E-Mail-Client darf nicht in iPhones App Store

Apple befürchtet Verwirrung bei den iPhone-Besitzern

Sechs Wochen hatte Angelo DiNardi darauf gewartet, dass der von ihm entwickelte Google-Mail-Client MailWrangler im App Store veröffentlicht wird. Doch statt der Freigabe gab es eine Ablehnung von Apple. Mit der Begründung, dass MailWrangler die gleichen Funktionen wie der im iPhone enthaltene E-Mail-Client biete - und das die Kunden verwirre.

Anzeige

In einem Blogeintrag informierte Angelo DiNardi die Öffentlichkeit über den Vorfall. Die Software MailWrangler nutzt die WebKit-Engine vom iPhone und ist ein Client für den Zugriff auf mehrere Google-Mail-Konten. Bequem soll der Nutzer zwischen verschiedenen Google-Mail-Konten wechseln können, weil die Software automatisch die nötigen Anmeldedaten einträgt. Dieser bequeme Wechsel sei mit iPhones Safari-Browser nicht möglich, erklärt DiNardi.

Im Unterschied zum E-Mail-Client auf dem iPhone werden die Google-Mail-Konten mit MailWrangler über das Webinterface bearbeitet, so dass alle Komfortfunktionen des Webmailers zur Verfügung stehen. Nutzer von MailWrangler würden also die Threads von Google Mail sehen und könnten auch auf die Kontaktdaten des Webmailers zugreifen. Das ist prinzipbedingt mit dem E-Mail-Client auf dem iPhone nicht möglich.

DiNardi zitiert aus der Antwort von Apple, in der begründet wird, weshalb MailWrangler die Freigabe für den App Store verweigert wird: Demnach bemängelt Apple, dass die gleichen Funktionen auch im E-Mail-Client auf dem iPhone zu finden seien. Dies führe zu Verwirrungen bei den iPhone-Besitzern, befürchtet Apple. Der MailWrangler-Entwickler zeigt sich seinerseits verwirrt und kann nicht nachvollziehen, wie ein Nutzer MailWrangler mit der E-Mail-Applikation auf dem iPhone verwechseln kann. Adam DuVander weist in seinem Blog darauf hin, dass Apple hingegen kein Problem damit hatte, bereits mehr als 20 verschiedene Taschenrechner im App Store freigeschaltet zu haben, die allesamt vergleichbare Funktionen liefern wie der im iPhone enthaltene Taschenrechner.

Zudem kritisiert Apple nach DiNardis Angaben, dass es in MailWrangler nicht möglich ist, die Zugangsdaten zu Google-Mail-Konten zu editieren. Der Entwickler begründet dies damit, nur wenige Anwender änderten ständig ihre Kennwörter für Google Mail. Daher müssten in einem solchen Fall die Kontodaten gelöscht und anschließend neu angelegt werden. Dabei gehen aber keine Daten verloren, weil nur die E-Mail-Adresse samt Kennwort in MailWrangler gespeichert wird.

Wiederholt hatte Apple in der Vergangenheit bereits freigegebene iPhone-Applikationen aus dem App Store entfernt. Nachvollziehbare Erklärungen gab es nur selten und oft wurden gar keine Gründe dafür genannt. Das sorgte vor allem auf Seiten der Entwickler für Unzufriedenheit. Sie kritisieren, das Gebaren von Apple sei sehr intransparent, weil es keine Kriterien gebe, nach denen Applikationen die Freigabe im App Store erteilt wird.


Seifried Schölling 27. Sep 2008

Außerdem hat MS nie Hardware diktiert... Gruß, Seifried.

jucs 26. Sep 2008

Mein Handyhersteller verbietet mir garnichts. Auf welchem Stern lebst du? Mein Handy ist...

AppleKenner 26. Sep 2008

MacBook? ^^

Andreas Heitmann 26. Sep 2008

Bis auf ein billiges Reisemobiltelefon mache ich das normalerweise auch. Ach ja, und ein...

Steve Jobs 26. Sep 2008

nt

Kommentieren



Anzeige

  1. Junior / Trainee IT-Produktmanager Personalmanagement (m/w)
    GIP Gesellschaft für innovative Personalwirtschaftssysteme, Offenbach am Main
  2. Senior BI Architekt Unternehmens-Datenmodell (m/w)
    Media-Saturn-Holding GmbH, Ingolstadt
  3. Abteilungsleiter (m/w) Manufacturing Execution Systems (MES)
    MVI PROPLANT Nord GmbH, Wolfsburg
  4. Senior Project Manager/-in
    Daimler AG, Stuttgart

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. GTA 5 (PC) mit Vorbesteller-Bonus bis 01.02.
    59,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie) USK 18 - Release 24.03.
  2. NUR BIS SONNTAG: Ryse: Son of Rome (PC Steam Code)
    15,97€ USK 18
  3. GRATIS: Theme Hospital

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Dying Light

    Performance-Patch reduziert Sichtweite

  2. Project Tango

    Googles 3D-Sensor-Konzept verlässt Experimentierstatus

  3. Messenger

    Telefoniefunktion für Whatsapp erreicht erste Nutzer

  4. iTunes Connect

    Hallo, fremdes Benutzerkonto

  5. Sprachassistent

    Google Now bindet externe Apps ein

  6. Kartensoftware

    Google Earth Pro jetzt kostenlos

  7. Versicherung

    Feuer, Wasser, Cybercrime

  8. Die Woche im Video

    Autonome Autos, Spionageprogramme und Werbelügen

  9. Spionagesoftware

    NSA-Programm Regin zwei Jahre im Kanzleramt aktiv

  10. Biofabrikation

    Forscher wollen Gewebe aus Spinnenseide drucken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



HDR und Dolby Vision: Die vorläufige Rückkehr der dicken Fernseher
HDR und Dolby Vision
Die vorläufige Rückkehr der dicken Fernseher
  1. DVB-T2/HEVC Nur ein Betreiber will Antennen-TV in HD aufbauen
  2. Super Hi-Vision NHK will 13-Zoll-OLED mit 8K-Auflösung zeigen
  3. CoreStation Teufels teurer HDMI-Receiver passt hinter den Fernseher

Testplattform für Grafikkarten: Des Golems Zauberwürfel
Testplattform für Grafikkarten
Des Golems Zauberwürfel
  1. Maxwell-Grafikkarte Nvidia korrigiert die Spezifikationen der Geforce GTX 970
  2. Geforce GTX 960 Nvidias neue Grafikkarte ist eine halbe GTX 980
  3. Bis 4 GHz Takt Samsung verdoppelt Grafikspeicher-Kapazität

Grim Fandango im Test: Neues Leben für untotes Abenteuer
Grim Fandango im Test
Neues Leben für untotes Abenteuer
  1. Vorschau 2015 Von Hexern, Fledermausmännern und VR-Brillen
  2. Spielejahr 2014 Gronkh, GTA 5 und #Gamergate
  3. Day of the Tentacle (1993) Zurück in die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart

    •  / 
    Zum Artikel