Forscher wollen Netzwerke mit LED-Lampen aufbauen

Anzeige

Bremslichter mit Doppelfunktion
Bremslichter mit Doppelfunktion
Die Verteilung der Signale soll auch kein Problem darstellen, befindet sich doch zumindest im Inneren eines Gebäudes praktisch überall eine Lampe, die Signale ausstrahlen könnte. Eine ähnliche Abdeckung ist natürlich auch mit vielen WLAN-Access-Points möglich, wenngleich auf einer Frequenz deswegen nicht mehr Information durch die Luft und die Wände gelangen kann.

Störungen durch andere WLANs in benachbarten Räumen sind kaum zu verhindern und ein Ausweichen auf das 5-GHz-Band (802.11a/n) nicht immer möglich. LED-Netzwerke sind im Inneren dagegen sauber getrennt und können sich auch zwischen Räumen nicht stören. So steht immer die volle Bandbreite innerhalb eines Lichtraumes zur Verfügung. Gegebenenfalls wird einfach die Zimmertür geschlossen oder der Vorhang zugezogen. Lichtquellen, die nicht auf LEDs basieren, könnten laut den Forschern jedoch zu geringeren Datenübertragungsraten führen. Auch das Sonnenlicht kann die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

LED-Netzwerk
LED-Netzwerk
Aber auch im Außenbereich wollen die Forscher, trotz möglicher Störungen, mit der LED-Technik ansetzen. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. So könnten Bremslichter optisch zweimal Signale übertragen. Das rote Licht wird als Warnung direkt vom Fahrer wahrgenommen und für das menschliche Auge unsichtbare Informationen werden durch die LEDs an den hinteren Wagen weitergegeben. Viele Fahrzeuge nutzen schon heute LEDs für Bremslichter und könnten so Informationen zur Bremsintensivität weitergeben, die gegebenenfalls das Fahrzeug dahinter zum Bremsen zwingen. Auch Verkehrsschilder oder Ampeln könnten so Informationen an Fahrzeuge übertragen.

Geforscht wird an der Boston University nicht nur an LEDs zur Abstrahlung der Signale, sondern auch an der LED-Technik selbst, die weiter optimiert werden soll. Damit besteht die Möglichkeit, nicht nur noch sparsamere Lampen zu entwickeln, sondern auch besonders energiesparende Zugangspunkte zum Internet zu schaffen. LEDs sollen weniger Leistung aufnehmen als funkbasiertes WLAN-Zubehör. Sie sollen zudem nicht zusätzliche Leistung durch die neuen Funktionen aufnehmen, da sie ohnehin schon leuchten.

LED-Netzwerk
LED-Netzwerk
Sollten sich LED-basierte Netzwerke durchsetzen, dürfte dies wohl das Ende konventioneller Leuchtmittel in modernen Haushalten sein. Von der Leselampe über LED-beleuchtete Displays bis hin zum prunkvollen Kronleuchter könnte alles als Access Point dienen. Gleichzeitig würde der Access Point, wenn er nicht gebraucht wird, einfach abgeschaltet. In einem dunklen Raum würden die wenigsten einen Internetzugang benötigen. Sollte dies doch der Fall sein, reicht eine energiesparende kleine Leuchte im Idealfall schon aus.

Die Forscher erwarten zudem niedrigere Gesamtkosten. Gegenüber konventionellen Leuchtmitteln halten LEDs deutlich länger, und die Kosten für Access Points können bei hoher Redundanz eingespart werden. Bei entsprechend hohem Produktionsaufkommen wird zudem erwartet, dass die LEDs im Preis weiter sinken.

 Forscher wollen Netzwerke mit LED-Lampen aufbauen

:-) 09. Okt 2008

Gevatter Tod wurde totenblass und todtraurig, als er die Tote so todblass liegen sah.

samUba 09. Okt 2008

na per WLAN =D

klugsch... 09. Okt 2008

Wenn uns der Tod ereilt, sind wir tot.

hin und zurück 09. Okt 2008

Zurück? Zum Beispiel über die Betriebs-LED des Computers/Laptops. Oder man kann die...

Daniel Eschenlohr 08. Okt 2008

ich befürchte fast die wollen das so machen wie bei den einfachen dsl über sateliet...

