EU stößt Diskussion über Breitbandversorgungspflicht an

30 Prozent der Europäer auf dem Lande abgehängt

7 Prozent der europäischen Bevölkerung sind weiterhin vom schnellen Internet ausgeschlossen, in ländlichen Gebieten sogar 30 Prozent. Die EU-Kommission denkt daher darüber nach, Breitbandzugänge für alle Bürger per Universaldienstverpflichtung vorzuschreiben.

Anzeige

Von 2003 bis 2007 ist die Breitbandnutzungsrate in der EU um das Dreifache auf nun 36 Prozent der Privathaushalte angestiegen. In Europa gab es, nach heute von der EU-Kommission vorgelegten Zahlen, im Januar 2008 nahezu 100 Millionen Breitbandanschlüsse. Bei täglich 52.000 Neuanschlüssen im Jahr 2007 betrug die Zuwachsrate 20 Prozent.

Trotz gestiegener Verfügbarkeit von breitbandigem Internet gibt es bedeutende Unterschiede innerhalb der EU: Während Dänemark, Luxemburg und Belgien einen Versorgungsgrad von 100 Prozent bieten können, sind in Rumänien noch über 60 Prozent der Einwohner ohne Breitbandzugang, auf dem Lande sind es sogar 75 Prozent.

Auch in reichen Industrienationen wie Italien und Deutschland sind 18 Prozent beziehungsweise 12 Prozent der Landbevölkerung noch nicht an ein Breitbandnetz angeschlossen. Bei Bekanntgabe dieser Zahlen erinnerte die für Telekommunikationsfragen zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding an die Zielsetzung, dass bis 2010 alle Europäer Zugang zum Breitbandinternet haben. "In den letzten vier Jahren ist schon viel erreicht worden, und Neuentwicklungen wie die Satellitenbreitbandtechnik sind gut vorangekommen. Wir können uns auch darüber freuen, dass die acht besten EU-Länder bei der Breitbandeinführung deutlich vor den USA liegen", so Reding.

Um die Entwicklung zu fördern, sei das Verfahren für die Genehmigung von Satellitenmobilfunkdiensten im Sommer 2008 vereinfacht worden. Die "digitale Dividende", also Funkfrequenzen, die durch Umstellung vom analogen auf das digitale Fernsehen frei werden, sollen nach dem Willen Redings nicht nur für neue Digitalfernsehkanäle, sondern auch für neue drahtlose Breitbanddienste genutzt werden. Durch den Widerstand der privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wurde eine wichtige Abstimmung dazu im EU-Parlament am 24. September 2008 aber vertagt. Tobias Schmid, Vizechef des VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien), dankte den Abgeordneten anschließend für ihr "Augenmaß". Die endgültige Verabschiedung des TK-Paketes soll am 27. November 2008 durch den EU-Rat in Paris erfolgen.

Um das Ziel "Breitband für alle" zu erreichen, seien weitere Anstrengungen notwendig, erklärte Reding. Überlegt werden müsse, ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen, oder ob über eine neue Universaldienstverpflichtung nachgedacht werden sollte, die die Verfügbarkeit von Breitbandzugängen für alle EU-Bürger vorschreibt. Das Europäische Parlament, der EU-Ministerrat und die nationalen Regulierungsbehörden, aber auch Telekommunikationsunternehmen, Verbraucherverbände und die Bürger rief sie auf, sich an der Diskussion zu beteiligen.


Billionär 30. Sep 2008

muhaha, da muss man aber mal laut lachen. Du glaubst doch nicht ernsthaft, das der Staat...

schmalzlocke 26. Sep 2008

Ich wohne ländlich, um nicht zu sangen mitten im nichts. Aber das halte ich für nicht...

spanther 26. Sep 2008

LOL jetzt machst du mich aber neugierig :D Was weist du was ich nicht weis? :>

Abseus 26. Sep 2008

fakt is dases zu teuer is und und um so mehr nutzer einfach zu langsam. von wirklichem...

LuckiLuckiLuck 26. Sep 2008

Liegt nur daran dass einem gewissen pädophilen Minister der notwendige...

Kommentieren


internet-dsl.net DSL News Blog / 06. Okt 2008

EU fordert mehr Breitband für Deutschland



Anzeige
  1. Softwareentwickler (m/w)
    DMG Automation GmbH, Hüfingen
  2. Testspezialist (m/w)
    PENTASYS AG, München und Frankfurt
  3. Softwareentwickler Vernetzung (m/w)
    Miele & Cie. KG, Gütersloh
  4. Softwareentwickler Java (m/w)
    Payment Network AG, Wetzlar bei Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 02:39 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Spielebranche: Diskussion über "stinkende Gamer"
Spielebranche
Diskussion über "stinkende Gamer"

Nach der Gamescom 2011 löste ein TV-Bericht von RTL über angeblich schlecht riechende Gamer Empörung aus. Jetzt folgt die Aufarbeitung der Szene beim Games Culture Circle in Berlin.

  1. Umfrage Zuschauer wollen mehr HD-Programme
  2. Golem.de guckt Wärmegedämmte Verschwörungstheorien
  3. Golem.de guckt George Orwell und der nigerianische Wahlkampf

IBM-Mainframe: Nasa schaltet letzten Großrechner ab
IBM-Mainframe
Nasa schaltet letzten Großrechner ab

Die Nasa hat den letzten IBM-Mainframe abgeschaltet. Damit gehe eine Rechnerära bei der Nasa zu Ende, schreibt deren IT-Chefin.

  1. Grail Nasa veröffentlicht Video von der Rückseite des Mondes

Blackhole Toolkit: Cryptome gehackt und mit Malware infiziert
Blackhole Toolkit
Cryptome gehackt und mit Malware infiziert

Cryptome ist gehackt und mit einer Schadsoftware infiziert worden. Der Schadcode hatte alle Seite das Angebotes befallen, das deshalb komplett wiederhergestellt werden musste.

  1. Evilshadow Microsoft Store in Indien gehackt
  2. Nach Hackerangriff Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down
  3. Windows und Office 21 Sicherheitslücken in Microsofts Software

Zum Artikel