Surfen wie in China

Firefox-Erweiterung imitiert die Surferfahrung in China

Die Firefox-Erweiterung China Channel zeigt, wie Chinesen das Internet erleben. Einmal installiert, verhindert sie Zugang zu Informationen, die die chinesische Regierung für ungeeignet hält.

Anzeige

Die Website der tibetischen Exilregierung? Verbindung abgebrochen. Platz des Himmlischen Friedens bei Wikipedia? Das Gleiche. Die Firefox-Erweiterung China Channel nehme den Surfer mit auf "eine unvergessliche Reise nach China" und gebe ihm einen Eindruck vom "technischen Sachverstand des chinesischen Ministeriums für Informationsindustrie (das von westlichen Unternehmen unterstützt wird).", schreibt Aram Bartholl, einer der Entwickler des Werkzeugs, in seinem Blog.

Willkommen hinter der Great Firewall
Willkommen hinter der Great Firewall

Nachdem der Nutzer die Erweiterung, eine .xpi-Datei, heruntergeladen und installiert hat, erscheint im Browser ein Drop-Down-Menü und ein "Go"-Button. Wählt der Nutzer im Drop-Down-Menü den China-Channel, wird er über einen Proxy ins Reich der Mitte umgeleitet.

 
Video: China Channel

Nun kann der westliche Nutzer am eigenen Computer erfahren, welche Inhalte die Behörden in China für ungeeignet halten. Themen wie die Unabhängigkeit Tibets oder Taiwans sind ebenso tabu wie die Niederschlagung der Studentenproteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989, Demokratie oder die Falun-Gong-Sekte. Die IP-Adressen von Websites, auf denen solche Informationen zu finden sind, werden geblockt, die Seiten lassen sich nicht aufrufen. Einige Websites sind dabei ständig gesperrt, andere nur zeitweise. So war beispielsweise die Seite New York Times im Jahr 2001 erreichbar, nachdem die Zeitung ein Interview mit dem damaligen Staats- und Parteichef Jiang Zemin geführt hatte.

Golden Shield Project heißt dieses Zensursystem, das im Westen auch als Great Firewall bekannt ist. Bei dessen Einrichtung soll der Netzwerkausrüster Cisco die chinesischen Behörden unterstützt haben. Auch andere westliche Unternehmen passen sich in China den Vorgaben der Regierung an.

Das soll sich in Zukunft jedoch ändern: Einige US-Unternehmen haben mit Menschenrechtsgruppen und Forschungseinrichtungen einen Verhaltenskodex erstellt, nach dem sich Unternehmen künftig bei Geschäften in China und anderen Ländern, in denen Überwachung und Zensur praktiziert wird, richten sollen. Die Unternehmen verpflichten sich, die Rede- und Meinungsfreiheit sowie den Schutz der Privatsphäre zu achten statt Behörden in autoritären Staaten dabei zu unterstützen, sie einzuschränken.


Der Kaiser! 02. Apr 2011

Gewaltdarstellungen stellen hier auch keinerlei Problem dar. Aber wehe es ist mal eine...

äääääääääää 31. Okt 2008

Wo gehen wir denn hin? Ich bin ja eher dafür, ne Partei zu gründen, die Macht im...

mr.demand 31. Okt 2008

Und der einzelne ist so muendig das er weiss wann er Muell liest ja? Ich glaube nicht...

Pessimist aus... 31. Okt 2008

Das befürchte ich auch. In Australien bauen sie ja auch gerade an der Technik und...

kain ächtverkotzer 31. Okt 2008

Ich nutz nur kTorrent und da geh ich auf die erweiterten Einstellungen und mach einen...

Kommentieren


mmyNews / 30. Okt 2008

Die Welt mit anderen Augen sehen

Webregard - Watch the Web / 30. Okt 2008

Surfen wie in China und eine Braut dazu?



Anzeige

  1. Senior Knowledge Analyst (m/w) - Analytics Solutions
    The Boston Consulting Group GmbH, München oder Düsseldorf
  2. Tester/in Embedded Software
    Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG, Herzogenaurach
  3. Programmierer für SPS und Roboter (m/w)
    KOCH Industrieanlagen GmbH, Dernbach
  4. Spezialist (m/w) EDV-Organisation
    Volksbank Müllheim eG, Müllheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Apples iPad-Absatz geht erneut zurück

  2. Apple

    Das ist neu in iOS 8.1

  3. Same Day Delivery

    Ebay-Zustellung am selben Tag startet in Berlin

  4. Datendiebstahl

    Manipulierte Dropbox-Seiten phishen nach Mailaccounts

  5. Traktorstrahl

    Hin und zurück durch die Laserröhre

  6. Personalmarkt

    Welche IT-Fachkräfte im Jahr 73.400 Euro verdienen

  7. Wearables

    Microsofts Smartwatch soll bald kommen

  8. Eric Anholt

    Raspberry-Pi-Grafiktreiber erlaubt fast stabiles X

  9. Smartphone-Prozessor

    Der Exynos 5433 ist Samsungs erster 64-Bit-Chip

  10. Familien-Option

    Spotify lässt bis zu fünf Nutzer parallel Musik hören



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Nanotechnologie: Die unbekannten Teilchen
Nanotechnologie
Die unbekannten Teilchen
  1. Anode aus Titandioxid Neuer Akku lädt in wenigen Minuten
  2. Nanotechnologie Mit Nanoröhrchen gegen Produktfälschungen
  3. Bioelektronik Pilze sind die besten Zellschnittstellen

Test The Evil Within: Horror mit Hindernissen
Test The Evil Within
Horror mit Hindernissen
  1. Let's Player Gronkh und die Werbung für das Böse
  2. The Evil Within Baden in Blut ab 18

Datenschutz: Was der Online-Status bei Messengern wie Whatsapp verrät
Datenschutz
Was der Online-Status bei Messengern wie Whatsapp verrät
  1. Umfrage Nutzer nehmen Abschied von privaten Mails
  2. Gratistelefonie Whatsapp-Anruffunktion soll mit nächstem Update kommen
  3. Whatsapp-Alternative Line will den deutschen Markt erobern

    •  / 
    Zum Artikel