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Windows 7 kommt ohne USB 3.0Spätere Nachrüstung geplant - auch für Windows Vista
Wie CNET berichtet, hatte der Intel-Direktor und Vorsitzende des USB Implementors Forum Jeff Ravencraft im Rahmen der WinHEC die endgültige Spezifikation für USB 3.0 für den 17. November 2008 angekündigt. Bereits im August hatte Intel eine Version 0.9 des Standards veröffentlicht, nachdem dem Unternehmen von anderen
Chipherstellern eine Verschleppung der Spezifikation vorgeworfen worden war.
Obwohl nun Schwung in die Arbeiten an USB 3.0 kommt, ist das für Windows 7 zu spät. Microsofts Projektmanager für den USB-Stack von Windows-Betriebssystemen, Lars Giusti, legte sich laut CNET fest: Windows 7 soll zunächst ohne Unterstützung für die neue Schnittstelle erscheinen. Da die nächste Windows-Version erst Anfang 2010 auf den Markt kommen soll, erscheint diese Aussage verwunderlich. Giusti erklärte jedoch, er rechne im Jahr 2010 mit einer breiten Verfügbarkeit von Geräten für USB 3.0, da erst 2009 die Spezifikationen allen Hardwareherstellern zugänglich gemacht werden sollen. Bis jetzt gebe es noch nicht einmal Prototypen von Geräten mit USB 3.0, daher könne sich Microsoft noch nicht an die Entwicklung machen. Die Nachrüstung von USB 3.0 soll jedoch keine Probleme verursachen. Wie Giusti weiter erklärte, hätten Umfragen bei PC-Herstellern ergeben, dass auch für ältere Windows-Versionen, insbesondere Windows Vista, Unterstützung von USB 3.0 gewünscht wird. Für Windows XP gibt es aber wohl kaum Hoffnungen. Offenbar versucht Microsoft mit der vorsichtigen Strategie zu USB 3.0 ein Debakel mit einer neuen Schnittstelle wie bei Windows 95 zu vermeiden. Dort war die erstmalige Unterstützung von USB in der ersten Version auch nicht enthalten und wurde durch das "OEM Service Release 2" nachgerüstet. Damit funktionierten jedoch viele USB-Funktionen nicht richtig, so dass der dann bessere USB-Support von Windows 98 eines der wichtigsten Argumente für die Entwicklung dieser Windows-Version wurde. USB 3.0 stellt über zehn Jahre nach Erscheinen von USB 2.0 auch die Software vor neue Herausforderungen. So soll nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeit dank neuer optischer Kabel von derzeit 480 MBit pro Sekunde auf rund 5 Gigabit pro Sekunde erhöht werden. Auch das Konzept des "Polling" von USB-Geräten wird weitgehend aufgegeben. Mit USB 2.0 können USB-Geräte auch schnelle Rechner lahmlegen, wenn sie fortlaufend einen fehlerhaften Status an den Host-Controller melden. Das Betriebssystem muss für einen Wegfall des Pollings aber viel mehr Zustände eines USB-Gerätes berücksichtigen als bisher. Als Schnittstelle, von der die Geräte auch im laufenden Betrieb abgezogen werden können, ist USB ohnehin schon aus Sicht des Betriebssystems und der Treiber nicht trivial. Dass die beteiligten Unternehmen bei USB 3.0 schon jetzt alles recht genau nehmen und sich teilweise bekriegen, liegt am erwarteten Erfolg, der den von USB 1.1 und 2.0 wiederholen soll. Schon zwischen 2001 und 2007 wurden nach Zahlen der Marktforscher von In-Stat weltweit 6,2 Milliarden USB-Geräte verkauft. (nie)
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