T-Systems-Kunden wegen Datenskandal bei Telekom besorgt

Clemens bittet Großkunden ins Rechenzentrum

Nach einer Kette von Datenskandalen bei der Deutschen Telekom reagieren nun die Kunden der Business-Sparte T-Systems nervös. T-Systems-Chef Reinhard Clemens hat seine 400 wichtigsten Kunden für Mitte November 2008 geladen, um die Wogen zu glätten.

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Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom, T-Systems, lädt Großkunden wie den Rüstungskonzern Airbus/EADS, den Automobilhersteller VW und die Geschäftsbank WestLB ins Unternehmen ein. Das berichtet das Magazin Capital. In speziellen Seminaren und Einzelterminen will T-Systems die international tätigen Konzerne über die Datensicherheitskonzepte informieren und Rechenzentren besuchen. Anlass seien eine Reihe besorgter Kundenanfragen wegen Datenskandalen im Mutterkonzern.

Im Mai 2008 war bekanntgeworden, dass die Telekom ihre Aufsichtsräte und missliebige Journalisten illegal überwacht hat, um herauszufinden, wer vertrauliche Informationen an die Medien weitergeleitet hatte. Es folgten Enthüllungen über einen ehemaligen Callcenter-Beschäftigten, der den Bonner Konzern mit gestohlenen Kundendaten erpresst habe. Kurz nach dem anschließenden Bekanntwerden des Diebstahls von über 17 Millionen Kundendaten bei T-Mobile im Oktober war eine weitere gefährliche Sicherheitslücke aufgetaucht, über die Daten von über 30 Millionen T-Mobile-Kunden abgerufen und manipuliert werden konnten.

Indirekt profitiert die Frankfurter Telekom-Tochter von den Skandalen. Nach den Informationen des Magazins erhält T-Systems über 100 Millionen Euro für neue Systeme zum Customer Relationship Management und für die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern im Telekom-Konzern.

Damit erhalten die Servicebetreuer auf einen Blick eine Übersicht zu allen Verträgen eines Telekom-Kunden im Festnetz oder im Mobilfunk und über dessen Zahlungsweise. Der indisch-amerikanische IT-Consulting- und Outsourcing-Dienstleister Cognizant, der im Frühjahr 2008 eine strategische Partnerschaft mit T-Systems eingegangen ist, werde die Arbeiten dafür zum Großteil übernehmen, so der Bericht.


mini-me 21. Okt 2008

und die übernahme vor ein paar jahren von VoiceStream in den USA war keine große Übernahme???

Haggis 21. Okt 2008

100 % agree

Ikbrokkeenhawai 20. Okt 2008

Das Problem bei T-Systems ist, dass die meisten Bestellungen und Aufträge aus den eigenen...

T-Critical 20. Okt 2008

Keine Sorge, die CRM-Einführung wird mind. 3 Jahre dauern und die Migration der Altdaten...

laZee 20. Okt 2008

Naja. Hast du eine Ahnung, wie es vorher aussah? Da hattest du wahrscheinlich alle Daten...

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