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Britische Steuerwebsite nach Datenpanne geschlossen

Premierminister kündigte neue Richtlinien zum Umgang mit vertraulichen Daten an

Nachdem ein USB-Stick mit vertraulichen Daten auf einem öffentlichen Parkplatz gefunden wurde, musste das britische Arbeits- und Rentenministerium eine offizielle Website aus Sicherheitsgründen vom Netz nehmen. Wieder ist ein externer Dienstleister für die Datenpanne verantwortlich.

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Wieder ist in Großbritannien ein Datenträger mit vertraulichen Daten verloren gegangen. Auf einem öffentlichen Parkplatz in Cannock in der Grafschaft Staffordshire wurde ein USB-Stick gefunden, auf dem sich Nutzerkennungen und Passwörter für den Government Gateway befanden, berichtet die britische Sonntagszeitung Mail On Sunday. Der Datenträger war der Zeitung in der vergangenen Woche zugespielt worden. Das Arbeits- und Rentenministerium (Department for Work and Pensions, DWP) sah sich daraufhin gezwungen, die E-Government-Website vorübergehend vom Netz zu nehmen. Über das E-Government-Portal können Bürger und Unternehmen mehrere hundert Dienstleistungen von rund 50 Regierungsbehörden in Anspruch nehmen.

Laut einem Computerexperten, der den mobilen Datenträger im Auftrag der Mail On Sunday untersuchte, befanden sich darauf Zugangsdaten, Sicherheitssoftware und der Quellcode des Systems. Nach seinen Angaben wäre es mit Hilfe dieser Daten möglich gewesen, sich Zugang zu den persönlichen Daten der 12 Millionen registrierten Nutzer zu verschaffen. Nach der Prüfung übergab die Mail On Sunday den USB-Stick der Polizei.

Das DWP widersprach dem Experten. Bei den Daten auf dem Stick habe es sich lediglich um verschlüsselte Zugangsdaten zu einer alten Version des Systems gehandelt, sagte die Sprecherin des Ministeriums der BBC. Die Integrität des Government Gateways sei nicht verletzt worden, so die Sprecherin. Das Portal wurde inzwischen wieder online gestellt.

Wie im Fall des verloren gegangenen USB-Speichers mit vertraulichen Daten von Strafgefangenen im August 2008 ist auch im aktuellen Fall ein externer Dienstleister für den Verlust verantwortlich. Ein Mitarbeiter des IT-Dienstleisters Atos Origin hatte ihn auf dem Parkplatz eines Pubs verloren. Nach Angaben einer Atos-Sprecherin hatte der Mitarbeiter den Datenträger unerlaubterweise aus dem Unternehmen mitgenommen. Das Unternehmen untersuche derzeit, wie es zu dem Verlust kommen konnte. Atos Origin betreibt seit 2006 das E-Government-Portal im Auftrag der britischen Regierung. Das Unternehmen ist international tätig. In Deutschland hat es im Jahr 2007 die Wartung und Weiterentwicklung von IT-Applikationen für das Privat- und Firmenkundengeschäft der Dresdner Bank übernommen.

Die Regierung nimmt den Fall offensichtlich sehr ernst: Premierminister Gordon Brown hat sich während seiner Auslandsreise in die Staaten am Persischen Golf dazu geäußert. Gus O'Donnell, Leiter des Cabinet Office, werde neue Richtlinien über den Umgang mit vertraulichen Daten an die Ministerien ausgeben, sagte Brown und kündigte an, "das Problem, Dinge herumliegen zu lassen, endgültig zu lösen".

Wie die Tageszeitung Times berichtet, wurden seit Ende 2007 277 Datenpannen bekannt. Der laxe Umgang mit vertraulichen Daten scheint auch in höchsten Regierungskreisen zu herrschen: Anfang Oktober 2008 hatte Arbeitsminister James Purnell vertrauliche Briefe im Zug liegen lassen.


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lach ja stimmt :-) 04. Nov 2008

sowas wie die in UK haben wir nicht mal bis jetzt. leben echt in einer seinzeit

Beratinator 03. Nov 2008

Oder die in mindestens 10kg Beton eingießen, so dass nur noch der Stecker rausschaut...

Ekelpack 03. Nov 2008

Oder einfach die USB-Ports in Firmenrechnern blocken, so wie es in jeder Firma...

Anarchy in Ju Käj 03. Nov 2008

Das wäre die logische Konsequenz nach all den peinlichen UBS-Stick-Debakel.

Mär 03. Nov 2008

Wir löschen lieber ein paar Daten zuviel als das sie herumliegen könnten ;)

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