Online-Verstöße gegen Jugendschutz erreichen Höchststand

Zunahme bei Kinderpornografie um 25 Prozent

Die Kontrollstelle Jugendschutz.net hat im Jahr 2007 eine Zunahme der Verstöße durch Nazihetze, Kinderpornografie und Übergriffe um 10 Prozent festgestellt. Die Betreiber von sozialen Netzwerken und Plattformen müssten Mindeststandards einhalten und Minderjährige besser schützen.

Anzeige

Die von obersten Landesjugendbehörden eingerichtete staatliche Kontrollstelle Jugendschutz.net, ist im Jahr 2007 gegen 2.883 neue Verstöße (+10 Prozent) vorgegangen. Dabei handelte es sich vor allem um pornografische Seiten (52 Prozent) und neofaschistische Hetze (14 Prozent). Im Ausland stieß Jugendschutz.net vermehrt auf Kinderpornografie (plus 25 Prozent).

Auf Videoplattformen wurden Löschungen von 700 Exekutions- und Nazi-Filmen erreicht, in sozialen Netzwerken vor allem sexuelle Belästigungen und Pornos beanstandet. 2007 bearbeitete das Team 9.200 Beschwerden und Anfragen (plus 22 Prozent), überprüfte 7.164 Websites (plus 32 Prozent), beobachtete 65 wichtige Chats und Communities und wertete Suchanfragen in Suchmaschinen und Plattformen aus.

"In allgemeinen Chats sind sexuelle Belästigungen und Versuche der Kontaktanbahnung von Erwachsenen zu Kindern immer noch erschreckend häufig", so der Bericht. Jugendschutz.net erreichte hier bei zwei Betreibern eine SMS-Authentifizierung bei der Anmeldung, um Täter dauerhaft aussperren zu können. Zudem wurde erstmals ein förmliches Verfahren gegen einen Chat-Betreiber eingeleitet, weil er "zumutbare Schutzmaßnahmen" nicht ergriffen habe.

Drei von vier Verstößen seien nach dem Eingreifen der Jugendschützer schnell beseitigt worden, ohne dass Aufsichtsbehörden eingreifen mussten. Mit dem größten Videoportal YouTube, dass zum Google-Konzern gehört, sei eine Vereinbarung zur Löschung rechtsextremer Inhalte getroffen und die Entfernung von 316 Nazivideos erreicht worden.

Bei kinderpornografischen Angeboten, die die Jugendschützer immer an das Bundeskriminalamt weitergeben, ist die Zahl der Fälle um über 20 Prozent auf 417 Fälle angestiegen.

Die vier Communities SchülerVZ, Kwick!, MySpace und SecondLife wurden in dem Jahr intensiv gesichtet. Dabei fanden sich laut dem Report viele unzulässige Beiträge, die Pornografie, Gewalt und Nazi-Propaganda enthielten. "Das Sicherheitsniveau der Social Communities ist insgesamt noch zu niedrig, ihre Betreiber nehmen ihre besondere Verantwortung nicht ausreichend wahr", sagen die Jugendschützer. Doch immerhin wurden der Einsatz geschulter Moderatoren verstärkt und erste technische Maßnahmen ergriffen.


nur mal eine frage 28. Jan 2009

Wie kann man Jugendschutz waren und trotzdem die anonymität halten können? Also ich bin...

MeineMeinung2008 30. Aug 2008

@darki: Da stimme ich Dir voll zu. Eine Schweinerei, dass hier so offensichtlich eine...

spanther 29. Aug 2008

Wir haben zwar noch keine zweite Chinesische Mauer (ich hoffe es zumindest da Medien ja...

spanther 29. Aug 2008

LOL nettes Wortspiel :D

spanther 29. Aug 2008

Das trifft den Nagel auf den Kopf!

Kommentieren




Anzeige
  1. Teamleiter (m/w) für die Entwicklung der Programmer Verifikation
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. Software Developer (m/w) – LINUX EXPERT
    OMICRON electronics GmbH, Klaus (Austria)
  3. Java-Entwickler (m/w) - Bereich ERP
    HALTEC Hallensysteme GmbH, Korntal-Münchingen
  4. Softwareentwickler Vernetzung (m/w)
    Miele & Cie. KG, Gütersloh

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 02:39 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Paypal: Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren
Paypal
Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

Zahlenden Nutzern der im Juni 2011 geschlossenen Filmplattform Kino.to drohen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge Strafverfahren. Rechtsanwalt Udo Vetter befürchtet sogar Hausdurchsuchungen, "wenn die Strafverfolger sich auf glattes Parkett begeben". Noch im Februar 2012 will die GVU zudem gegen den Kino.to-Nachfolger Kinox.to Strafanzeige erstatten.

  1. Kino.to-Prozess Kein Unterschied zwischen Streaming und Herunterladen
  2. Kino.to Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien
  3. Kino.to Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Desktop-Roadmap: Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor
Desktop-Roadmap
Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

Mozilla hat seine Roadmap für die Desktopversion von Firefox aktualisiert und plant demnach für 2012 zahlreiche Neuerungen. Firefox bekommt ein Login, soll als Metro-Version für Windows 8 umgesetzt werden, Nutzer besser vor Tracking schützen und schneller werden.

  1. Browser Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen
  2. Firefox Neue Seite für neue Tabs
  3. Firefox Updates in aller Stille

Zum Artikel