Anzeige

US-Militärs warnen vor twitternden Terroristen

Terroristen könnten mobile Anwendungen zur Planung von Anschlägen nutzen

Der Geheimdienst der US-Armee warnt in einem Thesenpapier, auch Terroristen profitierten von aktuellen Entwicklungen bei der mobilen Internetnutzung. Islamistische Attentäter könnten mobile Anwendungen über Twitter bündeln, lautet eine Befürchtung. Ein Geheimdienstexperte hält das jedoch für übertrieben.

Anzeige

Der Bericht des 304th Military Intelligence Battalion beginnt mit konkreten Hinweisen auf mobile Anwendungen. Unter Berufung auf Diskussionen in einschlägigen Foren beschreibt er, welche mobilen Anwendungen Islamisten bereits nutzen oder nutzen wollen. So setzen sie das Mobiltelefon als Propagandaplattform ein, indem sie Bildschirmhintergründe oder mobile Videos verteilen. Allerdings wollen sie Mobiltelefone auch direkt für ihre Aktionen nutzen. Ein Nutzer etwa beschreibt, wie die Kamera des Gerätes für die Planung vom Anschlägen genutzt werden kann. Ein anderer schlägt die Installation von stimmverändernder Software für Telefongespräche über das Internet vor. Das soll verhindern, dass mögliche Lauscher die Gesprächspartner mittels Stimmerkennung identifizieren. Außerdem erwägen islamistische Terroristen, GPS-fähige Mobiltelefone wie das Nokia 6210 einzusetzen. Eine Diskussion, die das Papier zitiert, drehte sich beispielsweise um den "Einsatz von Geokoordinaten für Grenzübertritte, das Verstecken von Gegenständen oder die genaue Bestimmung von feindlichen Positionen".

Im zweiten Teil ihres Berichts spekulieren die Geheimdienstler darüber, wie Terroristen einige der genannten Anwendungen über Twitter bündeln könnten, um deren Wirkung zu vergrößern. Twitter sei bereits, so der Bericht, zu einem beliebten Werkzeug "von Sozialisten, Menschenrechtsgruppen, Kommunisten, Vegetariern, Anarchisten, religiösen Gruppen, Atheisten, politischen Eiferern, Hacktivisten und anderen geworden, um miteinander zu kommunizieren und Nachrichten an ein größeres Publikum zu schicken". Als aktuelles Beispiel nennt der Bericht den Einsatz von Twitter durch Demonstranten zur Koordierung ihrer Proteste beim Parteitag der US-Republikaner.

Der Bericht beschreibt drei mögliche Szenarien für den Einsatz von Twitter. So könnte ein Terrorist beispielsweise den Twitter-Feed eines US-Soldaten abonnieren und so Informationen für spätere terroristische Aktionen sammeln. Die Mitglieder einer terroristischen Zelle könnten sich ständig über ein Mash Up aus Google Maps und Twitter auf dem Laufenden halten, wo sie sich aktuell befinden, um einen Anschlag zu koordinieren. Die dritte Möglichkeit sei, einen Selbstmordattentäter mit einem Kamerahandy auszustatten, das Livebilder an das Mobiltelefon eines Komplizen schickt. Dieser könne dann die Bombe fernzünden, wenn er auf seinem Mobiltelefon sieht, dass der Attentäter am vorgesehenen Ort eingetroffen ist.

Steven Aftergood, Spezialist für Geheimdienste bei der Federation of the American Scientists, auf deren Website der Bericht veröffentlicht wurde, glaubt allerdings nicht an eine Bedrohung durch die Nutzung von Twitter. Solche Szenarien würden ersonnen, um auszuloten, was ein Gegner tun könnte. Aber man solle dabei auch beachten, was realistisch sei und was nicht. "Wenn wir die Zeit haben, über Bedrohungen durch Twitter nachzudenken, dann haben wir sonst keine Probleme. Ich denke, wir sollten die Kirche im Dorf lassen", sagte er dem US-Magazin Wired.


eye home zur Startseite
Ralph 29. Okt 2008

Und damit indirekt zur Durchführung von Anschlägen. (dass Terroristen ihr Hirn verwenden...

Der Kaiser 29. Okt 2008

Danke! :) War ich wohl etwas unaufmerksam. ^^'

VorratsTerrorSp... 28. Okt 2008

Das ist falsch ausgedrückt, oder? Wissen offen zugänglich zu machen halte ich für eine...

