Mozilla: Firefox ist schneller als Chrome

Geschwindigkeit von JavaScript-Engines legt deutlich zu

Google preist seinen neuen Browser Chrome als besonders schnell an, insbesondere im Hinblick auf die Ausführungsgeschwindigkeit von JavaScript. Doch die Firefox-Entwickler wollen diese Darstellung so nicht stehen lassen und zeigen mit einer neuen Entwicklerversion, dass Firefox durchaus schneller sein kann als Chrome.

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TraceMonkey-Benchmarks
TraceMonkey-Benchmarks
Erst seit wenigen Monaten arbeiten die Mozilla-Entwickler an ihrem Projekt TraceMonkey, das die in Firefox 3 genutzte JavaScript-Engine SpiderMonkey beschleunigt. Erste Benchmarks zeigten bereits einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs. Dennoch war Googles Browser Chrome zu seiner Veröffentlichung am 2. September 2008 deutlich schneller als die aktuellen Firefox-Builds, die mit aktiviertem TraceMonkey zum Teil langsamer liefen bzw. einige der Tests nicht absolvieren konnten. Es handelte sich dabei um automatisch erzeugte Builds aus dem aktuellen Entwicklungszweig, denen keine große Bedeutung zuzumessen ist, denn das Ergebnis kann schon am nächsten Tag ganz anders aussehen.

Dem Eindruck, dass Chrome deutlich schneller ist als Firefox, will Mozilla-Entwickler Brendan Eich entgegentreten. Dazu hat er Benchmarks veröffentlicht, die zeigen, dass eine aktuelle Entwicklerversion von Firefox im JavaScript-Benchmark SunSpider unter Windows XP und Vista zwischen 19 und 28 Prozent schneller ist als Chrome. Dafür sorgt vor allem die Beseitigung eines Fehlers in der JavaScript-Engine von Firefox, der die Ergebnisse in einem Test von SunSpider besonders negativ beeinflusste.

In einzelnen Tests ist Firefox mit TraceMonkey im aktuellen Stadium viermal schneller als Googles JavaScript-Engine V8, in anderen hat hingegen V8 deutlich die Nase vorn.

Nachgemessen:

Wir haben mit einer aktuellen Entwicklerversion von Firefox 3.1 (Firefox 3.1b1 vom 4. September 2008) nachgemessen: Mit aktiviertem TraceMonkey schneidet Firefox im SunSpider-Benchmark besser ab als Chrome und braucht auf unserem Testsystem mit Windows Vista nur 1.033 ms zum Durchlaufen der Tests, Chrome 1.180 ms. Ohne TraceMonkey benötigt Firefox 3.1b1pre 1.739 ms.

TraceMonkey-Benchmarks
TraceMonkey-Benchmarks
In Googles V8-Benchmark hat Chrome weiterhin die Nase vorn: 2.727 Punkte gegen 281 bei Firefox mit TraceMonkey und 260 ohne. Allerdings wurde Chrome auch auf diesen Benchmark optimiert und es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis auch andere JavaScript-Engines die V8-Benchmarks bei ihrer Entwicklung einbeziehen.

Auch in Dromaeo ist Chrome schneller und braucht nur 274 ms, Firefox hingegen 657 ms mit TraceMonkey und 910 ms ohne.

All das zeigt vor allem eines: Es ist viel Bewegung in diesem Thema und Google heizt den Wettbewerb mit V8 weiter an, es gibt viele Bereiche mit großem Potenzial für Verbesserungen. Schnelle JavaScript-Engines dürften das Web als Plattform für komplexe Anwendungen einen entscheidenden Schritt voranbringen, unerheblich, ob sie TraceMonkey, Tamarin, SquirrelFish oder V8 heißen und ob die eine oder andere ein paar Prozent schneller ist. All diese Kandidaten sind zudem Open Source, was einen Austausch der Ideen und Konzepte vereinfachen dürfte. Viele der Konzepte sind zudem noch recht jung, ihr Potenzial nicht ausgeschöpft, so dass in der nächsten Zeit weitere nennenswerte Fortschritte zu erwarten sind.


HabichDo 09. Feb 2009

Kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Auch ich entwickle Webanwendungen und ehrlich...

GodsBoss 07. Okt 2008

Sehe ich anders - je schneller die Browser sind, desto umfangreichere Webanwendungen...

rafael 10. Sep 2008

es wird wohl nie adblockPlus für Chrom geben. das allein ist 1. schon Grund genug für...

nicht der Wurm 09. Sep 2008

Macht rein gar nix Duden: Für das IT-Profi, das noch jedem klar ist R 26 und für den...

chianti 05. Sep 2008

nur ausnahmsweise, falls du Schweizer bist -- sonst ist es falsch: "draußen" ist die...

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Krieg der Browser



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