GC 08: ProsiebenSat.1 - mit Fernsehmacht in den Spielemarkt

Eigene Marken werden zu Spielen, die hausintern entwickelt werden

SevenOne Intermedia ist Teil der ProsiebenSat.1-Gruppe und soll nicht nur mit Browserspielen den Markt besetzen, sondern auch die eigenen Spiele entwickeln - auf der Games Convention 2008 stellte das Unternehmen seine aktuellen Pläne vor.

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Früher hat ProsiebenSat.1 die Spieleentwicklung andere erledigen lassen. Nun soll früher an der Wertschöpfungskette angesetzt werden. SevenOne Intermedia soll in Zukunft selbst Spiele entwickeln. Konkurrent RTL hat bereits im letzten Jahr mit Black ein eigenes Studio zur Entwicklung anspruchsvoller Spiele gegründet.

Neben einigen Internetportalen, die Browserspiele anbieten, soll SevenOne Intermedia auch Spiele direkt in den Handel bringen. Teils als Ergänzung für Browserspiele, teils als eigenständige Produkte, die keine Internetverbindung benötigen.

Online verfolgt SevenOne verschiedene Strategien, um das Angebot SevenGame zu finanzieren und gibt sich zuversichtlich, einen Wachstumsmarkt gefunden zu haben. Schließlich hat jeder mal eben ein paar Minuten Zeit, um ein Browserspiel zu spielen, ohne es installieren zu müssen. Wie bei den Fernsehsendern soll ein Teil der Kosten durch Werbeeinnahmen gedeckt werden.

ProsiebenSat.1 kann damit offenbar bereits gut Geld verdienen. Während der Pressekonferenz wurde angegeben, dass Werbekunden durchaus sechsstellige Euro-Beträge auf den Browserspielportalen lassen.

Ein anderes Modell, das SevenOne verfolgt, sind Abogebühren. So etwa für das Browser-MMO Runescape, das laut SevenOne bereits 8,5 Millionen Spieler vorweisen kann. In Deutschland übernimmt nun SevenOne Intermedia die Vermarktung von Runescape HD (für High Detail), einer grafischen Verbesserung des bereits sieben Jahren alten Browserspiels.

Das Spiel soll besonders schlank sein und bietet trotzdem ansehnliche 3D-Grafik - sogar im Vollbildmodus. Allerdings muss das Java Runtime Environment installiert sein. Rund 40 Prozent des Spielinhalts ist frei spielbar. Wer mehr von dem Spiel in seiner neuen Version sehen möchte, muss eine Abogebühr zahlen.

Andere Spiele werden durch den Verkauf von Gegenständen finanziert, teilweise sogar in Kombination mit dem Handel. Dort finden sich etwa Boxen mit speziellen Gegenstandssammlungen, die online nicht erwerbbar sind. Mitunter sollen diese Sammlungen 20 Euro kosten.

Die vierte Finanzierungsbasis stellen Spiele dar, die einen Gewinn ausschütten. Gegen einen Einsatz hat der Spieler bei entsprechend gutem Spiel die Chance, Geld zu gewinnen.

Nicht-Browser-Spiele werden wie gehabt im Handel verkauft und nun selbst entwickelt. SevenOne Intermedia nutzt etwa die Fernsehsendung Galileo, um daraus das Spiel Know How zu machen. Ende Oktober 2008 soll es für Nintendo DS und PC herauskommen. Eine iPhone-Variante soll später folgen. Nur für das Nintendo DS wird das Quiz Taxi von Kabel 1 verwertet.

Begleitet werden die Spiele durch die Fernseh- und Radiosender, die die Spiele in Kampagnen erwähnen. So will sich SevenOne gegen die Konkurrenten behaupten, die keinen Fernsehsender hinter sich haben.

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kikimi 24. Aug 2008

Ein Problem hast du vergessen: Da kauft man sich schon mal ein Vollpreisspiel und dann...

VorratsTerrorSp... 24. Aug 2008

Das ist leider allen Wachstums, dass ich im Moment in Deutschland sehe. Die Deppen! Die...

xD 21. Aug 2008

die dafür auch noch geld bezahlen. geschieht ihnen recht.

dslfkjth 21. Aug 2008

Ja, leider wird es so kommen. Wenn ich sehe was für Typen in Politik und Industrie...

45634634 21. Aug 2008

Dann kann Pro7Sat1blabla in den Werbeblöcken mehr eigene Werbung für den eigenen Software...

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