Forscher wollen Netzwerke mit LED-Lampen aufbauen

Geschwindigkeiten zwischen 1 und 10 MBit/s anvisiert

Es muss nicht immer zwischen Geräten gefunkt werden. US-Forscher des Smart Lighting Centers wollen in einem Forschungsprojekt, das auf mindestens zehn Jahre angelegt ist, Licht für die Kommunikation nutzen. Als Signal- und Lichtquelle sollen LEDs dienen, die sich besonders schnell an- und wieder abschalten lassen.

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Die Leselampe als Access Point
Die Leselampe als Access Point
Forscher des Smart Lighting Centers (ERC) der Boston University wollen nicht mehr auf Radiowellen setzen, wie es heutzutage fast alle drahtlosen Netzwerke tun. Stattdessen soll Licht als Trägermedium der Informationen dienen. Genauer gesagt: Licht aus LEDs. Dabei sollen nicht spezielle Access Points mit LEDs überall verteilt werden, sondern ganz normale Lampen diese Aufgabe übernehmen. Die Lampen brauchen nur noch einen Netzwerkanschluss und müssen natürlich LEDs für die Beleuchtung nutzen. Die Forscher gehen davon aus, dass es zu einem Wechsel der Leuchtmittel kommen wird und die Zukunft der LED gehört.

Zu einer Datenübertragung kommt es, indem sich die LED-Lampen an- und ausschalten. Das geschieht allerdings so schnell, dass es vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen wird. Auch die Intensität der Raumbeleuchtung soll so nicht beeinträchtigt werden. Die Forscher wollen zunächst Datenübertragungsraten von 1 bis 10 MBit/s realisieren. Jede LED soll dabei als Access Point dienen und davon sitzen in einer Lampe oft mehrere, so dass LED-Netzwerke auch bei einzelnen Ausfällen der Dioden noch in der Lage wären, weiterzuarbeiten. Für die Zukunft gehen die Forscher davon aus, vergleichbare Geschwindigkeiten wie bei drahtlosen Funknetzwerken zu erreichen.

LED-Netzwerk
LED-Netzwerk
Licht wird schon länger für Kommunikation genutzt, sei es für kabelgebundene Netzwerke, die Lichtwellenleiter als Trägermedium nutzen, Laserverbindungen über weite Strecken oder die einfache Fernbedienung, die mit Licht im Infrarotbereich arbeitet und die Informationen an einen Fernseher überträgt. Ziel des ERC und seiner Partner ist es, in den nächsten Jahren an den Möglichkeiten zu forschen und diese auf breiter Ebene umzusetzen. Es geht also nicht nur um Vernetzung in Spezialfällen.

Die Forscher nennen zahlreiche Vorteile der Technik: Erst wenn das Netzwerk gebraucht wird, würde es aktiviert, etwa indem die Leselampe oder die Zimmerbeleuchtung angeschaltet wird. Während normale WLANs durch Wände hindurch abgehört werden können, ist dies bei lichtbasierten Netzwerken nicht mehr möglich. Da müsste ein Loch in die Wand gebohrt werden. Fenster in der Wand sollten dann aber durch lichtundurchlässige Vorhänge abgedichtet werden. Der Nutzer kann also selbst bestimmen, wie offen das eigene Netzwerk ist und könnte, wenn nötig, sogar auf eine Verschlüsselung verzichten. Auch die Ausdehnung des Netzwerkes ist letztlich von der Installation selbst abhängig. Ein WLAN funkt gerne deutlich weiter, als es vielleicht sollte.

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:-) 09. Okt 2008

Gevatter Tod wurde totenblass und todtraurig, als er die Tote so todblass liegen sah.

samUba 09. Okt 2008

na per WLAN =D

klugsch... 09. Okt 2008

Wenn uns der Tod ereilt, sind wir tot.

hin und zurück 09. Okt 2008

Zurück? Zum Beispiel über die Betriebs-LED des Computers/Laptops. Oder man kann die...

Daniel Eschenlohr 08. Okt 2008

ich befürchte fast die wollen das so machen wie bei den einfachen dsl über sateliet...

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