Microsoft schwärzt Bildschirme zum Anti-Piracy Day

Monitore von chinesischen Computern werden einmal pro Stunde dunkel

Zu Microsofts Aktionstag gegen illegal genutzte Software gingen in China die Bildschirme vieler Computer aus und zeigten statt des laufenden Programms eine Warnung vor schwarz kopierter Software. Betriebssystem oder Programme hatten eine über das Internet durchgeführte Gültigkeitsprüfung nicht bestanden. Laut Microsoft sollen die Computer in den kommenden 45 Tagen einmal pro Stunde schwarz werden.

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Zum weltweiten Anti-Piracy Day am 21. Oktober 2008 hat sich Microsoft eine drastische Maßnahme einfallen lassen, um in China auf die unrechtmäßige Nutzung von Software aufmerksam zu machen, berichtet die englischsprachige Tageszeitung Shanghai Daily. Computer, deren Windows-Betriebssystems oder Office-Programm die Online-Gültigkeitsprüfung durch das Programm Windows Genuine Advantage nicht bestehen, versagen einmal in der Stunde den Dienst: Der Bildschirmhintergrund wird schwarz, und es erscheint ein Pop-up, das vor dem Gebrauch nicht lizensierter oder gefälschter Software warnt.

Auf offene Dateien hat das keine Auswirkungen. Klicken die Nutzer die Warnung weg, können sie weiter an ihrem Computer arbeiten. Sie können auch Hintergrundbild oder -farbe wieder nach eigenem Geschmack einrichten. Eine Stunde später wird der Hintergrund jedoch erneut schwarz. "Die Maßnahme soll die Nutzer warnen, nicht ihre Arbeit beeinträchtigen", zitiert die Zeitung aus einer Mitteilung von Microsoft. Die Aktion soll 45 Tage dauern. Im Internet haben sich Nutzer bereits darüber ausgetauscht, wie der schwarze Bildschirm umgangen werden könne. Die einfachste Möglichkeit sei, die automatische Aktualisierung auszuschalten. Laut Shanghai Daily laufen 90 Prozent der Computer in China unter Windows.

Der auf geistiges Eigentum spezialisierte Shanghaier Anwalt Liu Chunquan verurteilte Microsofts Vorgehen. Gegen Nutzer von illegal kopierter Software vorgehen, sei in Ordnung, wenn Microsoft von der illegalen Nutzung erfahre, weil die Programme versuchten, sich online zu aktualisieren. In diesem Falle habe das Unternehmen jedoch von sich aus unberechtigt Computer überprüft und sei damit zu weit gegangen. Die Software Windows Genuine Advantage, die untersucht, ob die Software legal ist, wurde per Online-Update auf die Computer transferiert. "Wenn Microsoft glaubt, ein Nutzer habe auf einem Computer illegal kopierte Software installiert, soll das Unternehmen Beweise dafür vor Gericht vorlegen und die zuständigen Behörden verständigen", sagte Liu der Zeitung.

Ziel von Microsofts Kampagne in 49 Ländern war, den Kampf gegen den "fortgeschrittenen illegalen Handel mit illegal kopierter oder gefälschter Software" zu intensivieren. Das Unternehmen hat zum einen Aufklärungskampagnen für Nutzer und Behörden gestartet. Zum anderen will es verstärkt strafrechtlich gegen Schwarzkopierer und Händler vorgehen.


spanther 26. Okt 2008

LOL kam der damit durch? XD Wie ist das ausgegangen bitte gib mal einen detailierten...

huahuahua 26. Okt 2008

Die Aktion ist völlig in Ordnung und mehr als überfällig, wobei Microsoft ja durchaus...

Dark 25. Okt 2008

Schön das das dein tgl. Job ist, bin ich froh, das meine Kunden Qualifikation und KnowHow...

Abseus 25. Okt 2008

wenn man dem update zugestimmt hat...versteh ich dein problem net!! wo bleibt da die...

CyberMob 25. Okt 2008

Dazu fällt mir die Geschichte von dem Einbrecher ein, der bei mir im Büro eine Kippe auf...

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