim Kauen und Sprechen die meiste Energie geerntet werden kann.

Sollte sich dieses Konzept durchsetzen, haben Schüler in Zukunft eine gute Ausrede, während des Unterrichts Kaugummi zu kauen: "Ich lade den Akku von meinem Rechner." (wp)
Kommentar-Übersicht / Kommentieren:
Re: 60 Batterien im Jahr? (AndyMt, 13.11.08 17:29)
Re: 60 Batterien im Jahr? (Martin Z., 13.11.08 15:11)
Re: 60 Batterien im Jahr? (AndyMt, 13.11.08 13:41)
Re: 60 Batterien im Jahr? (JB-Elvis, 13.11.08 10:51)
Re: 60 Batterien im Jahr? (HORST123, 13.11.08 09:36)
Trackback:

Kraftwerk Kiefer (Solvium blog, 12.11.08 21:14)

Hörgeräte: Nie wieder Batterien (Vitalecke Fitline, 12.11.08 17:08)

Links zum Artikel
Bookmarks:
Artikel bei Mister Wong ablegen Artikel bei Yigg ablegen Artikel bei Linkarena ablegen Artikel bei Google ablegen Artikel bei del.icio.us ablegen Artikel bei Webnews ablegen
Aktuelle Artikel

O2
Kombiangebot aus Handyvertrag und Alice-DSL-Anschluss kommt

O2: Kombiangebot aus Handyvertrag und Alice-DSL-Anschluss kommt In Kürze will O2 nach der Hansenet-Übernahme ein Kombiangebot mit einem Mobilfunkvertrag von O2 und einem DSL-Anschluss von Alice an den Start gehen. Das erklärte René Schuster, CEO von O2 Deutschland, anlässlich der Vorstellung der aktuellen Quartalszahlen des Netzbetreibers.

Lost in Space
28 Millionen US-Dollar für Raumfahrer Lord British

Lost in Space: 28 Millionen US-Dollar für Raumfahrer Lord British Der Spieledesigner und Freizeitastronaut Richard Garriott, unter Fans auch bekannt als Lord British, hat einen Rechtsstreit gegen NC Soft in erster Instanz gewonnen - und damit 28 Millionen US-Dollar.

Gnome
Desktop soll ins Web

Gnome: Desktop soll ins Web Gnome-Entwickler fordern einen Umbruch für den Gnome-Desktop: Er solle künftig auf HTML und CSS setzen statt auf GTK+ und Python. Das sagte Luis Villa, Mitglied im Gnome-Beirat, auf der Entwicklerkonferenz GUADEC.

 

 

Audio/Video | Desktop-Applikationen | Foto | Games | Handy | Internet | Mobil | OSS | PC-Hardware | Politik/Recht | Security | Software-Entwicklung | Wirtschaft | Wissenschaft

Ticker | RSS | API | Forum | Zusatz-Dienste | Jobs | IT-Events

Home | Impressum | Werbung | Freunde

Copyright © 1997 - 2010 Golem.de. Alle Rechte vorbehalten.

 

Zum Artikel Text einblenden Text ausblenden