Kommentieren


Z! - Zeitgeist, Entwicklung, Technik - der Technik Podcast / 10. Okt 2008

Z! - News: Freitag, 10.10.2008



Anzeige
  1. Web-Redakteurin / Web-Redakteur
    Universität Passau, Passau
  2. Entwicklungsingenieur Software (m/w)
    über Jobware Personalberatung, Großraum Kempten / Allgäu
  3. Mitarbeiter (m/w) für Projektleitung im Bereich IT
    TÜV SÜD Gruppe, München
  4. System Spezialist (m/w)
    ADAC e. V., München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Samsung XE300

    Google Chromebox versehentlich ausgeliefert

  2. Bundesregierung

    Deutsche Geheimdienste können PGP entschlüsseln

  3. Soziale Pornos

    Facebook verliert Klage gegen Faceporn

  4. Lockheed Martin

    US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett

  5. IMHO

    Warum ich nicht Diablo 3 spiele


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 371 | letzter Beitrag 17:42 Uhr

  2. Kommentare: 216 | letzter Beitrag 15:00 Uhr

  3. Kommentare: 186 | letzter Beitrag 18:27 Uhr

  4. Kommentare: 166 | letzter Beitrag 16:39 Uhr

  5. Kommentare: 150 | letzter Beitrag 17:18 Uhr

Mehr


  1. Bang! Lamp

    Eine Design-Lampe zum Abknallen

  2. Rüstung

    Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen

  3. AVM

    Beta-Firmware gegen Fritzbox-Sicherheitslücke

  4. Miniaturisierung

    Gigabyte will leichtestes Notebook der Welt bauen

  5. Datenschutz

    TV- und Radio-Apps geben Daten von Apple-Nutzern weiter

  6. PGP vs. Geheimdienste

    "PGP ist weiterhin sicher"

  7. Tiberium Alliances

    Command & Conquer beendet Browser-Beta

  8. Double Fine

    Ron Gilbert schickt Spieler in The Cave

  9. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück"

  10. Test-Video Ghost Recon Future Soldier

    Neue Waffen, alte Feinde



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Asus-Ultrabook: Neue Zenbooks mit IPS-Display und Full-HD
Asus-Ultrabook
Neue Zenbooks mit IPS-Display und Full-HD

Auf der kommenden Computex will Asus Berichten aus Taiwan zufolge drei neue Modelle seiner Ultrabook-Serie Zenbook vorstellen. Alle Geräte sollen IPS-Panels mit Full-HD-Auflösung erhalten, das Spitzenmodell zusätzlich ein Grafikmodul von Nvidia.

  1. HP Envy Spectre XT Neue Ultrabooks ohne Glas, ohne Crapware und teils mit AMD
  2. 2170p und Folio HPs Elitebooks schrumpfen trotz der VGA-Schnittstelle
  3. Vaio T Sonys erstes 11,6-Zoll-Ultrabook gibt es ab 700 Euro

Gegenwehr: The Pirate Bay hebelt ISP-Blockaden aus
Gegenwehr
The Pirate Bay hebelt ISP-Blockaden aus

Um trotz gerichtlich angeordneter Blockaden erreichbar zu bleiben, setzt Pirate Bay nun unter anderem auf eine zusätzliche IP-Adresse. Die soll besonders gut mit Proxys funktionieren.

  1. DDoS-Angriff The Pirate Bay offline
  2. The Pirate Bay Fliegende Server in Drohnen?
  3. Torrent-Site Neue Ermittlungen gegen The Pirate Bay

F2, F8, F12: Windows 8 startet zu schnell
F2, F8, F12
Windows 8 startet zu schnell

Windows 8 kann auf entsprechender Hardware in weniger als 8 Sekunden booten. Dabei bleibt zu wenig Zeit, um den Bootvorgang zum Sprung ins Bios, ins UEFI-Menü oder in die Startauswahl von Windows zu unterbrechen.

  1. Dice Einige Frostbite-2-Spiele nur mit 64-Bit-Betriebssystem
  2. Windows RT Windows-Tablet-Lizenz soll angeblich 100 US-Dollar kosten
  3. Windows 8 Release Preview Microsoft verbessert Multi-Monitor-Unterstützung

Zum Artikel