VorratsTerrorSp... 28. Okt 2008

Falsch! Jeder, der in Deutschland (oder auch in vielen anderen Ländern) ein Handy, ein...

bääry 28. Okt 2008

Golem ist ja schon so weit, dass sie unbeliebte Comments einfach löschen wie sie wollen....

Kommentieren


Aktion Störtebeker / 28. Okt 2008

Anschlag mit Twitter planen?

blog@netplanet / 27. Okt 2008

Twitternde Terroristen.

MACNOTES.DE / 27. Okt 2008

Notizen vom 27. Oktober 2008



Anzeige

  1. (Junior) Technical Consultant Automotive Vernetzte Dienste (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, München, Gaimersheim oder Leinfelden-Echterdingen
  2. Java Software-Entwickler (m/w)
    Clausohm-Software GmbH, Neverin, Berlin, Aachen
  3. IT Testmanager (m/w) Customer Relationship Management / Scrum
    Media-Saturn E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  4. Managementberater (m/w) im Bereich Business Intelligence - Senior Professional
    Horváth & Partners Management Consultants, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München oder Stuttgart

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. NUR FÜR KURZE ZEIT: LG 27MU67-B UHD-Monitor + The Division
    403,95€ inkl. Versand (Vergleichspreise ab ca. 457€ - Solange der Vorrat reicht)
  2. NUR FÜR KURZE ZEIT: Corsair CML16GX3M2A1600C9 16-GB-DDR3-Kit
    59,90€ inkl. Versand (Vergleichspreise ab ca. 67€ - Solange der Vorrat reicht)
  3. NUR BIS SONNTAG: 10 Blu-rays für 50 EUR
    (u. a. Indiana Jones, Lucy, Jack Reacher, Cooties, Airport, Big Jake)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Ultra Compact Network

    Nokia baut LTE-Station als Rucksacklösung

  2. Juniper EX2300-C-12T/P

    Kompakt, lüfterlos und mit 124 Watt Powerbudget

  3. Vorratsdatenspeicherung

    Alarm im VDS-Tresor

  4. Be Quiet Silent Loop

    Sei leise, Wasserkühlung!

  5. Kryptowährung

    Australische Behörden versteigern beschlagnahmte Bitcoins

  6. ZUK Z2

    Android-Smartphone mit Snapdragon 820 für 245 Euro

  7. Zenbook 3 im Hands on

    Kleiner, leichter und schneller als das Macbook

  8. Autokauf

    Landgericht Köln entdeckt, dass SMS sich löschen lassen

  9. Toughpad FZ-B2 Mk 2

    Panasonic zeigt neues Full-Ruggedized-Tablet mit Android

  10. Charm

    Samsungs Fitness-Tracker mit langer Laufzeit kostet 30 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
GPD XD im Test: Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
GPD XD im Test
Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
  1. Gran Turismo Sport Ein Bündnis mit der Realität
  2. Xbox Scorpio Schneller als Playstation Neo und mit Rift-Unterstützung
  3. AMD Drei Konsolen-Chips für 2017 angekündigt

Xperia X im Hands on: Sonys vorgetäuschte Oberklasse
Xperia X im Hands on
Sonys vorgetäuschte Oberklasse
  1. Die Woche im Video Die Schoko-Burger-Woche bei Golem.de - mmhhhh!
  2. Android 6.0 Ein großer Haufen Marshmallow für Samsung und Co.
  3. Google Android N erscheint auch für Nicht-Nexus-Smartphones

Oracle vs. Google: Wie man Geschworene am besten verwirrt
Oracle vs. Google
Wie man Geschworene am besten verwirrt
  1. Oracle-Anwältin nach Niederlage "Google hat die GPL getötet"
  2. Java-Rechtsstreit Oracle verliert gegen Google
  3. Oracle vs. Google Wie viel Fair Use steckt in 11.000 Codezeilen?

  1. Re: Wen interessieren die AGB?

    Apfelbrot | 01:37

  2. Re: Erbärmlich

    User_x | 01:30

  3. Re: "..sichtlich genossen.."

    User_x | 01:28

  4. Re: Ansichtssache

    thesmann | 01:26

  5. Re: Wenn Tim Cook aus dem Fenster springt.....

    User_x | 01:20


  1. 19:26

  2. 18:41

  3. 18:36

  4. 18:16

  5. 18:11

  6. 17:31

  7. 17:26

  8. 16:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel