Atheros macht 802.11n-WLAN billiger und langsamer

Atheros-Chips sollen nur soviel wie 802.11g-Lösungen kosten

Mit drei neuen WLAN-Bausteinen will Atheros die Preispunkte für 802.11n-Komponenten auf das Niveau der immer noch in großer Zahl verkauften 802.11g-Geräte drücken. Die Lowcost-Chips erreichen brutto jedoch nur die Hälfte der Geschwindigkeit üblicher 802.11n-Geräte.

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WLAN-Bausteine mit einer Brutto-Datenrate von maximal 54 Megabit pro Sekunde werden immer noch vielfach verkauft, sie finden sich beispielsweise in den meisten Netbooks, aber auch in einfachen WLAN-Routern unter 50 Euro. 802.11n-Lösungen sind in der Regel rund doppelt so teuer, erreichen aber in der gegenwärtig verbreiteten Ausbaustufe auch brutto 300 MBit/s. Der immer noch nicht endgültig verabschiedete Standard sieht auch 450 MBit/s vor, was bisher aber nur wenige Geräte wie Intels Notebook-Modul WiFi 5300 erreichen. Passende Router gibt es aber noch nicht.

Schon für 300 MBit/s sind jedoch mindestens zwei Antennen nach dem MIMO-Prinzip nötig, für eine optimale Reichweite, bei der die hohe Bandbreite erhalten bleiben soll, sogar drei. Vor allem bei Notebooks wird die dritte Antenne oft eingespart, was man den Rechnern von außen nicht ansieht.

Mit einer Antenne sind mit 802.11n auf kurze Distanzen von einigen Metern immerhin auch 150 MBit/s zu erreichen, knapp das dreifache wie bei 802.11g, wenn man von Speziallösungen absieht. Solche Geräte kommen zwar auf Datenraten von über 100 MBit/s, sind aber nur innerhalb der Modelle desselben Herstellers zueinander kompatibel.

In der dreifachen Datenrate der "802.11n 1-Stream Specification" sieht Atheros, nach eigenen Angaben in punkto Stückzahlen größter Anbieter von 802.11n-Bausteinen, eine Marktlücke. Mit drei Bausteinen, die 150 MBit/s mit einer Antenne erreichen, sollen günstige WLAN-Geräte mit 802.11n möglich werden, die ähnlich wenig wie 802.11g-Geräte kosten.

Der Baustein AR9285 verfügt dabei über ein PCIe-Interface und passt so in Desktops und Notebooks. AR9002AP-1S heißt das Gegenstück für Router; für USB-Geräte wie externe WLAN-Dongles ist der AR9271 gedacht. Die ersten beiden Chips liefert Atheros derzeit in Musterstückzahlen aus, der USB-Baustein soll im vierten Quartal des Jahres 2008 folgen. Für alle drei Chips gibt es Treiber für Windows XP und Vista sowie MacOS und Linux.

Die mit den 1-Antennen-Chips bestückten Geräte können sich auch mit 802.11n-Netzen verständigen, die mit bis zu drei Antennen arbeiten. Sie erreichen dabei nur nicht die volle Geschwindigkeit. So soll es laut Atheros möglich sein, 150-MBit-Clients und 300-MBit-Clients an einem Router zu betreiben, der mit drei Antennen 300 MBit/s erreichen könnte. Angaben zur Reichweite und den Kosten der Chips machte Atheros noch nicht.

Nach den bisherigen Erfahrungen mit MIMO-WLANs nach 802.11n, die bei 300 MBit/s brutto rund 120 MBit/s netto erreichen, kann man unter günstigen Bedingungen wohl von etwa 60 MBit/s für die 1-Stream-Chips ausgehen. Das würde auch bei günstigen Geräten immerhin noch für das Streaming eines HD-Videos reichen, nicht aber für zwei.


c & c 29. Okt 2008

1 Cent kommt gut hin. Hatte erst die letzten Tage mein Notebook offen und ich hatte...

CyberMob 29. Okt 2008

Wird heute mit kleineren Buchsen als WLAN-Kabel verkauft. Kabelfernsehanbieter jagen über...

Puh 29. Okt 2008

Die Hersteller nun ja gerade so, als würden die Antennen eine Unsumme an Geld kosten...

Sodala 29. Okt 2008

Falsche Ländereinstellung? Beispiel: Stelle ich meine Time Capsule von Apple auf...

honk 29. Okt 2008

so, und weil du so brav warst schreibst du für uns alle jetzt doch mal die spezifikation...

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