Anzeige

Verbraucherschützer erfolgreich gegen Kostenfallen

Online Service Ltd. muss Gewinn offenlegen

Der Bundesverband der Verbraucherzentrale (vzbv) vermeldet einen Etappensieg beim juristischen Kampf gegen Kostenfallen. Der Internetanbieter Online Service Ltd. muss seine Gewinne offenlegen, die er mit Abofallen erzielt hat. Auch gegen Web.de gingen die Verbraucherschützer erfolgreich vor.

Das Landgericht Hanau folgte der Auffassung des vzbv (Landgericht Koblenz AZ 4 HK O 182/08). Folgt auch die Berufungsinstanz der Ansicht der Hanauer Richter, ließe sich gerichtlich durchsetzen, dass die Gewinne zugunsten der Staatskasse eingezogen werden. Vzbv-Chef Gerd Billen deutete die Urteile als "wichtiges Signal an alle schwarzen Schafe im Internetgeschäft".

Anzeige

Im April 2007 hatte der Verband die Firma wegen Wettbewerbsverstößen auf verschiedenen Internetseiten abgemahnt. Darunter lebenstest.de, berufs-wahl.de, iq-fieber.de, online-flirten.de und my-adventskalender.de. Die Seiten seien derart gestaltet gewesen, dass die Nutzer den Eindruck erhalten konnten, die Angebote für Leistungen wie Lebenserwartungstests seien kostenfrei. Tatsächlich ging man mit der Anmeldung einen kostenpflichtigen Vertrag über mindestens 59 Euro ein. Über diese Folgen hatte der Anbieter lediglich im Kleingedruckten informiert.

Im Dezember 2007 mahnte der Verbraucherzentrale Bundesverband Online Service Ltd. wegen eines ähnlich gestalteten Angebots für einen Adventskalender ab. Die Sachverhalte machte er anschließend zum Gegenstand der laufenden Gewinnabschöpfungsverfahren.

Nach Schätzungen der Verbraucherzentralen werden monatlich über 20.000 Verbrauchern im Internet versteckte Aboverträge untergeschoben. "Kostenfallen sind eine moderne Landplage. Es wird höchste Zeit, dass der Gesetzgeber diese Abzocke der Verbraucher unterbindet", fordert Billen. Nutzer dürften nicht erst mit der Zusendung der Rechnung erfahren, dass ein Internetangebot kostenpflichtig war.

Auch gegen den E-Mail-Anbieter Web.de gingen die Verbraucherschützer in erster Instanz erfolgreich vor. Das Unternehmen habe seinen Kunden eine dreimonatige Clubmitgliedschaft als "Treuegeschenk" und "Dankeschön" angepriesen, die sich in ein kostenpflichtiges Abo umwandelte, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wurde. Web.de habe darauf lediglich im Kleingedruckten hingewiesen.

Das Landgericht Koblenz erkannte darin eine irreführende Geschäftspraxis (Landgericht Hanau AZ 9 O 551/08 und 1 O 569/08). Derweil hat der vzbv weitere rechtliche Schritte eingeleitet, da es weitere Beschwerden von Kunden gab, die ein leicht abgeändertes Treuegeschenk-Angebot erhielten.

Alle vom vzbv angeführten Urteile sind noch nicht rechtskräftig.


eye home zur Startseite
Deamon_ 12. Mär 2009

Dieser Meinung schließe ich mich voll an. Da 50 % der Ehen geschieden werden, sind auch...

Nofel 24. Okt 2008

und was kann das Balge dafür, das der Erzeuger zu dämlich war eine Lümmeltüte zu...

CyberMob 24. Okt 2008

You made my day! Das ist ganz große Unterhaltung! Wie bist Du denn darauf gekommen? Wie...

TimTim 24. Okt 2008

Und was können die "Blagen" dafür, dass ihre Erzeugerin die Pille vergessen hat???

Unplugged 24. Okt 2008

Da kann einem das Kind wohl nur leid tun!

Kommentieren



Anzeige

  1. Systemarchitekt (m/w) - Surround View (ADAS)
    Continental AG, Ulm
  2. Medizininformatiker / Fachinformatiker (m/w) für Medizinische Informationssysteme
    Landeskrankenhaus (AöR), Andernach
  3. Entwicklungsingenieur / Domain Product Owner / Planning & Realization / Software-Koordination GUI (m/w)
    Daimler AG, Sindelfingen
  4. Software-Entwickler/in für den Bereich HMI
    Robert Bosch GmbH, Crailsheim

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Battlefield 1 angespielt

    Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburts-Spritze

  2. Förderung

    Telekom räumt ein, dass Fiber-To-The-Home billiger sein kann

  3. Procter & Gamble

    Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

  4. AVM

    Routerfreiheit bringt Kabel-TV per WLAN auf mobile Geräte

  5. Oculus App

    Vive-Besitzer können wieder Rift-exklusive Titel spielen

  6. Elektroauto

    Supersportwagen BMW i8 soll 400 km rein elektrisch fahren

  7. Keine externen Monitore mehr

    Apple schafft Thunderbolt-Display ersatzlos ab

  8. Browser

    Safari 10 soll auch auf älteren OS-X-Versionen laufen

  9. Dota

    Athleten müssen im E-Sport mehr als nur gut spielen

  10. Die Woche im Video

    Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus Three im Test: Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
Oneplus Three im Test
Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
  1. Android-Smartphone Diskussionen um Speichermanagement beim Oneplus Three
  2. Smartphones Oneplus soll keine günstigeren Modellreihen mehr planen
  3. Ohne Einladung Oneplus Three kommt mit 6 GByte RAM für 400 Euro

Smart City: Der Bürger gestaltet mit
Smart City
Der Bürger gestaltet mit
  1. Vernetztes Fahren Bosch will (fast) alle Parkplatzprobleme lösen

Vorratsdatenspeicherung: Vorgaben übertreffen laut Eco "schlimmste Befürchtungen"
Vorratsdatenspeicherung
Vorgaben übertreffen laut Eco "schlimmste Befürchtungen"
  1. Vorratsdatenspeicherung Alarm im VDS-Tresor
  2. Neue Snowden-Dokumente NSA lobte Deutschlands "wesentliche" Hilfe im Irak-Krieg
  3. Klage Verwaltungsgericht soll Vorratsdatenspeicherung stoppen

  1. Re: neues Thunderbolt Display mit Grafikkarte...

    rabatz | 17:25

  2. Re: Dvb-c

    Feuerfred | 17:24

  3. Re: War klar

    Netspy | 17:23

  4. Re: Amazing, Tesla Roadster Äquivalent 8 Jahre zu...

    Berner Rösti | 17:22

  5. Re: Automatische Waffen beim WW1?

    Keksmonster226 | 17:18


  1. 15:00

  2. 10:36

  3. 09:50

  4. 09:15

  5. 09:01

  6. 14:45

  7. 13:59

  8. 13:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel