Telekom soll Gewerkschafts-E-Mails bespitzelt haben

Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke kannte Verdi-Interna

Die Deutsche Telekom könnte in Arbeitskämpfen im Jahr 2006 E-Mails der Gewerkschaft Verdi ausspioniert haben. Diesen Verdacht haben die Ex-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) und der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) geäußert.

Anzeige

Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob die Telekom nicht nur ihre Aufsichtsräte und unbequeme Journalisten bespitzelt, sondern auch den E-Mail-Verkehr in den Arbeitskämpfen des Jahres 2006 überwacht hat. Däubler-Gmelin und Baum, die als Rechtsanwälte die Verdi-Vertreter im Konzernaufsichtsrat verteidigen, wollen über Unterlagen verfügen, die sehr konkrete Angaben über die Anwendung solch illegaler Methoden gegen die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi enthalten, berichtet der Spiegel. "Wir sind sehr misstrauisch geworden", sagte Baum dem Blatt. Die Staatsanwaltschaft ermittle mit Hochdruck, habe aber bisher keine strafrechtlich verwertbaren Erkenntnisse in der Sache.

Laut dem Bericht hatte die Telekom-Konzernsicherheit uneingeschränkten Zugriff auf "alle wesentlichen Daten" inklusive E-Mails. Der frühere Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke habe zudem im Juli 2006 Kenntnisse über Verdi-Interna gehabt, die nur in vertraulichen E-Mails innerhalb der Gewerkschaft zirkulierten.

In der Zeit hatte es mehrere Arbeitskämpfe bei der Telekom gegeben: Im Oktober 2006 wehrten sich Tausende Beschäftigte bei T-Systems in Warnstreiks gegen Stellenabbau und forderten mehr Lohn. 45.000 Mitarbeiter aus der Festnetzsparte T-Com sollten in eine Servicegesellschaft ausgegliedert werden. Damit verbunden waren längere Arbeitszeiten sowie weniger Lohn und Gehalt. Auch hier gab es monatelange Proteste und Arbeitsniederlegungen.

Am 22. September 2008 hatte die Telekom eingeräumt, auch DGB-Chef Michael Sommer illegal überwacht zu haben.


spanther 29. Sep 2008

Oder du hast halt das Pech gehabt der totale Pechvogel zu sein xD Also jedesmal an einen...

jochen.. 29. Sep 2008

also der support ist, das stimmt definitiv, das mit dem zurückgeblieben war im eifer des...

spanther 29. Sep 2008

Inet übers Kabel ist ja wieder etwas anderes das ist ja eine ganz andere Sparte und...

m.s.a.f. 29. Sep 2008

kein sorry denn: wer T-Com mit T-Online verwechselt dem gehört einfach das geld aus den...

Nullsanktion 29. Sep 2008

oder die Staatanwaltschaft oder die Bundeswehr??? Was kommt als nächstes? Nur weil ein...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Development Engineer, Testing Specialist (m/w) Enterprise Search
    Microsoft Deutschland GmbH, Munich
  2. SAP-Entwickler/in
    Dataport, Hamburg
  3. Java-Softwareentwickler (m/w)
    GK SOFTWARE AG, Sankt Ingbert
  4. Solution Manager/IT-Spezialist DMS und Workflow (m/w)
    Deutsche Leasing AG, Bad Homburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Antifeatures

    Freie Software gegen Bevormundung

  2. Video

    Yahoo gibt Angebot für Hulu ab

  3. Google X

    Google baut mobiles Internet in Afrika und Südostasien

  4. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  5. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  6. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  7. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  8. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  9. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  10. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Next Browser angeschaut: Android-Browser mit Gestensteuerung
Next Browser angeschaut
Android-Browser mit Gestensteuerung

Das Go-Launcher-Team hat einen eigenen Browser für Android veröffentlicht. Der Next Browser wird über Gesten bedient, synchronisiert Lesezeichen und kann mittels Erweiterungen um zusätzliche Funktionen ergänzt werden.

  1. Offline-Karten-App für Android Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop
  2. Smartphones und Tablets Google will Android-Fragmentierung bekämpfen
  3. All Access Google stellt Spotify-Konkurrenten vor

Surface Pro im Test: Microsofts Tablet überzeugt als Notebook
Surface Pro im Test
Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

Ein bisschen dicker, ein bisschen schwerer und dafür viel schneller: Das ist Microsofts Surface Pro im Vergleich zum Surface RT. Wir haben das Windows-8-Gerät auf seine Stärken hin untersucht und stellen fest, dass auch Microsoft Probleme mit einem kleinen Full-HD-Display hat.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. XPS 10 und Surface Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
  3. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter

Legale Privatkopien: "EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"
Legale Privatkopien
"EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"

Die EU diskutiert in der kommenden Woche ein Papier, das den Konflikt zwischen Geräteherstellern und Verwertungsgesellschaften lösen soll. Der Bitkom fordert eine schnelle Umsetzung des Vorschlags des EU-Mediators António Vitorino.


Zum Artikel