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Bundesregierung plant "De-Mail" für alleVerschlüsselte und authentifizierte Kommunikation mit Behörden
Unter dem Namen De-Mail sollen sichere E-Mails, ein Identifizierungsdienst und Dokumentenablage von zertifizierten Unternehmen angeboten werden. Nach Informationen der Financial Times Deutschland wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das Projekt Mitte November 2008 auf dem dritten deutschen IT-Gipfel in Darmstadt vorstellen. Federführend ist das Bundesinnenministerium, wichtigster Ansprechpartner in der Wirtschaft die Deutsche-Telekom-Tochter T-Systems.
Der Verbund der De-Mail-Anbieter basiert auf gegenseitig authentifizierten und verschlüsselten Kommunikationskanälen. Daten, die der Nutzer zur Übertragung oder Speicherung an einen De-Mail-Dienst übergibt, werden unmittelbar chiffriert und integritätsgeschützt. Wert werde auf die einfache Bedienbarkeit gelegt, heißt es in Projektunterlagen der Regierung, indem das Projekt "D-Mail" genannt wird. Zusätzliche Software werde nicht benötigt. Der De-Mail-Account stellt die Basis für die Nutzung der De-Mail-Dienste dar, erhältlich nach einer obligatorischen Erstregistrierung mit zuverlässiger Identifizierung, etwa durch persönliches Erscheinen in einem T-Punkt, einer Bankfiliale oder einem Fahrkartenschalter. Das Format einer De-Mail-Adresse beinhaltet die Attribute "Vorname.Nachname[.Nummer]@Diensteanbieter.zertIT.de", also beispielsweise "Markus.Meier2@web.zertIT.de". Beim Einsatz für E-Government-Dienste sind die drei Authentisierungsniveaus "normal", "hoch" und "sehr hoch" vorgesehen: "normal" ist mit dem bekannten Benutzername-Passwort-Verfahren vergleichbar. Für "sehr hoch" sind spezielle Authentizifierungsfunktionen wie der elektronische Personalausweis geplant. Die Nutzung von De-Mail ist freiwillig. Sie erleichtert dem Bürger aber nicht nur den Umgang mit der Bürokratie, sondern birgt auch die Gefahr der Gewöhnung an staatliche Überwachung. (asa)
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