Datenleck bei Springer-Anzeigenblättern

Adressen zu anonymen Chiffre-Anzeigen offengelegt

Bei Anzeigenblättern des WBV Wochenblatt Verlags, der zum Medienkonzern Axel Springer gehört, waren im Monat September 2008 über Wochen persönliche Daten von Anzeigenkunden über das Internet zugänglich. Über die Google-Suchmaschine konnten Namen, Anschrift, Handynummer und Kontodaten für anonyme Chiffre-Anzeigen, beispielsweise aus der Rubrik "Heiraten und Bekanntschaften", gelesen werden.

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Dem Spiegel liegen Informationen über ein Datenleck beim Axel Springer Verlag vor. Es seien zunächst "einige tausend" Datensätze im Internet sichtbar gewesen, so WBV-Geschäftsführer Peter Prawdzik. Nach dem ersten Hinweis Ende September sei das Sicherheitsproblem sofort behoben worden. "Wir bedauern den Vorfall außerordentlich", sagte Springer-Sprecher Dirk Meyer-Bosse.

"Die Prüfung läuft noch, aber wir gehen davon aus, dass es sich hier um einen klaren Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz handelt", sagte Evelyn Seiffert, Referentin beim Hamburgischen Datenschutzbeauftragten, dem Magazin. Der Datenschutzbeauftragte des Springer-Konzerns hatte sich selbst an die Aufsichtsbehörde gewandt und den Fall offengelegt.

Nach Angaben des Springer-Verlags sei ein Programmierfehler eines externen Dienstleisters die Ursache gewesen. "Von dieser Datenpanne waren die Medien oder Onlineangebote der Axel Springer AG oder anderer Gesellschaften des Unternehmens nicht betroffen", da deren Datenbank- und IT-Struktur "völlig unabhängig" sei, hieß es weiter.

Gleich nach Entdeckung des Fehlers sei die vollständige Löschung der bereits automatisch zwischengespeicherten Daten im Suchmaschinen-Cache bei Google beantragt worden. "Gleichzeitig prüfen wir, wie betroffenen Kunden geholfen und entstandener Schaden umfassend ausgeglichen werden kann", so Jan Bayer, Chef der Regional- und Abozeitungssparte des Konzerns.


Martin F. 20. Okt 2008

Ich frag mich halt bloß, ob es ausreicht, die Sachen bei Google zu löschen, von was...

Jx 20. Okt 2008

was der Acel Springer Schadensersatz an Kunden leisten?????? Was das ist wohl die...

Tobias J. 20. Okt 2008

Datenschutzpanne ausgelöst durch Outsourcing. Das passt sehr gut zu Springerpresse, die...

9-Life-Moderator 20. Okt 2008

Sicher hätten die "Täter" auch Yahoo, Spider oder andere Datenkraken nutzen können. Aber...

Iknowwhatyoumean 19. Okt 2008

Sowas interessiert doch niemanden. Ich will fette Schlagzeilen, mit großen Unternehmen...

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