Rekordflug für Solarflugzeug

Unbemanntes Flugzeug bleibt dreieinhalb Tage in der Luft

Das britische Unternehmen Qinetiq hat mit seinem Solarflugzeug Zephyr einen inoffiziellen Weltrekord aufgestellt: Das unbemannte Flugzeug kreiste mehr als drei Tage über dem Yuma Proving Ground, einem Testgelände der US-Armee im US-Bundesstaat Arizona. Das Flugzeug soll zur Aufklärung und zur Kommunikation eingesetzt werden.

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82 Stunden und 37 Minuten dauerte der Flug des Zephyr, eines unbemannten Flugzeuges, das das britische Forschungs- und Rüstungsunternehmen Qinetiq entwickelt hat - fast drei mal so lange, wie der bisherige offizielle Weltrekord eines unbemannten Flugzeuges. Diese hielt seit 2001, mit 30 Stunden und 24 Minuten Global Hawk, eine Drohne der US-Luftwaffe. Zephyrs eigene Bestmarke aus dem Jahr 2007 liegt bei 54 Stunden.

 
Video: Das unbemannte Solarflugzeug Zephyr

Zephyr beim Start
Zephyr beim Start
Zephyr erinnert an ein etwas überdimensioniertes Modellflugzeug - was auch daran liegt, dass das Flugzeug von drei Männern per Hand gestartet wird. Sonst hat der Zephyr jedoch wenig mit einem Modellgleiter gemeinsam: Das High-Tech-Flugzeug besteht aus Kohlenstofffasern, die gleichzeitig sehr stabil und leicht sind, so dass es bei einer Spannweite von 18 Metern nur etwa 30 Kilogramm wiegt. Angetrieben wird Zephyr von zwei Propellern, die tagsüber von Solarzellen auf den Tragflächen mit Strom versorgt werden. Um Gewicht zu sparen, sind die Zellen aus Silizium gerade einmal so dick wie ein Blatt Papier. Zudem laden die Solarzellen spezielle Lithium-Schwefel-Akkus, die nachts die Motoren antreiben.

Der Flug fand auf dem Yuma Proving Ground, einem Testgelände der US-Armee in der Wüste von Arizona statt. Dort startete das Flugzeug am 28. Juli 2008 bei einer Außentemperatur von rund 45 Grad. Seine normale Flughöhe liegt mit bis zu 18.000 Metern deutlich höher als die eines Passagierflugzeuges. In diesen Höhen herrschen Temperaturen von 70 Grad unter Null. Gesteuert wird es per Autopilot und Satellit.

Zephyr
Zephyr
Der Zephyr soll als fliegende Kommunikationsstation und für die Aufklärung eingesetzt werden. Gerade dabei sei er herkömmlichen Flugzeugen und Satelliten überlegen, erklärte Chris Kelleher von Qinetiq der BBC: "Ein Satellit überfliegt die gleiche Stelle auf der Erde zweimal am Tag, wobei einmal nachts ist, so dass er nur eine Momentaufnahme der Aktivitäten dort sieht. Zephyr hingegen liegt den ganzen Tag auf der Lauer." Während seines dreieinhalbtägigen Fluges hatte Zephyr eine zwei Kilogramm schwere Kommunikationsausrüstung an Bord.

Der Rekordflug des Zephyr gilt allerdings nicht als offizieller Weltrekord, weil der internationale Luftsportverband, die Federation Aeronautique Internationale (FAI), nicht bei dem Flug anwesend war. Nur die FAI kann einen Rekord in der Luft- und Raumfahrt bestätigen.

Qinetiq entwickelt im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums bereits ein optisches Überwachungssystem ohne Linsen, das an Bord eines Luftschiff oder einer unbemannten Drohne in etwa 20 Kilometer Höhe über dem Einsatzort schweben soll.


Photo Maniac 25. Aug 2008

Solche Leute will ich einfach nicht verstehen.

Korrumpel 25. Aug 2008

...Menschenskind! Die Dinger sollten als Satellitenersatz ja auch die Position halten...

nase voll mehl 25. Aug 2008

bei der höhe kann das wetter wahrscheinlich schnurzpiepe sein, da man darüber hinweg fliegt

*v* 25. Aug 2008

Natürlich hat man das schon vor Jahren behauptet. Weil es ja auch absolut denkbar ist...

DER GORF 25. Aug 2008

Na, solange das Wetter mit spielt und nichts kaputt geht, kann es das doch auch.

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